25
Mai 10

Icke & Er: Meine Stars

Gut, dass es im Internet keine Stars gibt. Braucht hier auch keiner.

via Andreas


22
Mai 10

The Empire strikes back (1950)

Öffnen Sie Ihren Mund und dann bitte “Aaah!” sagen.


17
Mai 10

Die Piraten und die Wirklichkeit

“Also wenn Frauenquoten eingeführt werden, ist es gut, und wenn Gleichberechtigungsquoten eingeführt werden und Männer mal gefördert werden ist es schlecht.
Also entweder es gibt eine Quote wo die Minderheit gefördert wird, oder garkeine. Dann gehören die Frauenquoten aber auch abgeschaft. Ich finde Quoten in diesen Bereich sowieso hinderlich. Man sollte immer die nehmen die am Besten Qualifiziert sind. Nur sowas bringt einen weiter.”
Das schreibt der User mitro im Forum der Piratenpartei. Andreas082 ergänzt:
“Die Frauenquote bevorzugd einseitig die Frauen und die Männer sind benachteiligt. Sowas gehört abgeschafft.”

Das Problem, das die Piraten zur Zeit mit der Gleichberechtigung haben, besteht darin, dass sie sie entweder für bereits verwirklicht halten oder wenigstens der Meinung sind, innerhalb ihrer Partei seien sowieso alle gleich. Die Piraten sind also schon gegendermainstreamt, daher brauchen Frauen keine eigene Mailingliste, keinen Sitz im Vorstand und man kann, wo immer sie sich äußern, aus der Haut fahren, als habe gerade Alice Schwarzer den eigenen kleinen Bruder auf dem Podium mit einer Gartenschere entmannt.
Es gibt da bloß ein Problem: die Realität.
Man kann nicht mit letzter Sicherheit entscheiden, ob Männer und Frauen von Geburt an unterschiedlich sind. Es gibt feststellbare statistische Unterschiede in Verhaltensweisen und Vorlieben, die für die einzelne Person nichts aussagen, aber nun einmal so sind wie sie sind. Es ist dabei gleichgültig, ob sie von Natur aus gegeben sind oder durch die deutlich unterschiedliche Erziehung, es ist jedoch offensichtlich, dass die bisherigen Bemühungen um Chancengleichheit in eine Sackgasse geführt haben.
Schon zum Jahr der Frau 1975 schrieb der Spiegel, dass Mädchen deutlich bessere Schulnoten als Jungs hätten und die Männer vermutlich abgehängt werden würden.
Fast wortgleich werden heute dieselben Sorgen durch das Feuilleton getragen, als hätten nicht die vergangenen 35 Jahre gezeigt, dass bessere Noten für die Frauen nicht mit einem besseren beruflichen Fortkommen einhergehen. Für eine Karriere braucht man Eigenschaften, die Frauen nicht anerzogen werden und man braucht einen Partner, der einen unterstützt. Es verhält sich in der Wirtschaft so, als würden ein Mann beim Hundertmeterlauf der Frauen teilnehmen. Die Regeln sind so gemacht, dass sie Männern nutzen, sie sind von Männern gemacht und Männer bestimmen die Teilnahmeberechtigung.
Man bräuchte neue gesellschaftliche Regeln für ein Miteinander, man bräuchte eine Gesellschaft, in der nicht der, der am lautesten Alphamännchen spielt, sich durchsetzt, Männer müssten die Hälfte der Hausarbeit machen, aber solange dass nicht der Fall ist, braucht man Quoten.
Eine moderne Partei braucht ganz selbstverständlich eine Frauenquote, wie man bei den Grünen sieht, gibt es dann auf einmal auch genug gute und geeignete Frauen. Es gibt nicht viele Politiker, die die riesigen Eier von Renate Künast toppen können, aber niemand könnte mit Sicherheit sagen, ob wir sie je zu Gesicht bekommen hätten, wenn der lärmende Joschka Fischer – wie in anderen Parteien üblich – für 25 Jahre den Posten des Parteivorsitzenden inne gehabt hätte.
Los, Piraten, schaut mal raus, die Wirklichkeit lehrt euch auch, dass Frauenparkplätze nicht dazu da sind, euch zu ärgern. Frauenparkplätze erkennen einen Unterschied an, der zu gravierenden Nachteilen führt. Ihr könnt von Geburt an ohne Angst durch dunkle Parkhäuser laufen, Frauen brauchen da etwas Unterstützung (außer denen, die Kung Fu können).

