Allgemein


22
Jun 09

Feed und Theme

Ihr müsst den Feed neu abonnieren. Fragt mich nicht nach Details, aber irgendetwas stimmte (außer der Optik) nicht mehr mit dem alten Theme, deshalb hat Mathias mir hier etwas Neues gebastelt.
Wer etwas einzuwenden hat, der möge jetzt etwas sagen – oder für immer schweigen.


26
Mai 09

Hat teAM Deutschland imaginäre Freunde?

UPDATE:
Die CDU reagiert. Und setzt meinen Namen in Gänsefüßchen.
“Kommentieren ist nur für Mitglieder erlaubt.”

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Vollansicht des Screenshots

teAM Deutschland, das Kampagnenportal der CDU, feiert den Anstieg seiner Mitgliedszahlen.

Durchstöbert man allerdings die Mitgliederlisten, sticht ins Auge, dass sich dort eine ganze Reihe Zombies tummeln (siehe Bild).

Hat die CDU also Unterstützer erfunden und war sogar zu faul, sich Namen für die imaginären Freunde auszudenken?

Ganz und gar nicht, twittert Malte Steckmeister, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Gemeinderat von Delingsdorf:

antwort

Moment: Die CDU baut ihr Online-Netzwerk auf, indem sie Profile anlegt für Nutzer, die per Postkarte ihre Unterstützung signalisiert haben, denen es aber unangenehm ist, mit ihrem Namen dafür gerade zu stehen?
Und denen gerade nicht daran gelegen ist, sich mit anderen CDUlern zu vernetzen?

Als Fälscher hätte man die CDU vielleicht eher ernst nehmen können.


27
Apr 09

Meine Mutter wird neuer Trainer des FC Bayern München

Presseberichten zufolge wird meine Mutter neuer Trainer in München.
Wie schon bei ihren Engagements in Duisburg, Madrid und Dingenskirchen wird sie darauf bestehen “Trainer!” genannt zu werden, denn die weibliche in-Endung empfindet sie als verniedlichende Kuschelei. Unvergessen, wie sie Rolf Töpperwien in der Saison 85/86 nach dem verlorenen Spiel gegen Bayer Uerdingen einen Kinnhaken verpasste, als er ihr die Tür aufhielt.
Meine Mutter ist ein sogenannter harter Hund, verfügt jedoch nicht über einen sogenannten weichen Kern.
Wer erinnert sich nicht mit einem sanften Schauder der Nostalgie, wie sie nach der Winterpause 77/78 Klaus Fischer eigenbeinig aus dem Strafraum grätschte, als der den Anschlusstreffer auf dem Schlappen hatte.
Sie musste damals acht Spieltage auf der Tribüne verbringen und verfasste in dieser Zeit ihre Memoiren unter dem Titel “Stalingrad”.
Nach der Wende 89/90 zog sie sich aus der Bundesliga zurück. Nie abreißende Gerüchte über Stasi-Verstrickungen verfolgten sie bis nach Lissabon und Istanbul, wo sie nach ihren 9 deutschen Meistertiteln ebenfalls große Erfolge feierte.
Dass sie nun ausgerechnet in München anheuert, dem Ort, von dem aus Mitte der 90er die zu ihrem Rauswurf bei Barcelona führenden Glenbuterol-Gerüchte gestreut worden waren, erstaunt die Fachwelt.
Von Spielschulden ist die Rede, aber ich kenne meine Mutter. Ihr Leitsatz “Stahl wird nicht alt, Stahl wird an der Spitze breiter. Und darum geht es doch” war sozusagen mein Wiegenlied.
Assistenztrainer wird übrigens Hänschen Rosenthal, der einzige Mann, über den meine Mutter lachen kann.


28
Mrz 09

Galgenmännchen-WordPress-Plugin

galgen

Bei uiuiuiuiuiuiui könnt Ihr ein Galgenmännchen-Wordpress-Plugin runterladen. Um im Blog Galgenmännchen zu spielen. Only in the Internet, only in the Internet.


