Julia Schramm und das Ende der Privatheit

Ich bin in den vergangenen Wochen einige Male gefragt worden, was ich denn gegen Julia Schramm habe. Eine Frage, die zeigt, dass das Politikverständnis, für das Figuren wie Schramm stehen, um sich greift.
Denn wer würde ernsthaft fragen, was ich gegen Guido Westerwelle habe oder gegen Christian Wulff? Schreibe ich über die beiden, dann ist selbstverständlich, dass ich über sie als Politiker schreibe.
Schramm aber, die alles, was sie für einen Gedanken hält, dem Netz anvertraut, die will mit ihrer ganzen Persönlichkeit gesehen werden.
„Was ist an mir nicht zu lieben?“, fragt sich das ungeliebte Kind und reißt noch einem Schmetterling die Flügel aus.

Julia Schramm will als Mensch gesehen und geliebt werden. Ich schaue sie mir danach an, ob sie Außenministerin sein könnte. Die Vorsitzende einer 13%-Partei muss ein Ministeramt ausfüllen können.
Wichtig für ein Amt in der Regierung ist Glaubwürdigkeit.
Schramm jedoch editiert sich die Wirklichkeit zurecht.
Ihr Kampfname lautet wegen ihres mangelnden Interesses an ihrem Vortagsgerede längst „Adenauer“, sie ist so meinungsstark, dass sie zu jedem Thema gleich mehrere Meinungen hat.

Der FAZ gegenüber nennt sie den Prozess des Revidierens, Vertuschens, Löschens und Lügens: hegelianische Dialektik. Weil sie ihre smileyreichen Tweets und unlesbaren Blogposts gerne mit grauenhaften Soziologismen versieht und „Poststrukturalismus“ tippen kann, gilt sie recherchefaulen Journalisten und unbelesenen Nerds als Intellektuelle.
Das passt zu Schramms tatsächlich so gemeintem Selbstbild als Zeitgeistreflekteuse, lässt jedoch Menschen, die wirklich mal zwischen zwei Buchdeckel geschaut haben, sich in ihren Mund übergebend zurück.
Die aufgeblasenen Nichtigkeiten, die im Nirgendwo endenen Satzungeheuer, die wild erfundenen Adjektive, die halbrichtig benutzten Floskeln ((„…) als würde ich der Theorie von Finkelstein den Mund reden“), sie alle dienen nur dem Ziel, das geistige Tumbleweed zu verbergen.

Die FAZ hat sich bei ihr erkundigt, was an Schramms Behauptung, ihr sei aus ideologischen Gründen die Mitgliedschaft in der FDP verweigert worden, dran sei:
„Als wir Julia Schramm damit konfrontieren und fragen, aus welchem Grund sie die FDP abgelehnt hat, erzählte sie eine neue Geschichte. Sie habe aus finanziellen Gründen nur den halben Mitgliedsbeitrag zahlen können. Die FDP äußerte sich zu diesem Anliegen nicht. Die Sache versandete. Von einem Ideologiekampf weiß niemand.“

Julia Schramm wird die Jutta Ditfurth der Piraten. Und ich sage das nicht einmal wegen der optischen Ähnlichkeit. Sondern weil sie bis jetzt jedem Mitstreiter den Dolch in den Rücken gebohrt hat, sobald sich die Gelegenheit bot.

Über ihre Abkehr von der Spackeria, durch die sie bekannt geworden ist, schreibt die FAZ (samt hochnotpeinlicher Baum-Geschichte), ihre Abkehr vom brutalen Antifeminismus hin zu einem Gelegenheitsgenderismus wird bei Sanczny nachgezeichnet.

Die Reaktion von Julia Schramm:
„haha :D die scheint echt ein selbstwertproblem zu haben :D“
und
„sie hat auch ein persönliches problem mit mir. keine ahnung warum. ich kannte sie gar nicht, bevor sie mich zu disse begann ^^“

Zu dem FAZ-Artikel lautet ihr Kommentar natürlich:
„Ah, so macht man bei der FAZ also Wahlkampf.“

Julia Schramm ist mit der Kandidatur Politikerin geworden. Wenn ihr Verlobter Fabio Reinhardt ihr in dem Shitstürmchen um ihre hirnlosen Holocaustäußerungen beispringt mit den Worten: „Einer Publizisten und Politikwissenschaftlerin vorzuwerfen, dass sie Anfang 2011 auf einem Blog, der vor allem für Lyrisches und Publizistisches eingerichtet wurde, einen Kommentar geschrieben hat, bei dem sie nicht berücksichtigt hat, dass sie ja vielleicht mal missverstanden werden könnte, wenn sie Bundesvorsitzende einer Partei werden will, halte ich für arg konstruiert.“ bedeutet das nicht nur das Ende aller Post-Privacy-Ideologie. Es zeigt auch an, dass die Privatheit der Julia Schramm vorbei ist.
Dass sie jeden Kritiker als Feind versteht, wird ihr dabei eher nicht so gut bekommen.

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109 comments

  1. Die gute Post-Privacy-Ideologie am Ende? Was soll nur aus uns werden ohne Schramm?

  2. Tja Leute wie Marina Weisband hören (erstmal) auf und Leute wie Julia Schramm rücken nach. Eher nicht so toll.

  3. @laprintemps hat schon vor einem Jahr meinen Hinweis weit von sich gewiesen, dass Kommunikation v.a. damit etwas zu tun hat, wie man sich als Sprecher auf den Kontext des Hörers einstellt, um seinen Punkt rüberzubringen. Nein, jeder hat sich gefälligst auf sie und ihren Schreib- und Kommunikationsstil einzustellen. Sie würde wahrscheinlich auch ihre Kinder, so sie denn jemals welche haben wird, mit einem solchen Geschwurbel erziehen. Ich habe nur wenige Menschen erlebt, die in dem Punkt noch selbstgefälliger sind. ‏Vorsitzende der #Piraten? Ministrabel? No way!

  4. beliebig, prinzipienlos oder einfach nur naiv. alles keine schönen beschreibungen für eine angehende politikerin.

  5. Ist das das Spiel „Feind, Totfeind, Parteifreund“?

  6. Ich gebe der heutigen Universitätslandschaft die Schuld.

  7. Sie ändert alle drei Monate ihre Meinung, so Pi mal Daumen. Das ist jetzt für jemanden, der für hohes Parteiamt, das sie in den Bundestag befördern soll, eher mittelgut. Man könnte auch sagen, sie sei eine Zeitbombe für die Partei.

    Und sie kommt verbal auch eher vulgär rüber, die eloquente Eleganz einer Marina fehlt Julia völlig. Auch nur mittelgut.

    Und dann diese Post-Edits. Auch eher ungut für zukünftige Statements im Namen der Piraten.

    Summa summarum (Ja, schlag das ruhig nach, Julia!) halte ich sie für völlig ungeeignet in einer Spitzenposition für die Piraten zu sprechen.

  8. Kann es sein, dass die ehemaligen Datenschutz-Spackeriaisten inzwischen angesichts des nachlassenden Interesses alle zu Urheberrechts-Nihilisten mutiert sind, da sie damit wieder in der Presse und im Fernsehen erscheinen können? Ist mir sowohl bei Frau Schramm als auch bei mspro aufgefallen. Unangenehm aufgefallen.

    Ansonsten befremdet mich die Aufmerksamkeit, die man Frau Schramm entgegen bringt. Die wirkt auf mich wie ein verzogenes Kind, dass um jeden Preis wahrgenommen werden möchte. Die neudeutsche Bezeichnung dafür spare ich mal aus, um nicht als frauenfeindlich wahrgenommen zu werden. Ich denke doch, dass niemand ernsthaft Frau Schramm wählen will, oder?!

  9. Ganz offensichtlich eine Kombination aus Histrionischer, Narzisstischer und vielleicht Borderline Persönlichkeitsstörung.

  10. Dramatische Selbstdarstellung, theatralisches Auftreten oder übertriebener Ausdruck von Gefühlen; Suggestibilität, leichte Beeinflussbarkeit durch andere oder durch Ereignisse (Umstände); oberflächliche, labile Affekte; ständige Suche nach aufregenden Erlebnissen und Aktivitäten, in denen die Betreffenden im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen;

    Fühlt sich unwohl in Situationen, in denen er/sie nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht; die Interaktion mit anderen ist oft durch ein unangemessen sexuell-verführerisches oder provokantes Verhalten charakterisiert; zeigt rasch wechselnden und oberflächlichen Gefühlsausdruck; hat einen übertrieben impressionistischen, wenig detaillierten Sprachstil; zeigt Selbstdramatisierung, Theatralik und übertriebenen Gefühlsausdruck; ist suggestibel, das heißt leicht beeinflussbar durch andere Personen oder Umstände;

    http://de.wikipedia.org/wiki/Histrionische_Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung

    In diesem Falle aber wohl querbeet durch das gesamte Spektrum der Persönlichkeitsstörungen.

  11. @Peter: Na der mspro ist ja auch ein Selbstdarsteller. Er forderte kürzlich in der SpOn gleich die komplette Abschaffung des Urheberrechts. Und das meinte er sogar ernst. Futsch wäre dabei auch die Idee von Creative Commons.

    Aber solche Menschen sind eben Populisten und Opportunisten. Da gibt es so einige in unserer deutschen Blogger-Landschaft… Und die Anhängerschaft glaubt ihnen jedes Wort.

