Februar, 2009


24
Feb 09

Wie man einen Artikel PI-sicher schreibt

Im Grunde ist das nicht möglich.
Schreibt man über Alkohol kommt ein Islamfürchter und sagt: “Unter der Scharia, die hier bald Gesetz sein wird, dürfte niemand mehr trinken.”
Erwähnt man einen Tannenbaum: “Früher sagte man Weihnachtsbaum, aber das ist ja schon nicht mehr pc.”
Sagt man von der Leyen, sagen sie: “Muslime schlagen ihre Frau.”
Sagt man ficken, sagen sie: “Bald nicht mehr. Es sei denn, man ist Kulturbereicherer.”

Es geht mir so wahnsinnig auf die Nerven. Würde es sich auf Artikel über Mohammedkarikaturen beschränken, dann würde ich sagen: “Na gut, dann sieht man mal wie die so ticken.”
Aber so: Ich kann sie nicht alle sperren, gleichzeitig haben die entweder alle keine Arbeit oder doch eine sehr langweilige, so dass sie Tag und Nacht auf irgendwelchen Blogs rumhängen können. Dort posten sie dann Links, die nichts mit dem Thema zu tun haben, aber auch nicht einmal mit dem Thema, das in ihrem Kopf herumspukt.
Den Zusammenhang stellen sie einfach nur her, wie es Wahnsinnige halt machen.

Sehr verehrte Angsthaber, liebe Rassisten:
Selbst ein totes Schaf würde sich beeilen mit dem Verwesen, um sich Eure langweiligen, tränenschwangeren Geschichten von rauflustigen Muslimen nicht länger anzuhören.
Ab jetzt fliegt hier alles wahllos raus, was nicht zum Thema passt. Und das überlasse ich nicht eurer Deutung.


23
Feb 09

Frauenhass durch die Blume

Die Welt ist männerfeindlich geworden, voller Verachtung für Männlichkeit. Zynisch urteilt sie die kleinen Unterschiede ab, die Männer einst unwiderstehlich machten. Das Fernsehen zeigt Männergestalten, die selten oder gar nicht als weise, ritterlich und stark gezeichnet werden.

Das stammt nicht von Eva Herman. Christine Brinck hat diese Zeilen für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung verfasst. Rettet das starke Geschlecht heißt ihr Artikel (Link zur FAS – nur für Abonnenten kostenfrei – hier ist er auch zu lesen) und die Wortwahl des Titels gibt die Richtung vor – Sexismus, so platt, als gäbe es nur Dschungelpfade, keine Autobahnen.
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23
Feb 09

Malte in der Krise

eiseis

Für jetzt.de habe ich die Frage “Und jetzt?” beantwortet:

Ich kann besser schreiben als denken, was zwar nach herrschender linguistischer Meinung Unfug ist, aber auf einer unwissenschaftlichen Ebene stimmt. Entschuldigen Sie bitte! Ich habe die Gesetze der Logik nicht geschaffen. Ich habe auch eine Putzfrau, die mehr verdient als ich. Wie ich sie mir leisten kann, ist mir unerklärlich.


23
Feb 09

Twittern im Dienste ihrer Majestät – für 136000 Euro im Jahr

Die britische Regierung möchte ihre Kompetenz in sozialen Netzwerken stärken und engagiert daher – unter lauten Buhrufen der Yellow Press: AN UTTER WASTE… LABOUR HIRES A TWITTER GURU – einen Profi-Twitterer.

Der sozialkompetente Netzbürger mit Hang zur Veni-Vidi-Vici-Lyrik wird ein Gehalt in Höhe von 120000 britischen Pfund erhalten und dafür und 140 Zeilen erklären müssen, was mit genau diesem Pfund los ist.

Ich freue mich besonders auf Kriegserklärungstweets.

We declare war to the germans. they suck. biiig time.

Kommentare bitte möglichst in Goebbels-Sprache.


21
Feb 09

Podcast 21.02.09

lotta1

Mit Carlotta lasse ich die Kopftuchdebatte wieder aufleben, versuche, einen klaren Gedanken über groben Unfug zu entwickeln, sage immer groben Umfug.
Außerdem: Ist Curb your Enthusiasm besser als The Sopranos?

 

Hier klicken zum Download (16 MB)


20
Feb 09

Chor der Exfreundinnen aus Flight of the Conchords

Nachdem mir gerade ein ekloides Rudel Aaalt-Rufer (die meisten Mitglieder behaupteten, keine Aaalt-Rufer zu sein) die Freude an meinem Gabelstapler-Video genommen hat, hier etwas für die neugierige Meute, das gerade erst bei Youtube eingepflegt wurde: Ein hübsches Lied aus der Serie “Flight of the Cochords”, die zwar auf gesamter Länge nur Nilz Bokelberg gefällt (ein gesunder Mensch findet sie irgendwann zu albern), aber in Schnipseln recht amüsant ist.

via


20
Feb 09

Wenn man die Sicherheitsbestimmungen für Gabelstaplerfahrer nicht beachtet

Es fängt als einschläferndes Lehrvideo an – und wird dann etwas völlig anderes. Unbedingt nicht einschlafen zu Beginn, denn es wird unglaublich. Am Ende bleibt nur ein riesiges Was zum Teufel?

Kein Wunder übrigens, dass das Video im Welding Web großen Anklang fand


20
Feb 09

Facebook

Es gehört zum zarten Wahn des Web 2.0, dass niemand der präsidialen Attitüde des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg widerspricht, wenn dieser verkündet: «Wäre Facebook ein Land, dann wäre es der sechstgrößte Staat der Erde.»
Und wäre Facebook eine Schüssel Salat, hätten alle Elefanten Afrikas eine Woche lang daran zu knabbern.

Weiter bei der Netzeitung


18
Feb 09

Dick und Doof fliehen aus dem Gefängnis

Vermutlich bis ins Detail die Gewohntheiten der Wärter studiert. Geduldig gewartet. Endlich der richtige Zeitpunkt.
Es gelingt, jetzt nur noch laufen.
Tja.

Hier das Ganze mit dem Benny Hillifier


18
Feb 09

Anspruchsgrundlagen – Rap für die Examensvorbereitung

Jura-Rap ist stark im Kommen. “Ich hol’ meinen Anwalt” schlägt “Ich hol’ meinen Bruder” um Längen.
(Wobei der Königssatz, gerade auch in Kommentaren, ja nicht vollständig ist, wenn der Anwalt nicht im Plural daherkommt: “Ich werde das meinen Anwälten zukommen lassen.” Aber das nur nebenbei.)