Kultur


15
Jul 11

Bionic mit Zahia Dehar – Kurzfilm von Greg Williams

Zahia Dehar wurde dadurch bekannt, dass sie als Minderjährige mit Franck Ribéry gegen Bezahlung Sex hatte. In diesem Kurzfilm von Greg Williams spielt sie nun eine Mensch-Maschine, die anscheinend als Dienstmädchen/Sexspielzeug verwendet werden soll, was einen sehr beeindruckenden Effekt hat, eine Art reverses Uncanny Valley. Zahia Dehars Erscheinung hat schon auf Partyfotos Ähnlichkeit mit einer Real Doll – verstärkt durch einen extrahohlen Gesichtsausdruck und Boris-Karloff-Bewegungen wird man das Gefühl nicht los, dass hier eine Puppe einen Menschen spielt, der eine Puppe spielt. Zuletzt hat mich ein Nichtschauspieler so überzeugt, als ich Schwarzenegger in Terminator gesehen habe.

Der Film ist etwas sexy, also: Nicht am Arbeitsplatz schauen.

Zahia Dehar in BIONIC – Short Film by Greg Williams (HD official) from Zahia Officiel on Vimeo.

Hier noch der erste Teil einer “Dokumentation” über Real Dolls.


13
Jul 11

Ein Autor im Jahr 2039

Moment: Natürlich weiß ich, dass niemand meine Bücher liest. Erstens bin ich kein Fantast und zweitens ist das ja schon ziemlich lange so. Der einzige außer mir ist in der Regel mein Lektor, also der zuständige EU-Beamte von der Europäischen Initiative zum Erhalt des Kulturguts Buch. So heißt sie natürlich nicht, aber ich kann mir französische Namen so schlecht merken. Der Beamte spricht es immer so aus wie der Sprecher früher in der Renault-Werbung “Créateur d´automobiles” sagte, so extra nasal und schnell. Continue reading →


12
Jul 11

(MA CHE) DOLCE VITA – VESTO CAINO – LIVE PREVIEW

(MA CHE) DOLCE VITA – VESTO CAINO – LIVE PREVIEW

Wird am 2. September veröffentlicht. Und ein Hit. Mit dem dann dazugehörigen Video war unser Lieblingskinski Malakoff Kowalski die letzten Wochen beschäftigt. Das wird vermutlich zum Verbot des Musikfernsehens führen. Der Live Preview ist vergleichsweise harmlos, aber das Prinzips des Songs kommt rüber.


6
Jul 11

Warum ist die Zeitung so dünn?

Die SZ ist zur Zeit recht dünn. Auch andere Zeitungen sind von der Schwindsucht betroffen. Auf den Titelseiten befindet sich jeweils ein kleiner Kasten, der erklärt, dass die Redaktionen streiken. Warum sie streiken, erfährt man nicht. Hier ist eine Erklärung der Redaktionen einiger Zeitungen aus Ostwestfalen, die anders als über Blogs (und einige wenige Online-Medien) die Öffentlichkeit nicht erreichen. Continue reading →


4
Jul 11

Auf der Autobahn des Irrsinns (Extended Version)

Bei taz.de habe ich einen Kommentar zu dem Sommerlochquatsch um Facebookpartys geschrieben.

Hier nun die Extended Version:

Unterdessen forderte Karl Theodor zu Guttenberg, der aus Kabinettssitzungen immer noch nicht wegzudenken ist, das Verbot von Druckern. Niemand könne vorhersagen, wann wo etwas ausgedruckt werde und wer die Druckergebnisse in die Hände bekomme. Überhaupt gebe es zuviel Druck. Weshalb man auch nie mit etwas fertig werde und überhaupt. Continue reading →


6
Mai 11

Kachelmann – Die Liebe in Zeiten der Kamera

Ich saß einmal im Zuschauerraum bei einem Vergewaltigungsprozess. Ich machte damals ein Praktikum im Aachener Sozialamt. Der Angeklagte war Sozialhilfeempfänger und der junge Beamte, dem ich zugeteilt war, als Zeuge geladen. In dem Prozess ging es auch noch um Sozialhilfebetrug und Schwarzfahren, man handelte eben alles, was bei dem Mann so angefallen war, in einem Rutsch ab.

Der Angeklagte war ein schlaksiger, nervöser Typ, vielleicht 22 Jahre alt, mit einem ungepflegten Schnauz. Er hatte das Äußere und auch die Haltung eines Befehlsempfängers, und doch wirkte er gefährlich wie ein in die Enge getriebener Hund.