  12. „Kann es sein, dass die ehemaligen Datenschutz-Spackeriaisten inzwischen angesichts des nachlassenden Interesses alle zu Urheberrechts-Nihilisten mutiert sind“

    Ich glaube, das eine hat mit dem anderen zu tun. Wer der Meinunbg ist, dass alle Daten frei ins Netz gehören, hat keinen weiten Weg mehr von den Datenschutz- zu den Urheberrechten. Und je mehr dann im Netz steht, desto mehr haben die Protagonisten der Theorie davon (und ihren Vorschuss haben sie ja schon zur Seite gebracht)

  13. Oh Mann! Naja, immerhin ist sie ja erstaunlich medienwirksam. Ob das positiv ist? Hmmm, vielleicht ist es notwendig. Immerhn war Adenauer ja erfolgreich.

    @Padeluun: Vielleicht ist es auch das Spiel „Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr“. Wobei nicht ganz klar ist, wer hier Freund und wer Feind ist.

  14. Eins muss ich ihr ja lassen: In der Kunst mit möglichst vielen Worten möglichst wenig zu sagen ist sie absolute Weltklasse und steht den Top-Politikern in nichts nach.

    Aber eine Piratenpartei mit einer Vorsitzenden Julia Schramm wäre für mich unwählbar. So eine Witzfigur gehört nicht in Parteiämter.

  15. Ja, an @mspro habe ich auch gedacht. Eigentlich wären die beiden das ideale Paar: Einer verrückter und aufmerksamkeitssüchtiger als der andere, beide versuchen mit pseudowissenschaftlichem Geschwurbel ihren Quatsch zu vermarkten und beide vertreten Thesen, die für keinen normalen Menschen mehr nachvollziehbar sind, der mal ein Buch gelesen hat und sich nicht nur Tweets und Blogs reinzieht.

  16. […] Update: Auf den Punkt bringt es ein Blogartikel von Malte Welding: “Julia Schramm und das Ende der Privatheit”. Teilen:TwitterFacebookE-MailGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste, dem dieser Artikel gefällt. […]

  17. Ich habe mit Julia zusammen in Bonn Literaturwissenschaft studiert und auch wenn sie wirklich gerne schnell und viel und kompliziert redet ist sie – rein menschlich gesehen und losgelöst von ihrer politischen Persönlichkeit (denn ja, das kann man trennen, wenn man es will!) – ein wirklich toller Mensch.
    Just sayin‘.

  18. Prominenz qua Geschwafel. Das schöne Internet geht irgendwann noch mal kaputt.

  19. @anonym
    Ich kann von solchen Ferndiagnosen nur abraten. Klar, passt, aber: Kann ja auch alles von einem völlig gesunden Menschen kühl kalkuliert sein.

    @Julia
    Warum sollte sie das nicht sein?
    Ich würde mir auch unbesehen von zu Guttenberg eine Tube Gel leihen. Falls es untergegangen sein sollte zwischen den vielen Buchstaben: Ich kritisiere sie nicht als Mensch.

  20. Warum sollten Blogger, die mit Texten über Menschliches, Allzumenschliches Buchverträge abgreifen, ein Problem damit haben, wenn jemand auf solche Weise Minister wird?
    Höher qualifiziert für ein staatstragendes Amt als Lady Di scheint die hier Besprochene jedenfalls zu sein. Zumal wir uns mit der „Frankfurter Allgemeinen“ durchaus im Freakbereich bewegen. So wie sich außerhalb eines Schachvereins niemand, aber auch wirklich niemand interessiert für dort Analysiertes. Das Leben findet anderswo statt als in der „Frankfurter Allgemeinen“.
    Ein frisches junges Gesicht, mit frischen jungen Worten: Die Buchhandlungen sind voll von Poetry Slam, warum nicht auch die Parlamente?

  21. Epimorphismus

    Solange die Piratten ihr „Spinner-Problem“ nicht lösen, werde ich sie nicht mehr wählen!

  22. Hahaha! Harte Worte, aber jedes ein Volltreffer. Ich kenne Julia Schramm nicht. Bei ihren Texten muss ich immer an Kafka denken.

    Das absurde Positionierungswirrwarr hat evtl. auch was damit zu tun, dass diese neuen Bachelor-Studiengänge so straff organisiert sind und die Studierenden keine Zeit mehr haben, sich intensiver mit den Dingen zu beschäftigen.

  23. @Hanni: So schlimm wurde Franz Kafka in der gesamten Geschichter der Literatur(wissenschaft) nicht beleidigt. Bitte lass das.

  24. Worüber ich ja lachen musste, war, dass die FAZ Frau Muehl hat schreiben lassen. Waer das ein Mann gewesen, alter Schwede hätte der die Sexismus-Keule abbekommen. Noch so ein Trick von ihr, jede inhaltliche Diskussion abzuwürgen.

    Ich Wette, sie wird das als Kampagne hinstellen, obgleich ja jeder jeden dämlichen Satz von ihr nachlesen kann. Dann werden die Deppen beim Parteitag sie wählen. Oh Graus.

  25. @Siegfried, 16:51

    „[…] immerhin ist sie ja erstaunlich medienwirksam.“

    Ja und? Stell‘ eine beliebige, hübsche Nackte vor eine Kamera, und dann hast Du das Gleiche — aktuell etwa die Tochter der Thomalla, oder wie die Tussi nochmal genau heißen tut. Cicciolina (oder so) schon vergessen? Oder Sibel Kekeli?

    Das hat nochmal was genau mit Politik zu tun? Es sollte doch mittlerweile klar sein, daß Möpse & Muschi nicht ausreichend sind, für irgendetwas zu „stehen“; solches Kroppzeug gibt es zur Genüge & zum Erbrechen bei den anderen Parteien, in den „mainstream“ Medien und in den öffentlich-„rechtlichen“.

  26. Julia ist 26 Jahre jung. Sie kann und will nicht die politische Erfahrung einer Frau Merkel haben. Es geht um einen neuen Politikstil. Nicht mehr und nicht weniger. Den beherrscht sie.

  27. Weil inhaltliche Kritik an Julia Schramm hart an der Grenze der Satisfaktionsfähigkeit ist, besonderen Dank hierfür. Bevor es am Wochenende in Neumünster vielleicht wirklich grotesk wird.

    Ich habe Julia Schramm erstmals, ohne zu wissen, wer das ist, vor einigen Jahren in zwei Radio-Diskussionsrunden zu Thema „post privacy“ kennengelernt. Mit „Hihihi, ich find das irgendwie gut!“ sind ihre damalige Pro-Argumente ganz gut zusammengefasst. Außerdem legte sie in den Sendungen viel Wert darauf zu betonen, dass sie mal Depressionen hatte. Ich meine damals den ein oder anderen facepalm der Moderatoren herausgehört zu haben.
    Und an dem Niveau hat sich bis heute nichts geändert.

    Der Vergleich mit Jutta Ditfurth ist genial, auch wenn es bis dahin noch ein weiter Weg ist. Ich verstehe das auch mehr als Vorschusslorbeeren.

    (Apropos mspr0 & post privacy: Läuft der eigentlich immer noch umher und versucht mit seiner Digicam die verpixelten Lücken bei Google Street View aufzufüllen?)

  28. Ich würd sie als opportunistisches Stehauf-Fräulein bezeichnen. Ganz ähnlich der kackendreisten Koch-Mehrin mit ihrem geklauten Doktortitel interessiert es die Schramm keinen Deut, wofür sie das Amt bekommt(*) (zum ARBEITEN!).
    [(*)falls!]

    Sie will Macht, Geld und alle sollen sie gern haben.
    Wenns ihr dabei helfen würde, wär sie sicher schon im Playboy oder in der BLÖD zu bewundern.

    26 und so ein Charakter. Da wird kein normaler Mensch mehr draus, dieser Zug ist abgefahren und die Pubertät schon lange rum.

  29. „Poststrukuralismus“ ist auch so ein Wort, das im Internet nur von den Seltsamsten ohne Anführungszeichen und Ironie benutzt wird, meistens in Verteidigungsreden für absoluten Schwachfug. Siehe auch Nadine Lantzsch.

    Auch ich gehöre zu den Leuten die nachgefragt haben ob und warum Malte die Dame so besonders auf dem Kieker hat. Deswegen bedanke ich mich für diesen Post.

  30. Post Post Anonymous

    LASS JULIA ALLEINE!!! IHR SEID ALLE DOCH NUR NEIDISCH DA SIE JA SO COOL IST UND SO!

  31. @Post Post:
    Nice, das jetzt bitte als YT-Video! :-)

  32. @Christoph: Auch den Poststrukturalismus muss man in Schutz nehmen. Aber mit dem Zusatz „im Internet“ hast Du Recht. Es ist unglaublich, was für ein Schrott in Verbindung mit diesem Begriff als Art „pseudointellektuelles Schutzschild“ in den letzten Wochen ins Netz gekippt wurde. Man würde sich wünschen, dass man ein paar Leute, die sich ernsthaft an Uni mit solchen Themen beschäftigen, diese Blogpostings von Grund auf demontieren. Aber die haben besseres Zeug zu tun (glücklicherweise).

  33. Ich bin tatsächlich vor ein paar Wochen Pirat geworden, um meinen Teil dazu beizutragen, Leute wie Schramm aber auch Lauer in Spitzenpositionen zu verhindern.

  34. […] Malte Wedding über Julia Schramm (Piratenpartei): “…sie ist so meinungsstark, dass sie zu jedem Thema gleich mehrere Meinungen hat.” April 27, 2012 | abgelegt unter Piraten, Politics, Zitate, die man sich merken sollte  […]

  35. Ihr seit doch alle nur neidisch, weil ihr nicht pro Woche mindestens einen ewig langen, vollkommen gehaltlosen Bullshit Blogpost erstellen könnt! Und wie könnt ihr es überhaupt wagen eine _Frau_ zu kritisieren? Das ist doch Sexismus pur! Außerdem sind eure Texte sicher auch irgendwas-phob, schämt euch!!