23
Mrz 09

Eine Vorzeige-Schule

Ich habe in der vergangenen Woche einer Leserin, die gerade Abitur macht, im Chat erzählt, dass eine Freundin von mir Ende der 90er ein Erdkunde-Buch hatte, in dem es die UdSSR noch gab.
Darüber konnte die angehende Abiturientin nur müde lächeln. Ihr Bio-Buch ist von 1971.
Ich habe sie daraufhin gebeten, mir etwas ausführlicher aufzuschreiben, wie es in ihrer Schule zugeht.
Wir reden hier nicht von einem sozialen Brennpunkt, die Schule befindet sich in einem beschaulichen Ort in Hessen. Es gibt Eigenheiten an dieser Schule, besonders der Umstand, dass das Schulorchester bei der Mittelvergabe bevorzugt wird, dürfte ungewöhnlich sein. Anderes erinnert mich nur zu sehr an meine eigene Schulzeit. So viele Bildungsinitiativen kann es bei Christiansen und Will, bei Kerner und Maischberger gar nicht geben, dass das Geld tatsächlich in den Schulen ankäme.
(Bevor jemand fragt: In Ermangelung von Alternativen muss die Autorin des folgenden Textes auf dieser Schule bleiben.) Continue reading →


16
Mrz 09

Mit einer gewissen Zuverlässigkeit werden Leser aggressiv, wenn ich schreibe, dass wir in der friedlichsten aller Zeiten leben. So etwas zu sagen angesichts von zertrümmerten Rentnerschädeln auf Bahnsteigen. Von cracksüchtigen Raubhuren. Von Amokläufern. Von Terror, Kosovo, Ruanda, Kongo.

Aber so ist es nun einmal: Der Amokläufer ist der Naturzustand, die Zivilisation ist der Friede.
Meine Lieblingslektorin sagt, das könne nicht sein, im Urzustand habe sich Gewalt doch gegen den gerichtet, der einem etwas angetan hat und nicht gegen eine unbestimmte Menge Mensch.
Hier habe ich schon darauf hingewiesen, dass Schimpansen keine Vergeltung üben.
Gleichzeitig ist bekannt, dass das biblische Auge um Auge ein Übermaßverbot war. Weil die Neigung bestand, für erlittenes Unrecht ganze Dörfer abzubrennen.

Und eben nicht nur für tatsächlich erlittenes, zurechenbares Unrecht. Der Mord war immer auch magische Handlung. Noch die fotografierenswertesten Amazonas-Indianer töten für ein plötzlich verstorbenes Haus-Warzenschwein eine Nachbarsippe. Sie könnte ja einen bösen Zauber über das Schwein gebracht haben.

Karma-Polizisten in entlegenen Gebieten ermitteln nicht Fingerabdrücke, sie fragen das örtliche Orakel oder eine befreundete Autopsie-Hexe und statt der Strafprozess-Ordnung kommen Macheten zum Einsatz.

Der archaische Mörder in uns, der die Schuld für sein Elend verortet in einem unbestimmten Anderen, in der Gesellschaft, im Nachbarn, in der CIA oder Wolfgang Schäuble, der war immer schon da.
Er wird gebannt durch Erziehung, Aufklärung, wird aber nie verschwinden.
Der Mörder ist das, was wir kennen.
Der Mörder ist das Uninteressanteste an Winnenden.

Was bleibt, wenn der atavistische Amok einen Ort heimsucht, wie man lebt nach dem Zivisilationsriss – das bedarf unserer Aufmerksamkeit, unseres vorsichtigen Wegschauens und unseres schamvollen Schweigens.
Denn Gegen das Geschrei haben die Götter das Tabu gesetzt.
Obwohl sie nichts von Nachahmungstätern wussten.
Götter halt.


16
Mrz 09

Mein größter Held: Ich (aka Burn-Out Man)

burn-out-man

Es geht um etwas, das größer ist als wir.
Es geht um mich.