Ihr habt euch immer schon nach vorne gedrängelt und habt eure Ellenbogen trainiert*, Frauen sind darauf gedrillt worden, zart und süß und leise zu sein.
Also, macht Halbe/Halbe, Frauen und Männer kommen beide von der Erde und jedem steht die Hälfte davon zu.

*Sorry, ich vergaß, ihr seid ja Nerds, also: Keine Ellenbogen, dafür aber CAPS im Kommentarstrang.


17
Mai 10

Han Solo-Fetisch

Fetische. Wo wären wir heute, wenn nicht Amadeo Conte de Fetisze 1764 entdeckt hätte, dass der Sattel seines Pferdes wunderbar geeignet war für die Fleischeslust und dass Sporen besonders gut tun, wenn man sie sich selber gibt? Wir würden denken, dass Stricke nur dazu da sind, dass man Pakete fachgerecht verschnürt, wir hielten den Auspuff eines Lastkraftwagens für eine Möglichkeit, dass der Wagen Dampf ablässt, nicht wir, und Latex wäre niemals erfunden worden. Das Internet wäre eine kaum genutzte Möglichkeit, sich gegenseitig Briefe zu schreiben, aber was sollte man schreiben, könnte man sich nicht zum abendlichen Bukkaketurnier verabreden?
Danke, Conte de Fetisze, auch im Namen all der mittelständischen Unternehmen, die durch Sie inspiriert wurden!


16
Mai 10

Sexualobjekt

Beklemmend, verstörend, aufwühlend: Verena Mundhenke als Sexualobjekt.

Update: Video ist jetzt auf meinem Kanal (siehe Kommentare)


12
Mai 10

Mohammed-Karikaturist Lars Vilks wird von Fanatikern angegriffen

Eigentlich ist Lars Vilks natürlich nicht Mohammed-Karikaturist, das klingt ja, als würde er seinen Lebensunterhalt damit bestreiten, in einem Touristenort Kurzskizzen des Propheten für Passanten zu malen. Er ist seinem Blog zufolge Bildhauer, Maler und Konzeptkünstler. Ein einziges Mal hat er gedacht, er könne so frei sein, einen Religionsstifter zu zeichnen; seitdem sehen öffentliche Auftritte für ihn potentiell immer so aus wie in dem Video.
Bevor das wieder in eine falsche Richtung geht: Ich kenne, da ich in Kreuzberg lebe, eine Menge Muslime. Keiner von ihnen käme auf die Idee, sich so aufzuführen. So wenig wie die Christen unter den Lesern dieses Blogs sich vor dem Redaktionsgebäude der Titanic selbst entzünden. Vielleicht sollte den Randalierern mal jemand etwas Spiritualität näherbringen.
Oder, falls das zu kompliziert ist, einen Hauch von Vernunft.


07
Mai 10

Update

Ich konnte mich im vergangenen Jahr mit so vielen Themen nicht beschäftigen, dass ich jetzt bitte ein Update brauche.

Was ist aus der Vorratsdatenspeicherung geworden?