  36. Ach ja, und Post-Privacy habt ihr auch nicht verstanden! Das bedeutet, dass man jeden privaten Scheiß ins Netz kippt, den möglichst jeder lesen und beflauschen sollte. Allerdings darf dieses Geschreibsel auf keinen Fall gegen die Person verwendet werden, schließlich würden das die pinken Ponies auf dem lustigen Ponyhof auch niemals tun!

  37. @b.mat

    aber genau dieser, ihr spezieller politikstil (nicht etwa der der piraten) ist das problem. er laesst sich wunderbar aus maltes post und in dem artikel in der faz ablesen.

    wobei die ad hominem angriffe in manchen kommentaren hier fuer die kritik eher kontraproduktiv sind…

  38. Das Zitat von Boëthius: “…Wenn du geschwiegen hättest, wärest du Philosoph geblieben…” möchte man Julia Schramm zurufen. Es hätte aber auch genügt, wenn sie sich an ihre eigenen Worte erinnert hätte:

    „…Die Angst vor dem Shitstorm hat dazu geführt, dass führende Parteileute TV-Auftritte oder Interviews in großen Medien meiden, gerade jetzt vor dem Bundesparteitag. „Ein solcher Auftritt würde meine Chancen schmälern“ sagt die Berliner Piratin Julia Schramm…“

    Zitat aus Spiegel Nr. 17/2012 – “Avanti Dilettanti – Wie die Piraten Politik versuchen” – aus dem Leitartikel – “Partei der Sehnsucht” – Seite 32

  39. Die ich rief, die Geister,
    Werd’ ich nun nicht los.

  40. @ raventhird

    ich hatte gerade nichts besseres zu tun und habe in ihrem blog zu „poststrukturalismus und nazis“ mal zwei bis drei gedanken zu ihrem doch recht, sagen wir, skizzenhaften verständnis foucaults gepostet. das ist alles kompliziertes zeugs und auch gar nicht schlimm, wenn man es erstmal falsch hinbekommt. meine lücken in dem, was man so poststrukturalistische theorie nennt, sind leider auch größer, als mir das lieb ist (lacan, anyone?). dennoch, was da in ihrem blog verbreitet wird ärgert mich, weil es das gängige vorurteil bestätigt, dass aus der postru-ecke eh nur gefasel käme. mehr sorgfalt und intellektuelle redlichkeit wäre schön, stattdessen heißt es nassforsch RTFM und dann wird drauflos gemutmaßt. schade. ich kenne die jetzt nicht so gut, aber wenn die piratenpartei nur solche intellektuelle hätte dann wäre das schon traurig.

    das ist mein kommentar:

    Was Du da beschreibst sind einzelne Aussagen, aber kein Diskurs.

    Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber um einen Diskurs zu beschreiben müsste doch gerade die Regelhaftigkeit der Aussagen herausgearbeitet werden, also unter welchen Bedingungen die einzelnen Aussagen als wahr erscheinen können. Und zwar am besten im Verhältnis zu den Institutionen und Praktiken, in denen sich Diskurse materialisieren, sonst hat man es mit einem arg amputierten Foucault zu tun.

    Meines Wissens gibt es durchaus Literaturen zu einer foucauldianischen Theorie des Nationalsozialismus, die ihn – das wäre gerade der zentrale Einsatz dieser Kritik – nicht als Anderes sondern als besonders mörderische Variante der modernen Macht- und Wissensordnung erklären. Da wäre zB Foucault’s very own Analyse des NS-Rassismus in “In Verteidigung der Gesellschaft” als durch und durch biopolitisch. Oder auch Agamben’s Versuch über Souveränität und Lager in “Homo Sacer” wo er argumentiert, dass gerade der moderne Menschenrechtsgedanke Bedingung für die Vernichtung ist.

    Aber all das wird nicht thematisiert, stattdessen geht es um ominöse Haltungen und Werte, die gegen den “Diskurs” in Stellung zu bringen sind. Wo kommen die eigentlich her? In welchem Verhältnis stehen die zu den modernen Epistemen, die so etwas wie den Rassismus als Wissenschaft qualifizieren konnten? Ist die Forderung nach der freien Entfaltung des Individuums nicht ziemlich problematisch im Kontext poststrukturalistischer Subjektkritik? Und so fort.

  41. @uniquolol: Sehr schön, setzen, 1!

  42. Hatte auch kürzer ausfallen können, aber danke, dass du’s mal gesagt hast.

  43. „Wenn aber eine den Geliebten nicht bekommen kann, einer gekündigt, einer überhaupt unbefriedigt ist, so ist das noch kein Grund, in der Philosophie umherzuschludern.“ —Kurt Tucholsky

  44. „Wer in diesem Business Erfolg haben will, darf nicht belehren, aufklären, fragen – er muß unterhalten, bestätigen, verdummen.“ (Axel Springer)

  45. „Privilegienmuschi“

    Man kann sich alles andere sparen.

    Eine solche Selbstbeschreibung enthält genug Stoff für jahrzehntelange , dringend nötige, Psychoanalyse.

    ( Unter der Annahme der ganze Pyscho- und -logiekram sei Wissenschaft anstelle von Hirnmasturbation, was hiermit bestritten wird )

  46. Also ich find Muschis gut.

  47. […] mit angezündetem Toilettenpapier aus Emotionen: 21* | 1* In Blogs gefunden: Julia Schramm und das Ende der Privatheit Malte WeldingDie FAZ hat sich bei ihr erkundigt was an Schramms Behauptung ihr sei aus ideologischen Gründen […]

  48. Zeitbinder-Bot

    Harhar.

  49. Ähm, Guttenberg fehlt in der beispielhaften Aufzählung oben.

  50. […] Schramm, die beim dieswochenendigen Piratenparteitag in die Parteiführung gewählt werden möchte, ihre Kritisierung gerade Rückenwind verschafft, darf aber bezweifelt […]

  51. Die meisten Bundespolitiker sind Profilneurotiker und Realitätsflüchtlinge, da passt @laprintemps doch bestens ins Bild. Die Frau ist für mich unwählbar. Punkt.

  52. thelepathy (@thelepathy)

    @Malte

    Mag sein, dass Schramm mit ihrem teils pseudoprofunden, ausufernden Stil und gleichzeitig offenbar stark ausgeprägten Sendungsbewusstsein bei so manchem auf wenig Gegenliebe stößt.

    Mag auch sein, dass sich in ihrem Pamphlet „Irrtum und Holocaust“, dem Auslöser des jetzigen Shitstorms, akkurate Aussagen („Holocaust ist nicht leugnungsfähig“) bunt mischen mit sehr missverständlichen Formulierungen („und Schuld gibt es nicht in meinen Augen“), worunter Qualität und Glaubwürdigkeit am Ende leiden.

    Und mag nicht zuletzt auch sein, dass sie Begriffe wie „Holocaust-Industrie“ ohne einen Hauch an Hintergrundwissen und dazu im falschen Kontext anwendet, nur um sich dann bei aufkommender Kritik daran die Wirklichkeit munter zurecht zu editieren.

    Bei all diesen qualitativen Mängeln erscheint es mir dennoch ein bißchen unfair gegenüber Schramm, wenn ihre richtigen Punkte in „Irrtum und Holocaust“ und die Intention, aus welcher der Text entstanden ist, keine Würdigung finden.

    Ich bin mir im Übrigen auch gar nicht so sicher, ob ein Christian Wulff oder Guido Westerwelle – um mal dein Beispiel aufzugreifen – als Jungpolitiker in einem thematisch ähnlich gelagerten Pamphlet einen profunderen Stil an den Tag gelegt hätten. Mglw. einen stromlinienförmigeren, ja. Aber man sollte nicht so tun, als ob wenig fundierte Äusserungen eine seltene Erscheinung bei Politikern sind.

    Um das konkrete Beispiel von Schramm’s Verwendung des Begriffes „Holocaust Industrie“ von Norman Finkelstein herauszugreifen:
    Man braucht sich nur einmal die Frage zu stellen, wieviele Bundestagsabgeordnete wohl mit dem Begriff etwas anfangen könnten, d.h. das Buch und Sekundärliteratur dazu gelesen haben, und wieviele ihrer Kabinettskollegen mit Halbwissen oder ohne jegliches Wissen trotzdem mit dem Begriff hantieren würden.

    Das Ergebnis einer Untersuchung zu dem Thema würde Schramm’s Fehlleistung aller Wahrscheinlichkeit ziemlich relativieren und in den richtigen Kontext, nämlich den der Blogorrhoe, rücken.

    Wenn ich mir zudem angucke, welche Leute heutzutage Kabinettsposten bekleiden dürfen, dann ist Schramm als Aussenministerin keineswegs eine utopische Vorstellung. Sie benötigt nur die nötige Portion politisches Gespür, Machthunger und Skrupellosigkeit. An Visionen scheint es ihr schon jetzt nicht zu mangeln.

  53. […] Malte Welding: Julia Schramm und das Ende der Privatheit […]

  54. Scharfrichter

    Sobald Leute, wie Schramm die Richtung der Piratenpartei bestimmen, wird diese Partei untergehen – oder mit der Linken oder den Grünen fusionieren. Frau Schramm ist für mich genau so schlimm wie Frau von der Leyen. Keine Ahnung von nichts, aber mitteilungsbedürftig und machthungrig. Und sie will ja nur von allen geliebt werden, sie braucht das. Eine Frau die sich selbst „Privilegienmuschi“ nennt, ist für mich als Volksvertreterin unakzeptabel.