Er sollte seine Ex-Freundin ans Bett gefesselt und dann oral, vaginal und anal vergewaltigt haben. Über den Prozesstag hinweg stellte sich heraus, dass es sich um eines dieser unglücklich miteinander verwobenen Paare handelte, bei dem der eine dem anderen zustößt wie eine Krankheit oder ein Unfall, und der andere es hinnimmt, weil er gerade sowieso nichts vorhatte mit seinem Leben. Mal hatte er ihr eine geknallt, mal hatte sie ihn zusammenschlagen lassen, mal hatte man sich zusammen betrunken, mal gegenseitig betrogen, mal einander benutzt, mal einander dann doch gebraucht.

Das schwere Amt des Richters

Die beste Freundin der Frau wurde vom Richter befragt, ob sie von der Vergewaltigung erfahren habe. Ja, sagte die beste Freundin, sie habe da mal von gehört, auf der Toilette habe die Frau es erzählt. Ob sie das geglaubt habe, fragte der Richter. Die beste Freundin zuckte mit den Schultern. „Weiß nicht.“
Am Ende konnte er sie nicht so gefesselt haben, wie sie es beschrieben hatte, es gab nämlich kein Bettgestell, nur eine Matratze, und so kam er frei.

Am nächsten Tag kam er entsprechend gut gelaunt ins Sozialamt, das Devote war gewichen, er war jetzt König der Welt. Er sagte uns, wir sollten mal, wenn wir das nächste Mal ausgingen, den Türstehern vom B9 seinen Namen nennen. Die würden sich einkacken. Er sei nämlich ein Austicker. Vielleicht sähe er nicht stark aus, aber wenn er austicke, dann gebe es kein Zurück. Er war ein Prachtexemplar von einem Menschen, man kann es nicht anders sagen.

Während des Prozesses hatte ich beschlossen, niemals Richter werden zu wollen. Entweder eine Vergewaltigung unbestraft lassen oder einen Unschuldigen wegsperren? Anhand von Aussagen von Zeugen, denen es gleichgültig war, ob ihre Freundin die Wahrheit sagte? Eine Welt beurteilen, in der Probleme sowieso mit den Fäusten geregelt wurden?

Keine Verurteilung für Kachelmann

Der Prozess um Jörg Kachelmann ist anders. Es soll geklärt werden, ob Kachelmann seine Ex-Freundin mit Gewalt und unter Einsatz eines Messers in der Nacht zum 9. Februar 2010 zum Geschlechtsverkehr gezwungen hat, wie sie es behauptet. Hier sind alle Beteiligten höchst eloquent, niemandem ist irgendetwas gleichgültig. Man ist klug und nervenstark und schlägt einander nur mit Erlaubnis. Und doch blickt man wieder als Außenstehender darauf und kann nichts beurteilen.
Was man ja auch nicht muss.
Was man ja auch nicht sollte.

Es gibt eine Tatsache, über die wird nicht gerne berichtet, weil dann der ganze schöne Spannungsbogen, der so mühselig seit über einem Jahr gespannt wird, reißen würde. Die Tatsache lautet: Jörg Kachelmann wird nicht verurteilt werden.

Als der 3. Strafsenat des OLG Karlsruhe am 29. Juli 2010 der Haftbeschwerde Kachelmanns gegen seine seit dem 20. März andauernde Inhaftierung stattgab, begründete er das so, dass „die Fallkonstellation Aussage gegen Aussage“ vorliege, bei der Nebenklägerin „Bestrafungs- und Falschbelastungsmotive nicht ausgeschlossen werden könnten“, diese unzutreffende Angaben gemacht habe und eine „Selbstbeibringung“ der Verletzungen möglich sei.

Motive zur Lüge

Das Gericht wies also darauf hin, dass die Ex-Freundin Motive hatte zu lügen, die Verletzungen zweifelhaft waren und am Ende ihre Behauptung gegen seine Leugnung der Tat stehen würde. Zu einer anderen Einschätzung wird auch das Landgericht Mannheim nicht mehr kommen. Wenn – wie es jetzt aussieht – Ende dieses Monats das Urteil gesprochen wird, wird für den Angeklagten entschieden und Jörg Kachelmann freigesprochen werden. Zu Recht.

Hier soll es also um etwas anderes gehen. Um die mediale Grenzüberschreitung, die den Menschen ihr Ureigenstes nimmt: ihre Intimsphäre. Um die Liebe in Zeiten der Kamera.

Es gibt diesen Clip auf Youtube, in dem Jörg Kachelmann während der Wettermoderation von der Studiokatze überrascht wird. Sie streicht mit zur Begrüßung gerecktem Schwanz um seine Beine und er nimmt sie in den Arm und moderiert weiter. Der Clip, hochgeladen Anfang 2009, ist die reine Unschuld, Kachelmann ist noch bloß Kachelmann, eine Figur aus einer französischen Studentenkomödie, circa 1981, ein charmanter Taugenichts, hat was von einer Comicfigur wie dem tollpatschigen Gaston, steht einfach vor der Kamera rum und streichelt eine Katze, na, hey, du auch hier, fehlt bloß noch ein Grashalm, auf dem er rumkauen könnte.

