Epidemie der Einsamkeit

Einsamkeit und die Angst vor ihr sind so alt wie die Menschheit. Schon Adam und Eva hatten keine Freunde. Und doch mehren sich die Zeichen, dass wir einsamer sind als unsere Ahnen. Der Mensch, das gesellige Tier: Wird er zum Einzelgänger? Dort, wo jetzt alle sind, im Internet, meint man, die Einsamkeit besonders zu spüren. Und doch kann man nie sicher sein.

Die junge Frau mit den hundertfünfzig Selbstporträts bei Facebook: Ist sie eine aufstrebende Künstlerin oder kennt sie niemanden, der die Kamera halten würde? Der Blogger, der handtuchlange Texte über die Finanzkrise schreibt, jeden Tag, die allesamt unkommentiert bleiben: Ist er ein engagierter Bürger oder die jugendliche Karikatur des alten Mannes, der Selbstgespräche vor dem Spiegel führt?

Im Land der Klicks bleibt immer ein blinder Punkt, und dort, wo niemand hinschauen kann, gedeiht die Einsamkeit.

Eine der bekanntesten Internetcomicfiguren, millionenfach per Mail verschickt, auf Profilen gepostet, in Foren verbreitet, ist das Forever-Alone-Gesicht, ein kartoffelförmiger Kopffüßler mit unendlich traurigen Augen. Typische Sprechblasen zu dem Forever-Alone-Gesicht sind: „Mein neues iPhone? – Ein 400 Euro teurer Wecker!“, „Meine Freundin ist wie eine Rolex – Ich habe keine.“ oder „Unattraktiv sein heißt, das Dating Game im höchsten Schwierigkeitslevel zu spielen.“

Ein Klaps auf die Schulter

Häufig werden die Forever-Alone-Comics selbstironisch gepostet. In der Kohlenstoffwelt gehört Einsamkeit zu den letzten Tabus. Vom Burn-out kann man sprechen, weniger gern schon vom Bore-out, Depressionen kann man zur Not noch eingestehen, aber Einsamkeit?

Wer Einsamkeit zugibt, der bekommt vielleicht einen Klaps auf die Schulter, gilt danach aber nicht mehr als teilnahmefähig. In der Anonymität des Netzes ist es möglich, seine Einsamkeit einzugestehen. Wo alle einsam sind, ist niemand allein.
In 40 Prozent aller deutschen Haushalte lebt nur eine Person. Nicht einmal jeder dritte Haushalt hat Nachwuchs. Und von den Kindern, die zur Welt kommen, bleibt jedes vierte ein Einzelkind.

Wenn wir diese Zahlen beiseite lassen, die so zwar Vereinzelung, nicht jedoch Vereinsamung, erfassen: Spricht etwas dafür, dass wir in einer Epoche der Einsamkeit leben? Und wenn es so wäre: Könnten wir es ändern? Und vor allem: Was hat Facebook damit zu tun?

Die in London arbeitende Ärztin Ishani Kar-Purkayastha schrieb im Dezember 2010 in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ von einer 82-jährigen Patientin namens Doris, die eine Erkrankung vortäuschte, um Weihnachten im Krankenhaus zu verbringen und nicht allein daheim. Der Artikel hieß „Eine Epidemie der Einsamkeit“, und dieser Begriff hat spätestens damit Verbreitung gefunden. Noch im Jahr 2000 war er ganz und gar ungebräuchlich. War der Mensch damals noch weniger einsam?

Eine nicht zuhörende Welt

In einer Studie der Rentnervereinigung American Association of Retired Persons aus dem Jahr 2010 wurde festgestellt, dass 35 Prozent aller Menschen über 45 chronisch einsam sind, 15 Prozent mehr als noch zehn Jahre zuvor. Kann das sein? Ist Einsamkeit nicht bloß sichtbarer geworden?

So wie das Privatfernsehen Dummheit sichtbarer macht, sodass es bei oberflächlicher Betrachtung wirkt, als seien wir alle verblödet und geistige Dschungelcampbewohner, lässt uns das Internet Einsamkeit sehen. Das Singlemädchen, das jedes Statusupdate mit einem „Gefällt mir“ versieht, der Kommentator, der im Spiegelforum unbedingt ausdiskutieren muss, ob Jogi Löw der geeignete Bundestrainer ist, der einsame Blogger: Auch den gab es ja schon vorher, der ist nicht durch die Möglichkeit, seine Gedanken einer nicht zuhörenden Welt mitzuteilen, plötzlich vereinsamt. Und warum überhaupt „Epidemie“? Einsamkeit spielt sich doch in einem Menschen ab – ansteckend ist sie ja wohl nicht.