  55. Eine Kandidatur von solchen Spinnern wie der Schramm wäre ja nicht so schlimm, wenn die von den meisten Piraten einfach nicht ernst genommen würde. Leider ist das nicht der Fall, wenn man sich mal die Unterstützerliste auf der Kandidaturseite ansieht. Schlimm dass ausgerechnet die Mitglieder einer Partei, die mit konkreten Inhalten punkten wollten, auf derart inhaltsloses Geschwafel reinfallen. Und jegliche Kritik wird auch von ihren Unterstützern als Sexismus oder ähnliches abgetan.
    Fazit ist: Falls die Schramm tatsächlich gewählt werden sollte, ist die Piratenpartei nach ihren ganzen vergebenen Chancen endgültig dem Untergang geweiht.

  56. Das schlimmste fuer Leute wie Schramm oder Padeluun ist, wenn keiner mehr…..

  57. Der ansicht, dass der vorsitzende einer „13% partei“ als minister tauglich sein muss moechte ich widersprechen. Das faellt mir aber auch leicht, weil ich es jetzt und fuer die naechsten paar jahre kategorisch ablehnen wuerde, dass ein mitglied meiner partei ein ministeramt uebernimmt (gilt auf landesebenso wie im bund). Eine regierungsbeteiligung lehne ich ebenso ab. Eins nach dem anderen.

  58. Ich erfahre gerade, dass die Schwachsinnige doch recht deutlich am Parteivorsitz vorbeige-„Schrammt“ ist. Herzlichen Glückwunsch an die Piraten an dieser Stelle! Und wir können auf einen weiteren blödsinnigen Schramm Blogpost hoffen, über den wir uns köstlich amüsieren können…

  59. Danke für den Artikel!

  60. @Josh@_[°|°]_: Keinen Einwand :)

    lediglich eine Ergänzung, die auch einkalkuliert werden sollte: Politik hat auch was mit Verkaufen zu tun. Leider. Ob Frau Schramm das allerdings auf Dauer kann? Momentan wirkt sie ja ganz witzig. Aber wie lange hält das?

    In gewisser Weise gilt das natürlich auch für die Partei als Ganzes: Im Moment ist das ganz witzig, aber was, wenn die Wähler herausfinden, dass auch die Piraten nur mit Wasser kochen? Schaffen es die Piraten bis dahin, die Erkenntnis durchzusetzen, dass es nicht um Obrigkeitsgenerierte generöse Fertiglösungen geht, sondern um das gemeinsame Finden von neuen Wegen? Dass es des persönlichen Einsatzes jedes Einzelnen, ob Pirat oder nicht, bedarf, um den Karren noch aus dem Dreck zu ziehen? Sehr wahrscheinlich bedarf es sogar des ungeteilten Einsatzes einer Julia Schramm. Wir stecken derart tief in der Sch…, dass jeder Strohhalm willkommen ist.

  61. „Politik hat auch was mit Verkaufen zu tun.“

    Politik hat nichts mit verkaufen zu tun. Es sind vielmehr die unsäglichen ‚Persönlichkeiten‘ die meinen sie müssten sich verkaufen. Das ist aber keine Politik, sondern reine Ego-Show und Karrierestreben um Buchverträge (oder auch Berater- oder Aufsichtsratsjobs etc.) an Land zu ziehen.

    Andererseits scheint es ja genügend ‚Käufer‘ zu geben, die auf dieses ganze hohle („Strohhalm“) Gelaber abfahren und den Selbstdarstellern dann auch noch Kompetenz zusprechen. Oder auch noch solche, die – in welcher Umnachtungslage auch immer – den Figuren im Medienzirkus schmachtend und voller Bewunderung an den Lippen hängen. Wahrscheinlich träumen sie sich an deren Stelle. Anders ist mir dieser dümmliche Personenkult nicht zu erklären.

    Wenn im Politikzirkus etwas verkauft werden muss, dann sind das Inhalte. Aber die ‚verkauft‘ man besser auch nicht. Denn beim Verkaufen sind wir ganz schnell beim Bewerben -> nicht ganz wahreheitsgetreuen Anpreisen -> Verarschen — dank Kommunikationsberater und Pressesprecher und Fachkraft für Öffentlichkeitsarbeit. Sand in die Augen streuen, gescheit daherreden, präsent sein im Poststrukturalismus, Magister, Diplom, Doktortitel, Plagiatsvorwürfe. Der ewige ‚Eliten’kreislauf.

  62. Malte, du beschwerst dich, dass deine Kritik an Julia Schramm, anders als bei deinen Beispiele Wulff und Westerwelle, nicht als politische sondern persönliche Kritik aufgenommen wird. Du meinst das liegt an Julia Schramm, weil sie ihre Persönlichkeit nicht von der Politik trennt, als Mensch Anerkennung sucht? Tatsächlich liegt es aber an deiner Art des Kritisierens. In diesem ganzen Post ist kein Satz der Kritik an ihrer politischen Arbeit zu finden. Allesamt sind persönliche und meist wahrscheinlich auf bloßer Behauptung beruhender Angriffe auf die Person Julia Schramm. Dafür gibt es nunmal keine andere Bezeichnung als persönliche Abneigung.

  63. @nunatak
    1. politische Unzuverlässigkeit:
    Abkehr von Post-Privacy mit einer vagen Begründung, Änderung ihrer Haltung zum Feminismus
    (beides innerhalb von Wochen)
    2. Sowohl ihr Antifeminismus als auch ihr Eintreten für die Post-Privacy-Ideologie machen sie zu meiner politischen Gegnerin. Ihre Umkehr (die ich an sich befürworte) wirkt wenig glaubhaft.
    3. Ihre ungeschickten Äußerungen zum Holocaust stehen stellvertetend für ihr gesamtes politisches Verhalten, das dem sprichwörtlichen Elefanten im Porzellanladen gleicht.
    4. Wie man an ihrer Reaktion sowohl auf den FAZ-Artikel als auch auf den Text von Sanczny sieht, reagiert sie auf Kritik mit Verschwörungstheorien, nicht inhaltlich.

  64. Das ist ja auch in Ordnung. Es gibt nicht dagegen zu sagen inhaltliche Kritik an Julia Schramms politischer Arbeit und theoretischer Inkonsistenz zu üben. Ich hab mich selbst nicht so sehr damit auseinandergesetzt, sehe aber schon, dass es da einige Ungereimtheiten erkennen kann. Andererseits spricht es bei einer jungen Politikerin auch dafür, dass sie noch an der Theoriefindung ist und politische Standpunkte sich als Prozess entwickeln. Das ist dann wieder zu begrüßen.

    Mein Kommentar sollte auch nicht ausdrücken, dass Kritik unbegründet ist. Aber was du hier geschrieben hast geht einfach komplett gegen ihre Person und das ist falsch. Und vot allem darfst du dich dann auch nicht im ersten Absatz darüber echauffieren, dass sie als persönlicher Angriff aufgefasst wird. Denn genau stellt es dar. Wobei es natürlich trotzdem sein kann, dass Julia auch andere, sachliche Kritik als persönlichen Affront aufnimmt.

  65. Was die Reaktion angeht magst du Recht haben. Hab vorhin den Beitrag von Sanczny gelesen und sehe darin nichts persönliches gegen Julia Schramm, sondern völlig legitime Kritik an ihrer Positionierung. Darauf dann in der zitierten Weise zu reagieren ist bestimmt nicht sehr rühmlich.

  66. thelepathy (@thelepathy)

    @nunatak

    Ich unterstütze deine Kritik an diesem Beitrag.

    Zitat Malte Welding:

    „Julia Schramm wird die Jutta Ditfurth der Piraten. Und ich sage das nicht einmal wegen der optischen Ähnlichkeit. Sondern weil sie bis jetzt jedem Mitstreiter den Dolch in den Rücken gebohrt hat, sobald sich die Gelegenheit bot.“

    Derartige Ad hominem – Angriffe ohne Beleg sind natürlich nicht zweckdienlich, wenn man die politisch-inhaltlichen Schwächen (die unbestritten vorhanden sind) von Schramm aufgreifen will. Damit diskreditiert Welding sich selbst.

  67. Vielleicht muss ich ausholen: Ich behaupte, dass ich Julia Schramm nicht als Mensch angreife.
    Es ist jedoch bei den Piraten nicht unüblich, unbedingt als Mensch sichtbar sein zu wollen. Nun möchte wahrscheinlich auch mein Zahnarzt als Mensch wahrgenommen werden, dennoch beurteile ich ihn als Zahnarzt. Sage ich nun, dass er hektisch ist beim Spritzen, dann muss er sich zweifelsohne nicht als Mensch angegriffen fühlen.
    Sage ich jedoch, er erscheint mir inkompetent, dann befinden wir uns genau auf der Demarkationslinie: Ist das eine Kritik an ihm als Mensch oder als Zahnarzt? Und inwieweit hat diese Unterscheidung überhaupt Sinn? Natürlich bin ich der Meinung, dass mein Vorwurf der Inkompetenz nichts über den Zahnarzt als Vater, Hundebesitzer oder Kegelclubkassenwart aussagt. Er aber mag sich mit der Rolle des Arztes so weit indentifizieren, dass er die Kritik an dieser Rolle von sich nicht fernhalten kann.
    Gehen wir mal weg vom Zahnarzt: Stell dir vor, wir alle mögen Julia Schramm total gerne, weil sie so lustige Kinderbilder postet und mit 13 mal ganz lange im Krankenhaus lag und es dann soooo schwer hatte, wieder Anschluss zu finden, wir verehren sie also aufrichtig als Mensch. Und dann erklärt sie Polen den Krieg. Haben wir dann nicht einen inneren Konflikt? Wollen wir ihr nicht folgen, weil wir sie ja so gern haben?
    Oder umgekehrt: Sie macht fantastische Politik, ist aber gemein zu ihrem Mann, mag keine Hunde und spült auf öffentlichen Toiletten nie ab.
    Können wir sie trotzdem wählen?
    Der Politiker ist in einer öffentlichen Rolle, er trägt eine Maske. Diese Maske können wir mögen oder nicht, wir können aus ganz unfairen Gründen diese Maske abscheulich finden oder völlig irrational diese Maske mögen.
    Den Menschen: Den sollten wir nicht meinen.