Ich wäre durchaus bereit, unsere Armee in ein Land zu schicken, von dem aus wir bedroht werden, wenn diese Bedrohung so weit geht, dass deswegen unsere Daten gespeichert werden müssen. Aber ist es nicht eher so, dass unsere Daten gespeichert werden müssen, weil unsere Armee in einem Land feststeckt, das in dem Prozess des Nation-Buildings seit Jahren keine Fortschritte mehr macht und unsere Armee daher bei jedem Einsatz mangels klarer Fronten neue Feinde für uns erschließt? Feinde erschießen, darüber ließe sich reden, wenn ich auch Feinde im weitesten Sinne für Menschen halte, aber neue Feinde gewinnen und so den Zustand, alle unsere Daten bis ins Unendliche genauer und länger zu erfassen, erhalten – hat das noch Sinn?
Geht es bei der Vorratsdatenspeicherung überhaupt um Terror? Ist Vorratsdatenspeicherung also das Äquivalent zum Verbot, außerhalb des Flughafens gekaufte Cola ins Flugzeug zu bringen? Und wie bringt man meine Daten und die Cola in Zusammenhang zu Autobomben in New York? Weil hier ebenfalls eine Autobombe nicht hochgehen könnte, muss der Staat wissen, mit wem ich Mails ausgetauscht habe? Oder geht es gar nicht mehr um Terror, sondern um Kinderpornographie? Oder um illegale Sportwetten? Oder Downloads? Nazis? Linke? Ich habe den Überblick verloren und ich meine das ganz ernst, mein Verstand ist längst offline.


Ist Schwarz-Geld immer noch an der Regierung?
(Ich habe mich verschrieben, erstaunlicherweise ist der Fehler treffender als das Korrekte)

Wenn es so sein sollte: Woran könnte ich es merken? Ist es wahr, was ich mit einem Auge zu sehen gemeint habe? Atomkraftwerkslaufzeiten werden verlängert? Echt gezz? Was ist mit Droschkenzugpferdeindenparkscheißenlassendürfenberechtigungslizenzen? Werden die auch verlängert? Und lebt eigentlich Walt Disney noch? Und wie finden Sie diesen Nierentisch? Ich möchte übigens auch gern einen Bunker unter meinem Haus und Angst vorm Russen haben. Und Rock und Roll hören.

Was hat Arne Friedrich, was ich nicht habe?

Zugegeben, Arne Friedrich sieht klug und gut aus. Ich würde ihm meine Steuererklärung anvertrauen, ich würde ihn mein Kaninchen hüten lassen, aber das deutsche Tor würde ich ihn doch eher von der Fersehcouch betrachten lassen.


Macht das Internet doof und wenn ja: Wie viele?

Macht die Beschäftigung mit Doofem doof? Wenn ich einen ungebildeten Tweet lese, was geschieht dann mit mir? Wenn ich einen Youtube-Clip sehe mit einer Katze, die Katzendinge treibt, bin ich dann kurz davor, mein eigenes Sofa zu zerkratzen? Macht das Internet alle doof oder nur Bazon Brock?

Was ist die Logik von Nacktheit?

Wenn eine sympathische 18jährige einmal dergestalt nackt war, dass man in Realzeit diese Nacktheit nicht hätte sehen können, Frame für Frame aber eine Brustwarze erkennbar wird (deren Vorhandensein ja unter uns gesagt durchaus weniger überraschend ist als ein eventuelles Nicht-Vorhandensein), warum fragt Der Spiegel dann, wie das sein könne, schließlich sei das Mädchen doch sonst so auf seine Privatsphäre bedacht? Schreiben Spiegelschreiber mittlerweile ihre Texte zunächst auf Englisch, so dass Wortwitze (Privacy/Private Parts) in der obligatorischen Übersetzung unweigerlich verloren gehen? Oder gehört berufliche Nacktheit zum Privaten?

Was macht eigentlich Wolfgang Schäuble?

Lässt er unser Geld überwachen? Könnte er dann sagen, wo es hin ist?

Wenn der Euro scheitert, gibt es dann Drachmen für alle?

Müssen wir zur DM zurück? Könnten wir dann die alten braunen Tausender wieder haben? Oder wollen wir uns so eine coole Drittweltwährung verpasssen, eine mit Giraffen drauf und in Rosa und vielen Nullen auf den Scheinen?

Gibt es noch Musik?

Es soll eine Initiative gescheitert sein, die verhindern wollte, dass der DSDS-Gewinner Muammar Gaddafi den ersten Platz der deutschen Charts belegt, die Initiative schlug vor, stattdessen Blümchens Boomerang zu kaufen.
Das kann ich nur so stehen lassen.