28
Sep 10

Papas Staatskino ist tot: Hamburger Manifest von Klaus Lemke – Protest gegen das Filmfest 2010

ICH FORDERE INNOVATION STATT SUBVENTION. ICH FORDERE DAS ENDE JEDWEDER FILMFÖRDERUNG AUS STEUERMITTELN. DER STAAT SOLL SEINE GRIFFELN AUS DEM FILM ENDLICH WIEDER RAUSNEHMEN.
13 JAHRE STAATSKINO UNTER ADOLF UND DIE LETZTEN 40 JAHRE STAATLICHER FILMFÖRDERUNG HABEN DAZU GEFÜHRT, DASS DER DEUTSCHE FILM SCHON IN DEN SIEBZIGERJAHREN AUF KLASSENFAHRT IN DER TOSKANA HÄNGENBLIEB; DASS AUS REGISSEUREN SOFT SKILLS-KASTRATEN UND AUS PRODUZENTEN VEREDELUNGSJUNKIES WURDEN.
WIR BAUEN DIE SCHÖNSTEN AUTOS.
WIR HABEN DIE SCHÖNSTEN FRAUEN.
ABER UNSERE FILME SIND WIE GRABSTEINE.
BRAV. BANAL. BEGÜTIGEND. GOETHEINSTITUT.
ABER FILM IST KEINE AUSSTERBENDE TIERART. FILM IST AUCH KEIN INTELLIGENZBESCHLEUNIGER. FILM MUSS NOCH NICHT MAL GUT SEIN.
FILM MUSS NUR WIRKEN.
DAS TUT DER DEUTSCHE FILM SCHON LANGE NICHT MEHR.
RETTUNG KANN ALLEIN VON OMAS HÄUSCHEN KOMMEN, DAS MAN HEIMLICH BEI DER BANK BELEIHT. DENN NUR FÜR DAS EIGENE GELD LOHNT ES SICH NACHZUDENKEN – WENN ES IN GEFAHR IST. UND GELD
BEIM FILM IST IMMER IN GEFAHR. OHNE DAS WIRDS NICHTS.
GELD VOM STAAT IST IMMER EIN TRITT GEGEN DIE EIGENE KREATIVITÄT. VOR EIN PAAR WOCHEN WURDE KLAMMHEIMLICH DIE ENGLISCHE FILMFÖRDERUNG EINGESTELLT – DIE EINZIG ERFOLGREICHE IN EUROPA. ABER EBEN AUCH VOLLKOMMEN UNNÖTIG. DER FÖRDERWAHN FÜHRTE DEN ENGLISCHEN FILM INS NIRVANA. ACH DIESE ENGLÄNDER! ES GIBT NOCH HELDEN. BEI UNS NUR EINEN: DOMINIK GRAF. WÜRDE MAN JEDE FILMFÖRDERUNG AUS STEUERMITTELN ÜBER NACHT EINSTELLEN – WIR WÄREN IN ZWEI JAHREN DAS KREATIVSTE FILMLAND IN EUROPA UND EINE ECHTE KONKURRENZ ZU HOLLYWOOD. WEITER SO WIE JETZT BLEIBEN WIR DIE TOPLANGWEILER WELTWEIT. DER DEUTSCHE FILM GEHÖRT ENDLICH BEFREIT AUS DEN GEFÄNGNISSEN DER FFA. NO PAIN. NO SPAIN. LEMKE.


14
Sep 10

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Young Money “Roger That” Music Video from KB on Vimeo.


13
Sep 10

Nehmen Sie sich ein Leben!

Der Mensch ist ein soziales Wesen, heißt es. Ich glaube, dass ich trotzdem ein Mensch bin. Meine Lebensqualität verhält sich nicht einfach antiproportional zur Zahl der außer mir den Raum bevölkernden Menschen, die Kurve sinkt erst dann dramatisch, wenn diese zu vielen Menschen auch noch mit mir in Kontakt treten. Meinem Bedürfnis nach Abgeschiedenheit kann ich in einem überfüllten Chatroom genauso gut nachkommen wie in einem überfüllten Club, ich könnte – wenigstens in der Theorie- einen ganzen Tag bei Facebook herumhängen, ohne mich behelligt zu fühlen.

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06
Sep 10

Das Netz ist gar keine Droge

Ich spreche bei exzessivem Gebrauch von Internet, Handy und selbst beim ständigen Daddeln von Online-Rollenspielen nicht gern von Sucht. Der Begriff Sucht ist in diesem Zusammenhang RTL-Sprache. Er ist nicht nur medizinisch veraltet, er rückt auch etwas, das eher ein Fehlverhalten ist, in die Nähe einer Drogenabhängigkeit und macht somit am Ende harmlose technische Errungenschaften zu mit Vorsicht zu genießenden Suchtmitteln, deren Gebrauch strengstens kontrolliert werden muss.

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06
Sep 10

Was es zu Sarrazin zu sagen gibt

Bild: Michaela von Aichberger nach einer Idee von mir