  68. @thelepathy
    Das sagt ein ehemaliger Spackeria-Mitstreiter:
    https://twitter.com/#!/fasel/status/196184180810448896

  69. thelepathy (@thelepathy)

    @MalteWelding

    Frage:
    Kann deine Behauptung „Schramm habe bis jetzt jedem Mitstreiter den Dolch in den Rücken gebohrt, sobald sich die Gelegenheit bot“ allein auf die Politikerin abzielen oder schlägt sie nicht auch automatisch auf Schramm’s menschlichen Qualitäten durch?

    Ich behaupte, wer als Politiker unfaire Methoden anwendet bzw. wissend verabscheuungswürdigen Ideologien das Wort redet, der kann auch als Mensch keinen guten Charakter haben. Simple as that.

  70. […] Welding, der, nachdem er Julia eine „psychische Störung“ attestierte, nicht umhin kam, nun noch einmal nachzupfeffern. Wer einen Blog-Opa sucht, könnte ihn in den Kommentaren bei Malte Welding […]

  71. […] aktuell lustigste Geschichte zu den Piraten kann man hier und hier nachlesen. Interessant daran ist die Tatsache, dass die Piraten offenbar von vielen Menschen meiner […]

  72. Wo Rauch, da ist auch Feuer, oder wie war das. Natürlich kann ich die öffentliche Person nicht von der Privatperson trennen. Auch nicht, wenn ich sie persönlich kennen würde. Viel schlimmer noch, wenn eine Person sich in der Öffentlichkeit ganz anders darstellen würde, als sie dann im Privaten ist. Da läge die Frage nahe wozu sie das tut.

    Man ist gut beraten wenn man nicht alles was privat ist nach außen trägt. Die Geister, die ich rief usw. Aber man ist auch gut beraten wenn man das was man nach außen trägt auch (privat) vertreten kann.

    Was diverse 180-Grad-Wenden angeht, sehe ich das nicht als Weg zur Selbstfindung sondern als Fähnlein nach dem Wind drehen. Vielleicht ist das auch dem Transparenz-Post-Privacy-24/7-Medien-Zirkus geschuldet. Erst kommunizieren, dann genauer nachdenken, Hauptsache dabei sein scheint die Maxime zu sein. Dieser frönen wohl auch etablierte und mit Strategiepapieren ausgestattete Politiker, die den Piraten witzigerweise vorwerfen, nicht auf alles eine Antwort zu haben. Man sieht ja wohin das führt.

  73. http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/520609
    „Guttenberg ist unendlich eitel. Die bisherige Art der Kritik bestärkt ihn auf bizarre Weise noch in seiner Eitelkeit. Wie kann jemand, der so schön, so stark, so klug ist, so etwas tun? Wir haben die Antwort: Weil er eben eine Wurst ist. Eine biedere Wurst, die erstaunliche Ähnlichkeit mit Lothar Matthäus aufweist.“

    Das habe ich über Guttenberg gesagt: Niemand meinte damals, ich hätte wohl etwas persönlich gegen ihn. Nicht einmal er selbst hat getwittert oder gebloggt, dass Malte Welding voooooll gemein sei und er jetzt soooo traurig.
    Meine Fresse: Selbst Guttenberg hatte mehr Stil und mehr Verständnis von Kritik.

  74. […] FAZ — Piratin Julia Schramm: Wahlkampf einer digitalen SeeleMalte Welding — Julia Schramm und das Ende der Privatheit […]

  75. thelepathy (@thelepathy)

    @MalteWelding

    Mal davon abgesehen, dass ich eure Aktion gegen Guttenberg sehr kreativ und mindestens angemessen fand – sehe nur ich einen qualitativen Unterschied darin, ob man jemanden „eitel“ und eine „biedere Wurst“ nennt oder ob man einen anderen jemand mit dieser „Dolchstoß“-These angreift?

  76. Jetzt ist sie tatsächlich im Bundesvorstand. Ich gebe zu, die Gefahr unterschätzt zu haben. Hätten wir mal alle mehr auf Malte „Kassandra“ Welding gehört.

    Unterhaltsam dürfte das Ganze aber werden.

  77. @Malte, der Hauptunterschied ist wohl, dass Guttenberg einen Scheiss gab auf jegliche Kritik…

    Eines der Probleme von Schramm ist wohl, dass sie im Internet politisch wurde. Und zwar dem Internet das sie zuerst als Mittel zum Ausdruck ihrer Persönlichkeit entdeckt hatte. Sie will Politik ähnlich führen wie einen Blog. Ich könnte mir vorstellen, dass die Kritik auf ihrer politisch Meinung persönlicher nimmt als Beleidigungen.

  78. Bei aller berechtigten Kritik an der Person(alie) Schramm entsteht aber schon auch der Eindruck, dass da gewissermaßen einige „Meinungsführer“ im Netz versuchen, die Frau gezielt zu demontieren. Fefe hat sich gegen die Schramm positioniert, Don Alphonso arbeitet sich in seinen Blogs seit Monaten ihr ab, Malte Welding ätzt… und dann erscheint perfekt terminiert der wirklich gute und ziemlich vernichtende Artikel von Melanie Mühl im FAZ-Feuilleton. Ob da der kurze publizistische und wohl auch persönliche Draht eine Rolle gespielt hat, um Politik zu machen? Der CCC-Leute schreiben regelmäßig in der FAZ, Don Alphonso ist FAZ-Blogger und kennt die Mühl auch näher (zumindest pries er in seinem Blog ihr Buch mit Hinweis auf die persönliche Bekanntschaft an), Malte Welding war auch FAZ-Blogger. Ungewöhnlich an dem Artikel von Mühl ist nämlich, wie kleinteilig sie eine einzelne Kandidatin auseinander nimmt. Mit dem Material aus ihrem Blog und dem Podcast ist die Autorin dabei sicherlich von kundigen Quellen aus dem Netz versorgt worden ;-)

    Würden die Qualitätsmedien jeden Menschen auf der politischen (Neben-)Bühne mit solch detailliert recherchieren Nahaufnahme auf missglückte Formulierungen und zurecht gebogene autobiografische Anekdoten abklopfen, sähen vermutlich so einige alt aus… nur macht sich da sonst komischerweise keiner die Mühe, auch wenn es Minister sind – siehe Guttenberg.

  79. Na das fehlte noch. Ne Medienverschwörung. Wie bei Wulff. Dessen Frau soll ja angeblich auch ein Buch schreiben. Die Content-Mafia steckt dahinter :)

  80. thelepathy (@thelepathy)

    @mpet

    Offenbar nicht kundig genug, denn der Artikel enthält auch Fehler, wie zB die Behauptung im letzten Absatz, sie habe erst NACH Erscheinen des Artikels beim Tagesspiegel ihren Beitrag „Irrtum und Holocaust“ editiert.

    Ich finde, Christoph Kappes hat es in seinem Tweet über Mühl’s mittelmäßigen Artikel sehr schön auf den Punkt gebracht:

    „Vernichtende Absicht erkennt man an zwei Absätzen, dem ersten & dem letzten […]“

    Danke für das Aufzeigen von potenziellen persönlichen Verquickungen von Mühl. ;-)

  81. Ich habe einen Draht zu Melanie Mühl, weil ich da mal gebloggt habe?

  82. Der Grundtenor in diesem Artikel liest sich für mich so, dass es durchaus auch gut ist, auf Distanz zu gehen, auch wenn es natürlich eine tolle Errungenschaft des ganzen Socialmediagedöns ist, jederzeit mit allen kommunizieren zu können. Ist zumindest eine für mich sehr wichtige Erkenntnis geworden. Unterschwellig wird (und wurde vor allem) aufkommende Kritik gerne auch vorher versucht zu unterdrücken – Machtspiele eben.

    Es ist einfach auffällig, dass nur Julia Schramm ihre Person mit Piratenbezug derart vermarktet hat.

    Mein persönliches Experiment (bzw. die Erkenntnisse, die ich daraus gezogen habe): ich beobachte jemanden mal genauer beim Spiel mit den Medien und versuche so einen Karriereaufstieg zu verstehen, deckt sich mit dem Artikel von Melanie Mühl. Auch vieles was die Blogurgesteine dazu gesagt haben, scheint mir richtig. Aber auch hier gilt natürlich: Journalisten und Blogger sind ebenso mit Vorsicht zu genießen. Aber in diesem Fall kann ich ohne Bedenken vieles abnicken und finde auch die kleinteilige Kritik von Melanie Mühl gerechtfertigt.