Weiter bei der Berliner Zeitung

Links zum Thema: Diplomarbeit von Alexander Putzl – Einsamkeit, Gesellschaftliche Ursachen, Gesundheit und Prävention
Is Facebook making us lonely?
An epidemic of loneliness
First Chapter
‘Outliers’

16 comments

  1. Respekt Malte! Das ist ein großartiger Text.
    Hat für Nachdenklichkeit gesorgt, und GedankenBild runder gemacht.
    Und das erste mal in meinem Leben überhaupt (trotz Studium), dass ich eine Literaturliste im Anhang vermisst habe.

    Danke! Für den Text würde ich dich, ohne zu zögern, dankend in den Arm nehmen…

  2. Respekt Malte! Das ist ein großartiger Text.
    Hat für Nachdenklichkeit gesorgt, und GedankenBilder runder gemacht.
    Und das erste mal in meinem Leben überhaupt (trotz Studium), dass ich eine Literaturliste im Anhang vermisst habe.

    Danke! Für den Text würde ich dich, ohne zu zögern, dankend in den Arm nehmen…

  3. Ich bin auch immer wieder hin- und hergerissen: Werden wir immer einsamer oder wird das Einsamsein nur sichtbarer?

    Wenn man sich allein die Entwicklung der Bevölkerungszahl in den letzten 200 Jahren anschaut, muss man feststellen, dass es viel mehr Menschen gibt als noch damals. Rein technisch gesehen müssten wir also nicht einsam sein.

    Auf der anderen Seite wohnen immer mehr Menschen in der Stadt und beruflich flexibilisiert, also oft nicht in dem familiären Verbund, der noch vor ein paar Jahrzehnten selbstverständlich war.

    Andererseits waren Menschen vor 100 Jahren kommunikativ gesehen in einer für uns heute kaum vorstellbar schlechten Situation. Kaum jemand wusste, was der nächsten größeren Stadt vor sich ging, es gab keine Handys, kein Internet. Informationen von weit her waren relativ schwer zu beschaffen. Hat man sich zu der Zeit vielleicht auch einsam gefühlt, weil man mit der restlichen Welt so schlecht vernetzt war?

    Man kann das Problem der Einsamkeit aus so vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachten … Ich komme zu keinem Ergebnis.

    P.S.: Michel Houellebecq: Die Möglichkeit einer Insel

  4. muetzenfalterin

    Ein sehr guter Text. Und die Frage ist ja nicht, ob Einsamkeit ansteckend ist, eher dieses Paradox, dass die dermaßen erleichterten Möglichkeiten zur Kommunikation Einsamkeit überhaupt erst sichtbar machen. Und vielleicht diese Frage: Kann man über Einsamkeit reden?

  5. Danke für diesen Artikel. Da stecken viele bedenkenswerte Gedanken drin.

    Von mir noch zwei kleine Anmerkungen: Irgendwo habe ich mal gelesen, dass von Einsamkeit vor allem Akademiker betroffen seien. Nun, wir haben immer mehr Akademiker. Scheint mir intuitiv auch logisch: Je spezialisierter man beruflich ist, desto weniger kann man über seinen Alltag (der ja oft aus Beruf besteht) mit anderen sprechen. Man wird schlicht nicht mehr verstanden.

    Hinzu kommt natürlich die immer mehr durchdringende Einstellung des “Jeder gegen Jeden” im Beruf. Wenn ich sehe, wie viele Karriereblätter hier in der Uni-Mensa herumliegen, dann muss ich regelmäßig kotzen. Mit Schlagzeilen “Aufgestiegen zum Associate” (was issn das, ein Ass…?) werben die, und für jeden der aufsteigt, bleiben 20 unten, die sich gegenseitig anfeinden, weil sie Konkurrenten sind. Na toll!