In den Kommentaren unter dem Video ist natürlich längst die Wirklichkeit. „Und so einer soll jemanden vergewaltigt haben?“, fragt sich ChickenWing601, während SteveCrank in die Tasten tourettiert: „Hurensohn, Sado maso fetischist !!! Vergewaltiger Kinderrficker.“

Duchleuchtetes Intimleben

Nun, die Abertausend Artikel, die sich mit der Frage beschäftigen, ob er es nun getan hat oder nicht, sind nicht spurlos an den Leuten vorbeigegangen. Was nach der Verhaftung geschah und bis heute anhält, gab es vorher in Deutschland noch nie. Noch nie wurde das Intimleben eines Menschen so umfassend durchleuchtet, wurden die Details eines Lebens von einem ganzen Volk zerredet, bequatscht, verhöhnt, bis das ganze Leben selbst der Lächerlichkeit preisgegeben war. Oder doch eher: bis dem ganzen Menschen entzogen war, was nur ihm gehören soll.

Zunächst sickerte durch, dass Kachelmann weitere Freundinnen gehabt haben sollte. Dann wurden diese Freundinnen für Exklusivinterviews bezahlt. Was sie vor Gericht sagten, blieb der Öffentlichkeit verborgen, was sie also während stundenlanger Befragungen durch Meister der Befragung offenbarten – da war der Schutz des Gerichtssaals die letzte Bastion des Anstands.

Was sie aber den Gelegenheitsdenkern von der Bunten gegen reichlich Redegeld an Schmutz über den Mann, von dem sie sich enttäuscht fühlten, boten – das wurde zum Allgemeingut. Ein umfassendes psychologisches Profil schien zu entstehen. Wie er sie nannte, was er im Bett gern machte, über wen er was sagte, wie er roch, was er dachte. Erich Mielke dürfte über seine Lieblingsfußballer nicht so viel gewusst haben wie Patricia Riekel, die Bunte-Chefredakteurin, über Kachelmann zu wissen ihren Lesern vorgaukelte.

Vor Kurzem brauchte ich ein neues Bild für den Personalausweis, und während die Fotografin mich fotografierte, fing sie von Kachelmann an. Die, die am harmlosesten aussähen, erklärte sie mir, seien immer die schlimmsten. Ich versuchte, etwas böser zu schauen, um unverdächtig zu wirken.

Mafia-Logik der Bild-Zeitung

Wir schauen ab und an rüber zu den beiden Betroffenen, die zwischen ihren Gutachtern, Anwälten und Mediencoaches eingeklemmt miteinander ringen um irgendeine Form von Wahrheit und bilden uns ein, uns eine Meinung zu bilden, aber sie steht natürlich längst fest wie die von ChickenWing601 und SteveCrank. Für die Meinung von SteveCrank zuständig sind Bild und Bunte, Alice Schwarzer und Focus (und überraschenderweise auch das SZ-Magazin).

„Die gewohnheitsmäßigen und ekelerregenden Persönlichkeitsrechtsbrecher von Gnaden ihrer Herrin Friede Springer …“ Das twitterte Jörg Kachelmann am 10. April zusammen mit einem Bild, das er von einem Paparazzo, der ihn verfolgte, geschossen hatte. Hier wird jemand, bei dem das Gericht keinen dringenden Tatverdacht sieht, zur Strecke gebracht. Jemand, dem vonseiten des Rechts seine Intimsphäre zugestanden wird.

Für die Bild gilt vorgeblich das Diktum des Springer-Vorstandchefs Döpfner: „Wer mit ihr im Aufzug nach oben fährt, der fährt mit ihr im Aufzug nach unten.“ Was heißen soll: Wer mit uns Homestorys macht, um nach oben zu kommen, der bekommt uns auch nicht aus dem Wohnzimmer, wenn die Karriere schlingert und die Frau gerade die Koffer packt. Klingt fair, ist aber bloß Mafia-Logik: ein Quid pro Quo außerhalb des geltenden Rechts. „Wir beschützen Sie jetzt, bezahlen können Sie später.“

Kachelmann jedoch ist niemals mit Springer nach oben gefahren. Über sein Privatleben war vor seiner Verhaftung nichts bekannt, er galt im Allgemeinen als Wetter-Nerd, die Basler Zeitung fragte noch kurz nach der Verhaftung, ob Kachelmanns Privatleben überhaupt existiere. Stets habe er Nichtberufliches für sich behalten, seine Ehe sei „praktisch ein Geheimnis“ gewesen. Kein Grund, ihn nicht zu vernichten.