  83. @B.Mat @27. April @21:07
    „Julia ist 26 Jahre jung. Sie kann und will nicht die politische Erfahrung einer Frau Merkel haben. Es geht um einen neuen Politikstil. Nicht mehr und nicht weniger. Den beherrscht sie.“

    Darum geht es doch gar nicht, B., ich glaube, Du vermengst hier unzulässigerweise „Stil“, „Können“, „Erfahrung“ und „Alter“. Kein Mensch verlangt von Schramm, daß sie derartiges, einlullendes Nullgequatsche drauf hat wie Mutti — das dürften die Wenigsten beherrschen, vielleicht mal ab von den einschlägigen, sogenannten „Granden“ aus SchwarzRotGeldGrün, wir alle kennen die. Und wir alle, so glaube ich schreiben zu dürfen, hassen das abgrundtief, jenes beliebige, rückgratlose Hängen des eigenen Fähnchens nach Lee. Was man allerdings erwarten können sollte, das ist — lies vielleicht den Blogpost nebst verlinkter Artikel nochmal — das eigenen Stehen zu dem, was man selbst — hier: Julia Schramm — ohne Not, ohne Verhör, ohne Folter zum Besten gegeben hat, bestenfalls, NACHDEM man — hier: Julia Schramm — dies DURCHDACHT hat. Genau daran mangelt es — hier: Julia Schramm — arg, um nicht zu schreiben, krass.

    „Politikstil“, wie Du es euphemistisch nennst, ist nicht, das eigenen Gequake nach belieben umzuinterpretieren, wenn Zeitung A aus dieser Richtung plärrt, Zeitung B aus jener, und Blogpost C aus einer anderen. Mit 26 sollte — besser: muss — man das drauf haben, also eigene, halbwegs gefestigte, mindestens durchdachte Positionen. Schramm hat das nicht, was exakt 0,0 mit „Stil“ zu tun hat.

    @Julius @27. April @14:59
    „Ich gebe der heutigen Universitätslandschaft die Schuld.“

    Ich knüpfe daran an und erweitere es um Kita-, Kindergarten- und Schullandschaft. Wenn in europäischen Gesellschaften (Österreich, Dänemark, Polen, Schweiz, in Bundesländern Schleswig-Holstein, NRW, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, etc. pp.) das Niveau von Aufnahme-/ Abschluss-Prüfungen umfangreich gesenkt wird, um Genderquoten zu erfüllen, dann stimmt nach allen Regeln der Kunst etwas nicht, und zwar grundsätzlich nicht.

    @Michael @28. April @08:28
    „Also ich find Muschis gut.“

    Welcher Hetero und welche Lesbe nicht? =;-)

    @Siegfried @29. April @11:09
    „Politik hat auch was mit Verkaufen zu tun. Leider. Ob Frau Schramm das allerdings auf Dauer kann? Momentan wirkt sie ja ganz witzig. Aber wie lange hält das?“

    D’accord, Politik ist (auch) Verkaufen. Was allerdings ist davon zu halten, wenn der Verkäufer — hier: Julia Schramm — am Montag in der Fußgängerzone verzapft „Ey geil, diese Pfanne ist voll fett mit einem Abfallprodukt aus der Raumfahrt überzogen“, am Dienstag dann aber „Raumfahrt ist voll Scheisse, hier auf der Erde haben wir genug Probleme“, am Mittwoch „Boah ey, das allerbeste Gebrutzel geht mit gußeisernem Wok“, und am Wochende den Verkaufsstand abbaut mit den Worten „Was interessiert mich mein Bullshitbingo dieser Woche, ich esse ausschließlich Döner von meinem Haustürken!“

  84. genderquote bei der aufnahmeprüfung in den kindergarten …. Ich glaube, meine Rassel quietscht ….

  85. Wir beglückwünschen den Doubleday Verlag zur Wahl von Julia Schramm als Werbeträgerin im Bundesvorstand der Berliner Piratenpartei.

  86. @ luzy @29. April @19:47
    Freu‘ Dich, nicht im Hochtaunuskreis zu wohnen und zu leben, dort, wo der „gesettelte“ Grüne aus der Frankfurt/Main-Umgebung sein Auskommen gefunden hat.

    Hab‘ mir allerdings sagen lassen, daß sowas auch in ähnlich vergleichbaren, ebenfalls einkommensstarken Gegenden in diesem Land Usus ist; was nicht passt, wird passend gemacht.

  87. @dllxllb: Leider hat Politik doch (auch) mit Verkaufen zu tun. In der Theorie ist die Praxis immer anders. Hätten wir eine ideale Gesellschaft, müsste Politik nicht verkauft werden. mehr noch: Dann bräuchten wir weder Piraten noch Politik. Durchaus wünschenswert, leider derzeit nicht in Sicht. Deshalb müssen nicht nur Inhalte verkauft werden, sondern auch Persönlichkeiten, die diese Inhalte repräsentieren. Das ist so lange in Ordnung, wie das dazu dient, die richtigen Inhalte durchzusetzen. Das ist dann nicht mehr in Ordnung, wenn das dazu dient, die Macht um der Macht willen zu erhalten.

    @Josh@_[°|°]_: Wie gesagt, eine Zeit lang wirkt das ganz witzig. Und es erzeugt Aufmerksamkeit. So lange eine Partei dabei unter der 5% Hürde bleibt, kann das sogar nützlich sein. Aber dieser Witz des Neuartigen ist irgendwann aufgebraucht. Und wenn eine Partei bei 13% ist, und damit zu einer „echten Gefahr“ für die etablierten Parteien wird, dann ist eine Frau Schramm politisch leider nicht mehr witzig, sondern eine Steilvorlage für die Konkurrenz. Den Punkt erreichen wir gerade. Noch wissen die Etablierten nicht, wie sie damit umgehen sollen. Noch wird vermutet, dass es sich hier einfach um die Standardsprache der „digital Natives“ handelt. Einfach, weil die Etablierten keine Ahnung von der Materie haben. Aber das ist gerade dabei, sich zu ändern. Keine Ahnung, wie viel Zeit den Piraten noch bleibt.

    Andererseits finde ich es durchaus gut, dass in dieser Partei auch „Spinner“ einen Platz haben. Das meine ich ernst. Spinner, egal welcher Art, sind notwendig für eine Partei, um politisch gesund zu bleiben und nicht so schnell in die Fehler der Etablierten zu verfallen.

  88. @Siegfried @29. April @20:08
    „Andererseits finde ich es durchaus gut, dass in dieser Partei auch “Spinner” einen Platz haben. Das meine ich ernst. Spinner, egal welcher Art, […]“

    Hier rennst Du bei mir offenen Türen ein, ich sehe, empfinde und denke exakt so wie Du. Kontroversen, das Beleuchten, Betrachten und Erkennen von (mindestens) zwei Seiten einer Medaille sind nötig, um Grips zu entwickeln & zu pflegen.

    „Noch wird vermutet, dass es sich hier einfach um die Standardsprache der “digital Natives” handelt. Einfach, weil die Etablierten keine Ahnung von der Materie haben. Aber das ist gerade dabei, sich zu ändern.“

    Ich glaube, damit machst Du Dir etwas vor: Sowohl bei den Roten, als auch den Schwarzen/ Gelben/ Grünen gibt und gab es Leute, die mehr als die Maus durch die Gegend schubsen können; nicht zuletzt im Hinblick auf Schramm und die junge Fachverkäuferin aus dem Saarland sei bemerkt, daß es sich bei „Neue-Medien-Kompetenz“ um ein selbst beweihräucherndes, sich selbst bauchpinselndes Klischee handelt/e — der Parteitag in Offenbach hat mir als involviertem Netzwerkfuzzi die Augen geöffnet, bei uns gibt es ebenso viele Ahnungslose, halt „besser“, telegener verpackt. Die sogenannten „digital natives“ haben weit weniger drauf, als „wir“ und die Medien wahrhaben möchten.

    Wie auch immer, unreflektiertes Mediengelaber wie eben jenes „digital natives“, „shitstorm“ (gerade heftig angesagt, wie du sicherlich weißt), das unsäglich dumme „post-privacy“, getwitter hier, gefacebook da, das darf und kann nicht alles gewesen sein, was wir dem geneigeten, interessierten Alternativensucher anbieten.

    Eben jener, der gedachte Alternativensucher, der stolpert über solcher Sachen, wie sie Julia Schramm wie sauer Bier verramscht; was nicht gut ist und uns mittel- bis langfristig schadet. Denn wir Piraten sind und sollten uns nicht nur als 10-Finger-Tipper begreifen — was die Allermeisten trauerigerweise wohl nicht können –, sondern als Alternativlose, die mit dem bestehenden, korrupten, klüngelverseuchten, Recht beugenden, teils verfassungswidrigen Kroppzeug aufräumen.

    ’n Abend. (geh‘ jetzt zum Grillen, deshalb off =;->).

  89. @Siegfried: Das sind ja ganz nette Thesen. Da kann ich ganz locker dagegen setzen dass wir eine idealere Gesellschaft hätten, wenn nicht ständig macht- und karrieregeile Berufspolitiker ihre Fähnlein in den Wind hängen würden. Denn es ist ja wohl klar dass es momentan nur marginal um Inhalte geht. Dafür aber in allererster Linie um Machterhalt/-gewinn, Umfrageergebnisse und schwammig gewordene Markenwerte. Da wird dann repliziert und verkauft was taktisch ins strategische Bild vom Machterhalt passt.
    Das ist einer der Gründe warum wir in einer Gesellschaft leben, die weit weg ist von Idealen die diese Bezeichnung verdient hätten. Das ist einer der Gründe warum die Leute die Nase voll haben von Politik. Das ist einer der Gründe warum die Piraten Erfolg hatten. Ob sie den weiterhin haben werden, bleibt abzuwarten.