    Und noch ein Gedanke: In Vereinen, Bands, Stammtischen, wie auch immer gearteten Offline-Gemeinschaften erleben wir Menschen mehr als Ganzes. Das fängt beim Klang der Stimme an, das Äußere und so weiter. Es ist eben nicht nur ein Vorteil, dass diese Äußerlichkeiten in der Online-Welt oft keine Rolle spielen. Dort sehen wir die Spezialisierung des Menschens, seine Fähigkeit, Poker zu spielen, oder Fotos zu machen, oder was auch immer. Das ist prinzipiell gut – doch um nicht einsam zu sein, muss man als Mensch komplett angenommen werden, und nicht nur in Teilen.

    Wenn ich mal versuche, diesen Kommentar zusammenzufassen: Unsere permanente (und beruflich nötige) Spezialisierung treibt uns auseinander, ganz nach dem Motto “die kleinste Minderheit ist der Einzelne”.

  6. Andererseits waren Menschen vor 100 Jahren kommunikativ gesehen in einer für uns heute kaum vorstellbar schlechten Situation.

    Mathies, wie kommst du darauf? die menschen vor 100 jahren haben miteinander geredet, und zwar im direkten persönlichen kontakt. sie haben sich dabei angesehen, gesten, körpersprache und zwischentöne ausgetauscht. sie haben sich besucht, sie hatten treffpunkte und rituale um zu kommunizieren und lebten in viel engeren familienverbänden und dorfgemeinschaften als wir heute.

    Kaum jemand wusste, was der nächsten größeren Stadt vor sich ging, es gab keine Handys, kein Internet. Informationen von weit her waren relativ schwer zu beschaffen.

    informationen von weit her waren nicht besonders relevant. und auch heute sind sie es nicht, viele glauben nur, sie wären es. denn was würde passieren, wenn du nicht wüstest, das JPM milliarden in den sand gesetzt hat? gar nichts! sofern es nicht gerade dir nahstehende personen betrifft, spielt es für dein konkretes leben keine rolle. man kann unendlich viele informationen von weit her haben und trotzdem sehr einsam sein.

    Hat man sich zu der Zeit vielleicht auch einsam gefühlt, weil man mit der restlichen Welt so schlecht vernetzt war?

    das internet täuscht uns eine verbundenheit vor, die real nicht existiert. man kann sich einbilden, nicht einsam zu sein, weil irgendwo an irgendeinem bildschirm irgendjemand sitzt und irgendwas schreibt. aber objektiv betrachtet sitzen beide allein und einsam vor einem bildschirm und merken es nicht mal.

  7. @Notwendig

    “kommunikativ schlecht” ist etwas allgemeiner zu verstehen. Dank Telefon und globaler Datenübertragung stehen die Menschen vor ungeahnten Möglichkeiten und damit auch Möglichkeiten, sich miteinander zu verbinden und nicht einsam zu sein. Allerdings drängt sich der Eindruck auf, dass wir in Sachen positive Nutzung noch ganz am Anfang stehen.

    Worauf ich noch hinauswollte ist, dass man vor 200 Jahren über die familiäre Bande hinaus recht isoliert war, während man heute zwar nicht unbedingt mehr isoliert, dafür aber immer öfter allein ist. Ob man wegen Isolation oder Alleinsein einsamer ist … keine Ahnung.

    Während ich mir nicht so sicher bin, ob Kommunikation über’s Netz generell wirklich so täuscht wie Du denkst, kann ich mich Deiner Ansicht zur Relevanz von “News” im Netz nur anschließen.

  8. adrianoesch

    ein linktipp. – http://www.newyorker.com/arts/critics/books/2012/04/16/120416crbo_books_heller

  9. “Worauf ich noch hinauswollte ist, dass man vor 200 Jahren über die familiäre Bande hinaus recht isoliert war”

    das glaube ich nicht. die sozialen kontakte umfassten nicht nur die familie, sondern auch nachbarschaft, die kirchengemeinde, vereine, studentenverbindungen, das berufliche umfeld usw. die menschen waren keineswegs isoliert. das konnten sie sich auch gar nicht leisten, denn jeder war auf gemeinschaft angewiesen. die menschen waren allenfalls isoliert von informationen aus (metaphorisch) übersee. aber diese informationen waren und sind für das tatsächliche leben relativ bedeutungslos.