Weiter bei der Berliner Zeitung


18
Feb 11

Kopieren

Nach Berliner Maßstäben hat man mit dem Verfassen eines Buchs den sogenannten Doktortitel des kleinen Mannes erworben. Ich möchte daher ein paar Beispiele aus meiner eigenen Kopiererfahrung darlegen.
Das Internet hat mir die Arbeit in einem Ausmaß erleichtert, dass ich grob schätzen würde, ich hätte wenigstens doppelt so lange benötigt, gäbe es Scholar und google.books nicht, ganz zu schweigen von den sonstigen zugänglichen Quellen.
So sind nur etwa 30 Bücher (also tatsächlich greifbare Bücher aus Papier) in das Buch eingeflossen.
Ich arbeite seit jeher so, dass ich zunächst alles in ein Dokument kopiere und wild Gedanken verfasse. Eine höchst fehleranfällige Arbeitsweise. Nun sind jedoch meistens die Kopien in einer anderen Schriftart, damit ist die Fehleranfälligkeit schon einmal geringer. Darüber hinaus ist der Stil natürlich auffällig anders. Dass ich also versehentlich eine größere Passage kopiere, ohne sie als Zitat zu kennzeichnen, ist durchaus möglich, allerdings unwahrscheinlich.

Im Fall eines unterhaltsamen Sachbuchs tritt im Unterschied zu einer Doktorarbeit eine Problematik hinzu: Die Lesbarkeit soll unter der Quellengenauigkeit nicht leiden.
“So schrieb Bla in Blub”, “Vergleiche Meister Eder in Festschrift für Hugendubel” – das sind auf Dauer echte Pointenkiller.

Als Beispiel für den Balanceakt nun folgende Stelle:

“Thus the concepts of ‘foreplay’ and ‘post coital relaxation’, which within the culture of sexuality are considered norms of ‘good sex’, are toned down or non-existent in hard-core pornography.”
(nachzulesen hier)

Auf Seite 178 (des Dokuments) habe ich den in diesem Zitat enthaltenen Gedanken ausgeführt:
“Porno kann weder Spannung aufbauen, noch Entspannung zeigen, der Regisseur eines Spielfilms kann zwar die Erotik und das postorgasmische Chillen in Szene setzen, muss aber die Penetration schamvoll mit einem Laken verhüllen, ein Porno beginnt üblicherweise mit einem Penis in einem Mund und endet mit Sperma an prominenter Stelle.”

Auf Seite 176 (des Dokuments) erwähne ich die Studie, aus der der ursprüngliche Gedanke stammt.
“Die Studie Youth, Gender and Pornography in the Nordic Countries des Nordic Gender Institute kam zu dem Ergebnis, dass Jugendliche ganz deutlich zwischen der Realität und Pornographie unterscheiden.”

Nun ist es nicht so, dass man den Gedanken nicht selber gehabt haben könnte. Und man kann tatsächlich nach intensiver Auseinandersetzung mit einem Thema nur schwer auseinanderhalten, ob man selbst oder einer der vielen Autoren, die man gelesen hat, die Idee hatte.

In einer wissenschaftlichen Arbeit wäre jedoch aus zwei Gründen ein “Vergleiche Studie ….” in einer Fußnote naheliegend gewesen: Erstens habe ich diese Studie gelesen, zweitens ist es ja gerade von Vorteil, belegen zu können, dass der Gedanke nicht aus der Luft gegriffen ist.

Mein Buch besteht aus Geschichten und Sachteilen. Und so besteht auch eine juristische Arbeit aus Darlegungen und Stellungnahmen. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob die Stellungnahme zwingend eigene Gedanken erfordert. Ich kann lediglich eines ausschließen: Kein Autor, sei er nun nebenbei Mutter, Parlamentarier, Metzger oder Pferdewirt, wird gedankenlos mit seiner Einführung umgehen.
Dass zu Guttenberg die Einleitung seiner Doktorarbeit Abschnitt für Abschnitt abgeschrieben hat, ist so, als hätte ich den Anfang meines Buchs von einem anderen Autor übernommen und vergessen, darauf hinzuweisen.
Das ist ausgeschlossen.
Oder um es in den Worten des Ministers zu sagen: abstrus.


21
Dez 10

Das Beste von Allem 2010

Ich weiß gar nicht, ob es allgemein bekannt ist, dass dieses Blog in Wirklichkeit ein 2-Mann-Blog ist. Ohne Mathias Richel gäbe es kein malte-welding.com. Hier sind unsere medialen Höhepunkte des Jahres 2010.

Malte:

Film
Ich wollte schon immer einen Film wie Kick Ass sehen. Eine Romantic Comedy, bei der die im See badende Julia Roberts vom Weißen Hai gefressen wird, einen Thriller, der sich zum Beziehungsdrama entwickelt, einen Science Fiction-Film mit Klaus Bednarz. Und jetzt ist es endlich so weit: Kick Ass fängt an als SUPERBAD-Variante und wird dann zum Superhelden-Action-Kracher mit absurder Gewalt und echter Traurigkeit.