    Wer sich verkaufende Persönlichkeiten haben will, der soll dahin gehen wo man das für nen Fuffi oder mehr in der Stunde haben kann (zum Beispiel auf nem Konzert) und nicht die ganze Gesellschaft damit zumüllen.

  90. thelepathy (@thelepathy)

    Leider offtopic. ;-)

    @Siegfried

    Der dauerhafte Erfolg der Piraten bei bestimmten Wählergruppen, die unzufrieden mit der Politik der Etablierten sind, führt meines Erachtens, nur über an fundierte Inhalten und solidarischen Werten orientierte Politik.
    Dabei unterliegen sie natürlich, sobald sie die Bühne der Politik betreten, den gleichen demokratieschädlichen Einflüssen, wie andere Parteien.
    Wenn sie sich an das System anpassen und es sich nicht zur Aufgabe machen, diese Mechanismen nachhaltig zu verändern, werden sie aus meiner Sicht über kurz oder lang an Charme verlieren und zu einer gewöhnlichen Klientelpartei werden.

    Deine „Spinner-These“ finde ich irgendwie faszinierend. Versuche das mal auf etablierte Parteien, wie zB die FDP, anzuwenden. :D

  91. […] auf, dass es nicht Julia Schramm, die Jutta Dittfurth der Piraten, geworden ist. Melanie Mühl und Malte Welding, auf dessen Mist die Dittfurth 2.0 gewachsen ist, […]

  92. @Josh@_[°|°]_: Hmmm, dass es natürlich überall, selbst bei der CDU, Fachleute gibt, die mehr als Mäuse schubsen können, sehe ich ein. Ist aber meines Wissens nach noch nicht im Mainstream angekommen. Aber diese Ansicht beruht nur auf meinen eigenen Beobachtungen. Kann sein, dass Du da mehr Einblick hast. Um so wichtiger wird es, eine Anhäufung von gehypten Schlagworten zu ersetzen durch richtigen Inhalt. Wobei hier der Unterschied der Piraten zu den Etablierten sein sollte, dass nicht „Plan 27b“ aus dem Hut gezaubert wird, sondern dass in großer Offenheit gemeinsam nach bestmöglichen Lösungen gesucht wird. Das würde, zumindest theoretisch, durchaus eine Mitarbeit bei den Etableirten einschließen. Dass die Piraten einen eigenen Weg gehen, liegt ja wohl eher daran, dass es eben nicht anders geht. „Politik aus Notwehr“ ist da ein zutreffendes Bonmot.

    @dllxllb: Das Verkaufen ist notwendig, um die Trägheit der Menschen zu überwinden. Das ist nun mal so. Die Frage ist nur, was Du letztendlich verkaufst. Wenn Du Inhalte verkaufst, die dem Wohl Aller (oder der allermeisten) dienen, dann ist das in Ordnung. Wenn Du Worthülsen verkaufst, um den eigenen Machterhalt zu sichern, dann ist das nicht in Ordnung. Das Problem ist nicht das Verkaufen, sondern Motivation und Ziel dahinter.

    Dabei gehe ich hier noch einen Schritt weiter: Es ist nicht nur wichtig, die Problemzonen zu benennen („dagegen…“), sondern Alternativen zu konstruieren und anzubieten. In diesem Punkt ist die politische Landschaft zur Zeit recht interessant. Die Etablierten haben keine Alternativen. Nicht umsonst ist das Wort „alternativlos“ Unwort des Jahres. Aber sie zaubern eine Luftblase nach der anderen aus dem Hut. Die Piraten haben diese Frage sozusagen auf eine Metaebene verschoben: „Wir haben keine Lösung, aber wir wollen (gemeinsam) eine finden“. Das wirkt ehrlich (und ist hoffentlich auch so gemeint) und kommt deshalb an. Diese Ehrlichkeit, zusammen mit dem Willen, das Leben Aller (nicht nur der Lobbyisten und deren Auftraggeber) zu verbessern, das ist es, was die Piraten verkaufen. Ich sehe die Piraten daher nicht als Internetpartei, sondern als Bürgerrechtspartei.

    @Thelepathy: Weitgehend Zustimmung. 2 Ergänzungen:
    1. Die Inhalte sind wichtig und sind Voraussetzung. Aber diese Inhalte müssen auch durch Persönlichkeiten repräsentiert werden (Verkauf). Wichtig hierbei ist, dass es dabei nicht darum gehen darf, die Piraten an die Macht zu bringen, sondern darum, diese Inhalte zum Wohl Aller durchzusetzen.
    2. Der Charm der Piraten entsteht weitgehend dadurch, dass sie einerseits offen zugeben, auch keine Patentrezepte zu haben, und andererseits gewillt sind, gemeinsam mit allen Bürgern nach Lösungen zu suchen. Das nenne ich mal basisdemokratisch. Da entwickelt sich so langsam so ein Gefühl von „wir können vielleicht doch was ändern“ bei der Bevölkerung. Nicht „die da oben werden schon wissen, was richtig ist“, sondern „wir machen das jetzt selber“. Das ist gut so.

    Zu den „Spinnern“ in der Partei. Selbst, wenn das so ist, das Frau Schramm Worthülsen verkauft, so hat dies doch dazu geführt, dass die Piraten besser Position bezogen haben. Durch die Diskussion über Frau Schramm wurde die eigene Position gefestigt und das eigene Profil geschärft. Da die Grenze zum „bloßen Machterhalt“ schnell überschritten ist, war das, denke ich, ganz gut so. So gesehen ist sie sogar wertvoll für die Piraten. Ob Sowas in der FDP möglich wäre, interessiert mich persönlich eher weniger :)

  93. Bin übrigens gerade über einen interessanten Artikel gestolpert: http://www.tagesschau.de/kommentar/piratenparteitag102.html

    Ist nicht Alles richtig, was da steht. Aber es enthält doch eine ganze Menge Wahrheit.

  94. scheiße, hast du mir das mädel interessant gemacht, hatte bis jetzt noch gar nichts über sie gehört. also für mich persönlich klingt sie nach einer sehr interessanten person. ich find politiker, die alle zwei wochen ihre meinungen wechseln, davon solltes mehr geben. ist viel authentischer. meinungen sind halt dazu da, sie zu ändern. fortlaufend. immer wieder.

  95. Ich verstehe nicht, was daran authentisch sein soll, wenn Politiker ihre Meinungen ändern, wenn sie es gerade brauchen. Welche „neuen“ Argumente haben Frau Schramm denn zu einer Abkehr ihrer Meinung bewegt? Natürlich kann auch mal ein Politiker seine Meinung ändern, das sollte aber durch ein konstistentes Weltbild recht selten ergeben und dann auch sinnvoll nachvollziehbar.

  96. Bestes Politikermaterial: Uninformiert, pseudogebildet, eingebilded, laut, dumm, eine Frau, polemisch, Wendehals. Die Piraten sollten dieses Weib behalten, nicht dass die unter der nächsten CDUjunta einen Ministerposten bekommt. Familien- oder Arbeitsministerin zum Beispiel.

  97. edit malte welding: man kann den Schwachsinn auch übertreiben

  98. Bez. Meinung ändern: Das ist vollkommen in Ordnung. Unser Kopf ist rund, damit unsere Gedanken auch mal die Richtung ändern können. Lernfähigkeit stünde jedem Politiker gut zu Gesicht.

    Wenn das mit dem Meinung ändern aber darauf hinausläuft, bez. Biographie jeden Tag eine neue Version zu erfinden, und je nach Gesprächspartner und/oder Umstände Ansichten zu wichtigen Themen mal eben um 180° zu drehen, dann fühlt sich das entweder nach „Mäntelchen in den Wind hängen“ an, oder nach Ahnungslosigkeit. Ersteres ist schlimm und gehört nicht in eine ehrliche Partei, Letzteres ist dann nicht weiter schlimm, wenn man offen zu seiner Ahnungslosigkeit steht und bereit ist, zu lernen.

    So, und nu is Schluss für heute. Heute Abend ist „Tanz in den Mai“.

  99. @Heisetroll,
    knapp die Hälfte der Piraten auf dem BPT wollten sie auch nicht: http://wiki.piratenpartei.de/Bundesparteitag_2012.1/Wahlergebnisse/Bundesvorstand

  100. @Siegfried 30. April 2012 um 09:38

    Die „Trägheit der Menschen […] überwinden“. Die ‚Dummheit‘ ausnutzen, sollte es wohl heißen. Vielleicht nochmal meinen ersten Kommentar (und die folgenden gleich mit) durchlesen. Das Verkaufen ist das Problem. Weil es Inhalte zu gunsten der Motivation (Ziel: Verkauf im Machtkontext) konstruiert und pervertiert. „Das ist nun mal so“. Und eben genau die Schwächen ausnutzt, die die Menschen haben könnten; damit einige wenige ihre Ziele durchsetzen können. Jeder Großkonzern agiert genau so mit den (bald) zum Verkauf stehenden Inhalten, i.e. Produkten.

