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Apr 09

Wissenschaftlich erwiesen: Wer das Internet nutzt, der hat kein Leben

Das Internet ist nur die Ersatzbefriedigung dafür, dass man tatsächlich keine Aufgaben und keine verlässlichen Beziehungen hat. Wer sich im realen Leben nicht in einer vertrauten Gemeinschaft entfalten kann, der versucht es eben in einer virtuellen Welt. Übrigens ist die einzige Beziehungsform zwischen Menschen, in der beide Partner das Gefühl haben, eng verbunden zu sein und gleichzeitig frei wachsen zu dürfen, die Liebe. In einer immer liebloser werdenden Welt brauchen die Menschen immer mehr Ersatzbefriedigung.

Das sagt der Neurobiologe Gerald Hüther in der Süddeutschen Zeitung. Er erläutert weiter, “dass Menschen, die sich im realen Leben in Beziehungen geborgen fühlen und Herausforderungen annehmen” das Internet lediglich als Informationsmedium nutzen.

Unterhaltung braucht jemand, dem etwas fehlt. Eine Gesellschaft, die immer mehr junge Leute unter Bedingungen aufzieht, die frustrieren und unbefriedigte Bedürfnisse erzeugen, produziert die besten Kunden für elektronische Medien.

Welche Gesellschaftsform in der Geschichte der Menschheit hat junge Leute nicht frustriert und in ihnen nicht unbefriedigte Bedürfnisse erzeugt? Legt nicht schon Höhlenmalerei Zeugnis ab über die frustrierte felltragende Jugend, die sich lieber scharfe Rundungen auf Felswänden anschaute, als selbst in die nächstgelegene Höhle zu ziehen und sich ein Weib an den Haaren in den eigenen Bau zu ziehen?
War Jagdzauber nicht bloß eine schale Ersatzbefriedigung für echte Büffel?

Ist am Winnetouleser ein zufriedener Skalpierer verloren gegangen?
War Ovid ein vereinsamter Onanist, sind die Bayreuthpilgerer auf heimlicher Suche nach echtem Drachentöten?

Und ist Neurobiologie nicht fad, wenn man auch in trauter Runde gemeinsam ein schönes Hirn essen könnte?