Serie
Hier konnte ich mich nicht für eine entscheiden.
Modern Family ist reiner Mainstream, gute, saubere Familienunterhaltung, mit liebenswerten Figuren, knuffeligen Weisheiten und Problemen, die keine sind. Klingt eklig, ist aber so komisch wie kaum etwas anderes.

Louie von Louis C.K. ist dagegen fast schon Arthouse, man sieht Splitter eines Lebens, das so grauenhaft normal ist, dass es jede Norm sprengt. Man ist hingerissen vor Scham, kringelt sich vor Lachen und muss Louie unbedingt mit jemandem sehen, den man boxen kann.

Boardwalk Empire interessiert mich nicht, es ist nicht spannend, nicht komisch – aber es ist groß. Es gibt keine Möglichkeit, es nicht zu gucken, obwohl mir kaum ein Grund einfällt, es zu tun. Außer eben: Es ist groß. Jungskino fürs Nebendemmädchensitzenundgefährlichaussehen.

Die ersten drei Folgen bin ich bei In Treatment eingeschlafen, dann habe ich es aufgegeben. Von da an beobachtete ich mit wachsender Sorge, wie meine Freundin gebannt zwei Leuten dabei zusah, wie sie miteinander redeten. Folge für Folge: Zwei Leute, redend. Previously on In Treatment: Zwei Leute reden. Next Time on In Treatment: Zwei Leute werden reden. Ich verspottete sie, sagte, sie habe eine Schuldkomplex und einen Hau, bräuchte eher eine Selbsthilfegruppe als eine Fernsehserie. Dann fing ich noch einmal an, dieses Mal mit dem Vorsatz, meine Freundin zu verstehen oder wenigstens: Ihr nachweisen zu können, dass sie einen Arzt aufsuchen muss.
Alles, was man gegen In Treatment haben kann, hat man zurecht: Es passiert nichts, aber doch zuviel, als dass es realistisch sein könnte, der Therapeut ist kein Therapeut, sondern ein brennder Busch, gekreuzt mit Dr. Phil, die Patienten sind in der Regel Kotzbrocken, denen man in jedem vernünftigen Jahrhundert eine Pistole in die Hand gedrückt hätte, damit sie sich selbst von dem Elend erlösen – aber noch nie habe ich so mitgezittert bei irgendetwas Fiktionalem. Fragt mich nicht.

Blog
Vielleicht ist The Last Psychiatrist gar kein Psychiater, vielleicht nicht einmal ein Mensch, vielleicht ist er auch ein Autorenteam oder eine Gruppe von außerirdischen Wissenschaftlern. Es ist fast unmöglich, immer seine Meinung zu teilen, aber mir ist im Internet noch kein originellerer Denker begegnet.

Tier

Fußball
Als wir Fooligan gegründet haben (dessen Texte unterdessen stillschweigend zu spreeblick transferiert wurden), war diese Art, über Fußball zu schreiben, neu. Nun, nicht ganz neu, es gab schließlich die 11 Freunde, aber doch neulich. Das war 2006. Mittlerweile schreibt selbst die SZ derart scherzkeksig über Fußball, dass man sich nach einem trockenen Brot sehnt. Bei Zonalmarking ist Fußball Mathematik. So geht Fußball 2010.

Unangemessenste Kritik
Christopher Schmidt schrieb in der SZ eine als Buchkritik getarnte persönliche Abrechnung mit Harald Martenstein. Schmidt bezeichnet Martenstein “als eine Art Mario Barth für Zeit-Leser”, was so abwegig ist als bezeichne man Kanye West als DJ Bobo für Staatenlose.

Schönste Nacktseite
Nujolie ist ein Zusammenschluss mehrerer Fotografen aus Deutschland, deren Bilder ein Gegengift gegen Pornographie sind. Hach.

Verkanntestes Genie
Bis vor ein paar Wochen hätte ich Mario Gomez nennen müssen, aber jetzt hat es ja wohl jeder begriffen: Den muss man päppeln bis 2012. Jetzt fällt mir keins ein.

Größter WTF-Moment
Das Internet und der Versuch, es zu regulieren. Erinnert verdammt an Synapsenzensur. Geh aus meinem Hirn, Uschi!

Falsch auf so vielen Ebenen
Politische Talkshows. Nein, dann doch etwas allgemeiner: das Fernsehen. (Trotz der Serien und trotz der WM – das muss man auch erst einmal schaffen.)

Längste Fremdschäm-Phase
39 Minuten wird Stephanie zu Guttenberg von München TV interviewt. 39 Minuten, die man zunächst an Tieren testen sollte, ehe man sich ihnen selbst aussetzt.