  10. Würde gerne weiterlesen, kann den Rest aber bei der BZ nicht finden. Liegt’s an mir?

  11. @Notwendig

    Ich hatte schon wieder vergessen, warum das Diskutieren im Netz so anstrengend ist. Wenn man sich nicht kennt, gehen über 90% der Kommunikation verloren und man muss sich an jedem fehlinterpretierbaren Wort festhalten, wenn man sein Gegenüber nicht kennt.

    In diesem Sinne steige ich an dieser Stelle aus, denn es ging mir in meinem ursprünglichen Kommentar nur um eine Anregung, nicht um eine Diskussionsgrundlage.

    Ich denke aber, ich habe Deinen Standpunkt verstanden, auch wenn ich ihn nicht ganz teile (bzw. wir sichtlich aneinander vorbeireden).

    P.S.: Nette Zusammenfassung zum Thema Deutschland vor 200 Jahren: http://www.was-war-wann.de/geschichte/heute-vor-200-jahren.html

  12. Vielen Dank für einen mal wieder sehr treffenden und inspirierenden Artikel!
    Wenn ich daran denke, dass die meisten Arbeitnehmer mittlerweile fast den ganzen Tag damit verbringen, einen Computerbildschirm anzuglotzen, wundert mich die soziale Degenerierung eigentlich nicht.

    Ein tolles, aber weithin ziemlich unbekanntes Buch gab es zu dem Thema Vereinsamung übrigens vor einigen Jahren unter dem Titel: „Die Individualismus-Falle. Warum die Lebensfreude schwindet und wie wir das ändern können“ (von Johannes Weise und Wolfgang Kiener.) Da gehörte Facebook noch nicht an die Tagesordnung und es ging weniger bzw. gar nicht um das Internet, (tja so schnell haben sich die Zeiten gewandelt!) sondern um die zunehmende Individualisierung. Aber letztlich hängt beides doch auch zusammen. Kann ich wärmstens empfehlen!

    Amazon Kurzbeschreibung (Auszug): Wer nach einem längeren Aufenthalt in anderen Weltgegenden nach Deutschland zurückkommt, dem fällt es oft unmittelbar auf: Sehr viele Menschen wirken unzufrieden und freudlos, und das, obwohl sie ein vermeintlich ausgefülltes Leben in Freiheit und Wohlstand führen, um das sie alle Welt wiederum beneidet. Sie erscheinen depressiv und sind es häufig auch, wie die Statistiken sagen. Es betrifft alle Generationen…

    http://www.amazon.de/gp/product/3423246758/sr=1-1/qid=1337195098/ref=olp_product_details?ie=UTF8&me=&qid=1337195098&seller=&sr=1-1

  13. Gsallbahdr Zwei

    Mein Facebook und ich…

    Mit technischen Neuerungen tue ich mir ein bisschen schwer, obwohl ich ein ziemlicher Technik-Nerd bin. Ich habe immer noch kein Smartphone und ich bin erst vor sechs Monaten bei Facebook angekommen. Zeit für einen Rückblick: Hat sich mein Leben koloss…

  14. off the record – begegnen wir der zeit wie sie uns sucht | off the record

    [...] Epidemie der Einsamkeit | Malte Welding – from Malte Welding http://www.malte-welding.com [...]

  15. was witzig ist, herr welding schribt in der dritten perspektive. empfinden SIE denn einsamkeit? wann? wieso? sowas find ich immer viel interessanter und so schön subjektiv. ruhig mal etwas persönlicher schreiben, wir sind hier im internet:D

  16. Was ist denn heutzutage Einsamkeit? Hat man keine Freunde, keine Familie oder keine Freundin? Die heutige Gesellschaft ist zwiespaltig. Vieles wissen gar nicht was Sie im Leben haben wollen.
    Hast du viele Freunde und hast mit denen regelmaessig spass aber fuehlst dich trotzdem Einsam? Wieso? Weil du keine Freundin hast? Oder sind deine Freunde nicht was du dir gewuenscht hast? Willst du lieber andere Freunde, mit denen du ueber andere Themen reden kannst?

    Keine diese Fragen koennen sich viele Menschen gar nicht beantworten. Deshalb sind Sie in der Welt einsam.

    Ein Mensch muss sich Ziele setzen und wissen welche Plaene er erreichen kann.

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