    „Dabei gehe ich hier noch einen Schritt weiter: Es ist nicht nur wichtig, die Problemzonen zu benennen (“dagegen…”), sondern Alternativen zu konstruieren und anzubieten. In diesem Punkt ist die politische Landschaft zur Zeit recht interessant.“

    Mein Gott, noch einen Schritt weiter. Konstruieren und anbieten. Die Etablierten bieten aus ihrer Motivation heraus keine Alternativen an. Es gibt nämlich immer Alternativen. Die sind einfach da. Die müssen gar nicht konstruiert werden. Die Begründung für alternativlose Beschlüsse dagegen schon. Aber ‚a principle is only a principle if it costs you money‘. Schon mal gehört? Da ist man dann besser wischi-waschi profillos weil man alle mitnehmen will (natürlich und vor allem sich selbst) und redet nicht viel darüber (genauso wenig wie über das Lobbyregister oder Anti-Korruptionsverträge) und wenn, dann ist eben alles alternativlos und sowieso das beste für den Wirtschaftsstandort. Experten behaupten das. Und Statistiken beweisen es. Aber bekanntlich traut man denen besser eh nur wenn man sie selbst manipuliert hat. Wahlkampf (i.e. der totale Verkauf) ist immer. Und der Weitblick fehlt sowieso. Von Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung gegenüber ganz zu schweigen. Betreuungsgeld. KiTa-Plätze. Frauenquote. Atomausstieg. EEG. VDS. ACTA. LSR. Hartz4. Waffenexporte. Die Liste ist länger, aber ich will mal den Blog nicht vollspammen.

    Die Piraten haben nichts auf neue Metaebenen gehoben sondern den ganzen shice auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Fragt sich nur wie lang das noch so bleibt. Ich hoffe noch länger. Die Piraten sehe ich momentan auch als Bürgerrechtspartei. Als erstes weil sie den Bürgern das Recht zur Mitbestimmung einräumt. Das wäre schonmal Grundvoraussetzung in einer Demokratie. Aber wenn ich sehe dass man Schramm – wenn auch nur als Beisitzerin (und wahrscheinlich so “awww, in so vielen Wahlen abgelosed <3 die Arme <3 <3 #flauscht doch mal alle die Feministin <3'') – in den BuVo gewählt hat, frag ich mich so einiges… Wahrscheinlich doch mehrheitlich kapitalistisch Medien-geschädigt.

    Zum Thema Inhalte: http://youtu.be/muFEw3ZWQr4

    Viel Spaß beim Tanz in den Mai und nicht betrunken ins Feuer fallen.

  101. @Malte Du hast mich nach meinem kritischen Tweet gestern offenbar auf Twitter blockiert. Gibt es irgendeine Möglichkeit dich dazu zu bringen das rückgängig zu machen? Ich habe wenig Lust mich immer auszuloggen nur um deine Tweets zu lesen…

    Was ich mit dem „Stalkingvorwurf“ als Antwort auf deinen Tweet ausdrücken wollte war mein Unbhagen darüber, dass du in einem wohl zufällig gefundenen Video zu irgendeinem Thema Julia Schramm eines ihrer/deiner Satzungeheuer stottern siehst und dir dann nicht zu blöde bist das mit perfekter Zeiteinstellung auf Twitter an den Pranger zu stellen. Dein hämische Kommentar impliziert zudem, sie bewerte das Video als persönlichen Angriff. Du projiezierst deine Vorstellungen (Satzungeheuer, nicht kritikfähig, nimmt alles persönlich) auf sie und willst das dann offenbar als Argument verwenden.
    Dasselbe Unbehagen beschlich mich als du in der Kommentarspalte unter dem unrühmlichen Podcast, aus altem Blogpost und Tweet ein psychisches Problem konstruiert hast.
    http://wir.muessenreden.de/2012/03/21/wmr-38-kabale-und-liebe/#comment-1774
    (Um Post und den Tweet zu finden hast du dich in meiner Vorstellung an ihrem gesamten Blog und ihrem Twitter abgerackert, ich mag mich da täuschen).

    Dass man dich häufig fragt was du denn gegen Julia Schramm hast könnte, (wilde Hypothese!) unter Umständen nicht an Julia Schramms Politikverständnis liegen sondern daran, dass du von Beginn weg Julia Schramm persönlich attackiert hast. Daran ändert auch dein ‚Canossa‘ nichts (das ich aber sehr bewundert habe).

    In deinem obigen Post tust du das wieder: Mit einem rethorischem Steigbügel (Parteivorsitzende müssen ministertauglich sein, Minister müssen glaubwürdig sein und glaubwürdig ist ja fast dasselbe wie schon immer der gleichen Meinung) erargumentierst du dir das Recht auf Ihre Persönlichkeit zu fokussieren und was dann kommt sind ironischerweise nicht Argumente sondern die volle Breite Worthülsen, Klischees und Oberflächlichkeiten.

    Ihr halbkorrekte Redewendungen und Smileys vorzuwerfen ist in dem Sinne nicht fair als dass man sowas in gesprochener Sprache verzeiht (bzw. Emotionen). Als digital native scheint sie über Internetkommentare etwa soviel nachzudenken wie über Kommentare im realen Leben. Das ist genau so lange kein Problem bis jemand kommt und es absichtlich gegen sie verwendet.

    Beachte bitte zudem ihre Antwort auf den FAZ Artikel in ihrem Blog.

    Das ist wohl das eigentliche Problem mit der Post-Privacy: Dank alten Blogposts, Tweets und Photos kann man über jeden alles behaupten und das sogar beweisen.

  102. @Eipa
    Kritik an jemandem wie Julia Schramm, die gerade noch anti-feministische Klischees verbreitet hat („manche feministinnen ertragen es nur nicht, wenn man männer mag ;“, „Und das geht an alle radikalen FeministInnen: Ich mag Männer! :0)“ – Sanczny kommt dabei zu dem Schluss, es handele sich um „eine Feminismus-Strömung, die konservativ und heterosexistisch ist, und Feminismus neben Antifeminismus vertritt“), und mit derselben Inbrunst wie auf dem Feminismus auf den Datenschutz eingedroschen hat, mit sexualisierter Gewalt (Stalking) in einen Zusammenhang zu bringen, verharmlost sexualisierte Gewalt.
    Ich werde dich daher weiterhin blockieren.

    Die Verlinkung des Videos in dieser Form kann ich dir begründen: Erstens hat Julia Schramm gerade mit ihrer Erfahrung im Umgang mit den Medien geprahlt. Zweitens ist Schramms Behauptung „Die Redakteurin hat (auch wenn es ohne mein Wissen geschah und ich erst später davon erfuhr) das Gespräch mitgeschnitten. Ich könnte durchaus damit leben, dass dieser Gesprächsmitschnitt unbearbeitet veröffentlich wird, damit man jede meiner Aussagen im Original-Wortlaut nachvollziehen kann. Dann würden sich einige der Fragen auch gleich erledigen.“ von der FAZ ausdrücklich zurückgewiesen worden.
    „Julia Schramm, die für dieses „Post-edit-Verfahren“ bekannt ist und gerne – auch im Umgang mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – suggeriert, Zitate seien nicht autorisiert worden“ – einem Vorstandsmitglied der Piraten wird also von einer der führenden deutschen Zeitungen unterstellt zu lügen. Das ist ein Vorgang, der politische Brisanz hat.

    Was ich dir zugestehen muss: Mehr Dankesmails als von Piraten habe ich tatsächlich nur von Leuten erhalten, die Julia Schramm persönlich kennen.
    Vielleicht täusche ich mich und man kann am Ende öffentliche Figur und Persönlichkeit doch nicht so gut auseinanderhalten.
    Gute Nacht.

  103. @dllxllb: ich glaube, wir reden aneinander vorbei :) Gegen verkaufen im Machtkontext habe ich die gleichen Vorbehalte (um es mal höflich auszudrücken). Aber Verkaufen geht auch ohne Machtkontext.

    Allerdings denke ich, das wird eine vom eigentlichen Thema abweichende Grundsatzdiskussion. Sollen wir uns für ein Andermal aufheben.

    Danke für die guten Wünsche zum 1.Mai :)

  104. Vielen Dank für die Zitatflut, ich hatte beide Artikel gelesen. Im Unterschied zu dir haben Sanczny und FAZ einleuchtende Argumente während du nur Sanczny, FAZ und hübsch formulierte Beleidigungen vorbringst.

    Sexuelle Gewalt: Willst du damit sagen, dass die Verharmlosung sexueller Gewalt in Ordung wäre, wenn ich Stalking im Zusammenhang eines Kritikers einer wahren Feministin erwähnt hätte? Oder dass es sich dann nicht um eine solche Verharmlosung gehandelt hätte? Der Vorwurf von Stalking hat aber offensichtlich das Potential deine Gefühle zu verletzen…

    Zum Video: Sogar der FAZ-Artikel erwähnt ihre feste Stimme und Präsenz vor der Kamera. Du kannst es ihr doch nicht ernsthaft als fehlende Medienkomptenz anrechnen wenn sie einmal den Faden verliert?! Wohlbemerkt will ich damit nicht sagen sie gehe geschickt mit Medien um.

    Lustigerweise scheinst du trotzdem Recht zu haben was ihre Person angeht.

  105. […] Malte Welding über Julia Schramm’s Ende der Privatheit […]

  106. […] Julia Schramm und das Ende der Privatheit […]

  107. […] bestreiten – und hat auch niemand bestritten. Aber es kam auch wenig überraschend (und ist an anderer Stelle schon vorausschauend thematisiert worden), dass Julia Schramm, Vielsprecherin der Piraten, die den […]

  108. Julia Schramm lässt sich im Deutschlandfunk auseinandernehmen (und bestätigt bei dieser Gelegenheit noch mal alle Kritikpunkte):
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturgespraech/1753669/

  109. Villeicht repräsentiert unsere Priviledigenmuschi ja einen neuen Typ der Meindungsbildung im politischen Prozeß: Erstmal mit ner Meinung anfangen, dann sehen, wie die anderen reagieren, und dann ggf. anpassen (oder das Gegenteil behaupten). Macht Merkel-Mädchen nicht viel anders, wohl nur ein bisschen diskreter.
    doc