Musik
Gibt es noch trotz Raubmörderkopien. Musik ist mein Held und Wiederaufsteher des Jahres. Keep on Tröting, du schaffst das!

Video
Video des Jahres ist das Größte aller Katzenvideos:

Buch
Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft von Robert Pfaller. Žižek in charmant und ohne dessen Flirt mit dem Stalinismus. Die wichtigste Grundlage für mein Buch.

Mensch des Jahres
Julian Assange. Wenn man auf einem Haufen geheimer Dokumente sitzt und sie nicht an die Bundesregierung verkaufen kann, dann wendet man sich nicht an die New York Times, nicht an den Spiegel, nicht an den Guardian, Fox News oder das ZDF. Man schickt es ein paar beseelten Nerds, die aus irgendeinem Grund, mit dem sich ein Historiker mal beschäftigen müsste, die letzten Journalisten sind.

Medialer Glücksmoment des Jahres
Das 4:1 gegen England. Und danach sofort auf thesun.co.uk.

Mathias:

Film des Jahres

„Whatever Works“ von Woody Allen. Ich weiß, euren Filmnerd-Ansprüchen reicht das nicht zu genüge, aber das ist mir pupenegal. Eine schöne leichte Sommerkomödie, die genauso funktioniert, wie die Woody Allen-Filme eben funktionieren: New York, Liebe, Witzzeugs. Aber mit Larry David als Boris Yellnikoff.

Serie des Jahres
The West Wing.” Hat zwar gar nichts mit 2010 zu tun, aber 2010 habe ich die Staffeln von 1-7 in einem Rutsch gesehen. Widerspruch lasse ich nicht gelten, aber eure Vorschläge besorg ich mir dann auf DVD. Vielleicht.

Blog des Jahres

http://www.ichwerdeeinberliner.com
Na und? Dann bin ich halt Mainstream.

Fußball
Borussia Dortmund.
Ich möchte mich dazu an dieser Stelle nicht vertiefend äußern, außer sagen, dass das ja wohl sowieso klar sei und überhaupt. Ich bin ein sehr glücklicher Fan.

Unangemessenste Kritik
Die Kritik an der schwarz-gelben Regierung empfinde ich in großen Teilen als extrem unangemessen. Unangemessen leise. Bei dieser Regierungsarbeit sollten wir eigentlich auf die Straße gehen und Neuwahlen erzwingen. Wegen dem Totalfail.

Größter WTF-Moment

HGich.T – eine Zusammenrottung wie ein Verkehrsunfall. Damit meine ich nicht den Zwang, dass man da hingucken muss, aber eigentlich nicht will oder sollte, sondern die zerstörende Kraft. Das Ergebnis ähnelt einem VW Golf IV, zerpflanscht an einer Brandenburger Allee-Pappel. Eine lebensweltliche Darstellung der Deformation. Das kann ganz große Kunst sein.

Längste Fremdschäm-Phase
Das hört nie auf.

Musik des Jahres
Mein iTunes sagt: Marteria mit seinem Album „Zum Glück in die Zukunft“. Sag ich auch.

Video des Jahres

Ich bin ein hart krasser Simpsons-Fan und als aufgeklärter urbaner Vollzeitdjango natürlich auch Banksy-Komplettauskenner. Die Kombination macht das dann für mich zum Video des Jahres. Die politische Interpretation sollen die Feingeister übernehmen, ich geh jetzt sprayen.

Buch des Jahres

„Deutschland schlafft sich ab – Wie wir unseren Stand aufs Spiel setzen“.
Frido Sachickihn beschreibt mit seiner profunden Erfahrung die Folgen, die sich für Deutschlands Zukunft aus der Kombination von Geburtenrückgang, problematischer geistiger Veralterung und wachsender Schimmelschicht ergeben. Er will sich nicht damit abfinden, dass Deutschlands Pimmel nicht nur älter und kleiner, sondern auch dünner und abgehangener werden. Sachickihn sieht genau hin, seine Analyse schont niemanden. Er zeigt ganz konkret, wie wir die Grundlagen unserer Ständer untergraben und so die sexuelle Befreiung aufs Spiel setzen. Deutschland läuft Gefahr, in einen Alptraum zu schlittern. Dass das so ist, weshalb das so ist und was man dagegen tun kann, davon handelt dieses Buch.

Tier des Jahres
Die Schließmundschnecke. (Laut NABU)

Schönste Nacktseite
Die hier: www.tittaycitay.com
Ist mit Glück erreichbar und wird leidlich gepflegt.

Falsch auf so vielen Ebenen
Ursula von der Leyen.

Medialer Glücksmoment des Jahres

Der Spiegel hätte Recht behalten (sollen).

Verkanntestes Genie
Nach wie vor und auf tragikomische Weise: Dendemann.
Ich lasse ihn für sich selbst sprechen: Hier im Interview mit Falk auf Mixery Raw Deluxe.

Mensch des Jahres
Achtung, festgehalten – jetzt scheppert´s im Karton. Mein Mensch des Jahres: Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg. Eine kurze fadenscheinige Erklärung: Der Mann hat es durch die Entgrenzung von Politik und Boulevard geschafft, einen medialen Hype zu inszenieren, der suggeriert, die Menschen hätten sich selbst einen Hype generiert, der bewirkt, dass deshalb die Medien wieder einen Hype spiegeln, der als Hype von den Menschen aufgenommen wird und den man dann ganz herrlich doof und absurd finden kann. So wie der Karl-Theodor das immer in die Mikrofone reinmacht. Und diese Bescheidenheit schafft dann wieder einen Hype in den Medien, der suggeriert, die Menschen hätten diesen Hype selbst geschaffen, der bewirkt, dass deshalb die Medien wieder einen Hype spiegeln … Profi, der Mann.


11
Dez 10

Frauen und Männer passen nicht zusammen – Auch nicht in der Mitte: Kritiken

Matthias Schumacher schreibt über das Buch: “Man muss nicht liebeskrank sein, um darin lesen zu können, denn Welding bedient auch gekonnt den Voyeuristen in uns. Einiges verdient gar das Gütesiegel Ü18. Und irgendwo steht sogar was über Schwarz-Gelb und DSDS. Das ist Welding! Wer schafft es sonst, in kurzer Folge über weltmeisterliches Onanieren und die amerikanische “Seifenoper Holocaust” zu fabulieren? Der Mann lässt nichts aus.” Von der Figur Karsten sagt Schumacher, diese sei mehr “als der übliche Quotenschwule in einem Heteroliebesratgeber. Karsten wurde Single, weil er sich weigerte, „in ein Glas zu wichsen.“ So wenig wie Karsten quotenschwul ist, ist Weldings Buch ein Ratgeber. Eigentlich ist das ganze Buch ein riesiger Schwindel.”

Auch der Rapper form mag es: “In einem herrlich respektlosen Ton voller Punchlines und Wie-Vergleiche, der mich jedes Mal jauchzen lässt, werden en masse Studien zum Sexualverhalten, zur momentanen Unvereinbarkeit von Kindern und äh Leben bzw. eigentlich von Arbeit und Leben und einfach insgesamt die ziemliche Zerficktheit der Gesellschaft sehr treffend analysiert und beschrieben. Gerade das Kapitel zur narzisstischen Gesellschaft hat es mir angetan. Habe ich doch nun ein Vokabular für all das, was sowieso schief läuft; was ich nur bisher nicht richtig benennen konnte.” Den Kaufbefehl bringt er auf den Punkt mit dne Worten: “Ich könnte jetzt noch viel mehr schwärmen, aber dann ist der Text wieder so lang und ihr habt ja alle keine Zeit, nicht wahr? Es warten ja noch eine 60Stunden-Arbeitswoche mit unbefristetem Vertrag, vierzig Referate, dreihundert unbezahlte Praktika, die zwei ungeklärten Affären, der Arzt, die vielen Partys und der Partner beschwert sich auch schon.”

Mareike Ernst hält das Buch für toilettentauglich (sagt es aber nicht so): “Wir schauen ihnen bei den ersten Treffen zu, beim Auseinandergehen und Immer-wieder-Treffen, beim Zusammenbleiben und auch beim Einsamsein. Ganz nebenbei führt Malte Studien an, alltägliche Beobachtungen und spitzfindige Analysen, wie Beziehungen und Liebe in der Realität funktionieren (oder eben nicht) und, immer wieder zum Grinsen, was die Medien damit anstellen. Diese Struktur lädt dazu ein, das Buch immer mal wieder zur Hand zu nehmen und darin zu blättern, weil die einzelnen Teile auch unabhängig voneinander gut funktionieren und Spaß machen.”

Holger Klein nennt “es eine entsetzlich amüsante, mit unangemessenen Metaphern gespickte Sammlung anekdotischer Abschweifungen vom eigentlichen Thema”.

Maximilian Buddenbohm hat sich festgelesen: “Nachdem ich eben gerade eine halbe Stunde im Fahrstuhl stand, weil das Buch im Briefkasten war und ich nur eben schnell einen Absatz lesen wollte, steht schon fest: das Buch ist äußerst unterhaltsam und intelligent, mit anderen Worten, dieses Buch möchten Sie wahrscheinlich auch haben.”

Marco Ruhl bezeichnet es als “MUST-HAVE-BUCH- für Leser, welche das Gebiet *Beziehungen, Liebe und Sex* interessiert.”

Sebastian Sachse fühlt sich an Ildiko von Kürthy erinnert, die ich nicht kenne und er auch nicht (wie er in den Kommentaren sagt), aber es soll wohl irgendetwas bedeuten. Trotzdem hält er das Buch für ein “durchaus lesenswertes Buch”. Mit dem Biller-Satz “Wenn Malte Welding über die Liebe schreibt, wirkt sie auf einmal ganz leicht” kann er nichts anfangen: “Nach der Lektüre erscheint die Liebe wie ein unlösbares Puzzle mit undurchschaubar vielen Teilen. Und erst am Ende merkt man, dass es sich um ein Schiebepuzzle handelt, bei dem immer ein Stück fehlt. Fehlen muss, weil es sich sonst nicht lösen lässt.”

Auf dem Mädchenportal lizzynet schreiben anscheinend Kinder für Kinder. In einer fröhlich-absurden Abhandlung, die alle Thesen lustig durcheinanderwirbelt, kommt die Kritikerin zu dem Schluss: “Das Buch ist von außen so gestaltet worden, dass es sogar 12-jährige kaufen würden. Doch, wenn man den Inhalt genauer betrachtet, würde manch Pubertierender wohl überfordert sein. Malte Welding schreibt zwar sehr bildlich und lustig, jedoch auch sehr, naja sagen wir mal, teilweise etwas sehr Ü18-haft.
(…) In diesem Sinne empfehle ich es allen, die auf einen Mix aus Sachbuch und Roman stehen. Eins muss ich sagen: Die Kurzgeschichten sind wirklich der Knaller!”


28
Sep 10

Papas Staatskino ist tot: Hamburger Manifest von Klaus Lemke – Protest gegen das Filmfest 2010

ICH FORDERE INNOVATION STATT SUBVENTION. ICH FORDERE DAS ENDE JEDWEDER FILMFÖRDERUNG AUS STEUERMITTELN. DER STAAT SOLL SEINE GRIFFELN AUS DEM FILM ENDLICH WIEDER RAUSNEHMEN.
13 JAHRE STAATSKINO UNTER ADOLF UND DIE LETZTEN 40 JAHRE STAATLICHER FILMFÖRDERUNG HABEN DAZU GEFÜHRT, DASS DER DEUTSCHE FILM SCHON IN DEN SIEBZIGERJAHREN AUF KLASSENFAHRT IN DER TOSKANA HÄNGENBLIEB; DASS AUS REGISSEUREN SOFT SKILLS-KASTRATEN UND AUS PRODUZENTEN VEREDELUNGSJUNKIES WURDEN.
WIR BAUEN DIE SCHÖNSTEN AUTOS.
WIR HABEN DIE SCHÖNSTEN FRAUEN.
ABER UNSERE FILME SIND WIE GRABSTEINE.
BRAV. BANAL. BEGÜTIGEND. GOETHEINSTITUT.
ABER FILM IST KEINE AUSSTERBENDE TIERART. FILM IST AUCH KEIN INTELLIGENZBESCHLEUNIGER. FILM MUSS NOCH NICHT MAL GUT SEIN.
FILM MUSS NUR WIRKEN.
DAS TUT DER DEUTSCHE FILM SCHON LANGE NICHT MEHR.
RETTUNG KANN ALLEIN VON OMAS HÄUSCHEN KOMMEN, DAS MAN HEIMLICH BEI DER BANK BELEIHT. DENN NUR FÜR DAS EIGENE GELD LOHNT ES SICH NACHZUDENKEN – WENN ES IN GEFAHR IST. UND GELD
BEIM FILM IST IMMER IN GEFAHR. OHNE DAS WIRDS NICHTS.
GELD VOM STAAT IST IMMER EIN TRITT GEGEN DIE EIGENE KREATIVITÄT. VOR EIN PAAR WOCHEN WURDE KLAMMHEIMLICH DIE ENGLISCHE FILMFÖRDERUNG EINGESTELLT – DIE EINZIG ERFOLGREICHE IN EUROPA. ABER EBEN AUCH VOLLKOMMEN UNNÖTIG. DER FÖRDERWAHN FÜHRTE DEN ENGLISCHEN FILM INS NIRVANA. ACH DIESE ENGLÄNDER! ES GIBT NOCH HELDEN. BEI UNS NUR EINEN: DOMINIK GRAF. WÜRDE MAN JEDE FILMFÖRDERUNG AUS STEUERMITTELN ÜBER NACHT EINSTELLEN – WIR WÄREN IN ZWEI JAHREN DAS KREATIVSTE FILMLAND IN EUROPA UND EINE ECHTE KONKURRENZ ZU HOLLYWOOD. WEITER SO WIE JETZT BLEIBEN WIR DIE TOPLANGWEILER WELTWEIT. DER DEUTSCHE FILM GEHÖRT ENDLICH BEFREIT AUS DEN GEFÄNGNISSEN DER FFA. NO PAIN. NO SPAIN. LEMKE.