TheHeroFactory

via, via


14
Mrz 09

Macht Gamen paranoid?

Bei Nerdcore wirft René Don Alphonso (der in seinem Blog bei der FAZ Probleme mit Kommentatoren aus einem Gamer-Forum hatte und an der Blogbar darüber einen Artikel geschrieben hat) vor, Gamer mit Nazis zu vergleichen. Ich habe dort kommentiert. Es könnte auch für Nicht-Nerdcore-Leser, also meine, interessant sein, was ich zu der aktuellen Debatte denke.

Ich frage mich seit Mittwoch, ob Computerspiele irgendwie paranoid machen.
Es sterben in Winnenden 15 junge Menschen und worum geht es bei Twitter und in zig Blogs: “Hoffentlich nehmen die uns unsere Games nicht weg.”
Und wenn man dann mal hinhört, was Dr. Pfeiffer, den der gemeine Gamer fürchtet wie der Teufel knoblauchisiertes Weihwasser, tatsächlich sagt, ist man doch etwas überrascht: “Ein Verbot hilft niemandem, wichtig ist mehr pädagogische Arbeit, es ist allerdings für jemanden, der psychisch labil ist, nicht sinnvoll, 14 Stunden jeden Tag vor dem Rechner zu sitzen.”
Kann ich unterschreiben.
Und zurück zum eigentlichen Thema: Nicht alles, was aussieht wie ein Nazivergleich, ist einer. Und der Spaß daran, sich als mutterfickender Bastard bezeichnen zu lassen, kann einem nach dem 80sten Kommentar dieser Art schon einmal vergehen.
Man kommt doch als studierter Mensch, der einer bestimmten Freizeitbeschäftigung nachgeht, nicht umhin sich zu fragen: “Mit wem sitze ich da eigentlich in einem Boot?”
Nehmen wir Fußball: Werde ich zum Proleten, weil da Zuschauer einen Torschützen der gegnerischen Mannschaft mit Gegenständen bewerfen? – Natürlich nicht. Je mehr mir jedoch am Fußball liegt, desto deutlicher muss ich mich von denen distanzieren, die mit Fußball nicht umgehen können, die ihn dazu nutzen, Defizite auszugleichen und ihr Leben mit etwas wie Sinn zu füllen.

Einige Nerdcore-Leser kommen mir vor wie das Präsidium von Dynamo Dresden (ein Vergleich! ein Vergleich). Mit den Dresdner Fans gibt es ein extremes Gewaltproblem, aber stets wird dieses Problem durch das Präsidium verniedlicht, die Polizei wird beschuldigt, selbst Schuld zu sein, Hauptsache, der Zusammenhalt von Anbieter und Käufer – Entschuldigung: Verein und Fans – steht.

Der kaum zu leugnende Zusammenhang zwischen Games und Gewalt ist nicht, dass Games zu Gewalt führen, sondern dass von Gewalt faszinierte Menschen gerne entsprechende Games spielen.

Muss man dazu kein Wort verlieren?

(Mein Beileid den Angehörigen der Opfer, die hoffentlich nicht mitbekommen, für welchen Aspekt der Tat sich die Blogosphäre interessiert).


6
Mrz 09

Ich war nicht auf der CeBIT

Ich habe kein Handy. Das heißt: Ich habe schon eins, aber ich vergesse immer, die Prepaid-Karte vorzubezahlen. Würde ich sie bezahlen, dann könnte mein Handy leidlich telefonieren, Kurzbotschaften verschicken und empfangen und mich mit einem Luftballonskaputtschießspiel süchtig machen. Das Luftballonspiel verfügt nämlich über Belohnungsgeräusche, von denen ich nicht genug bekommen kann. Wenn ich also über die Blogger-Reaktionen auf die CeBIT schreibe, dann ist das so, als würde Franck Ribéry den Stand des Heidegger-Diskurses unter senegalesischen Taubenzüchtern referieren.

Weiter in der Netzeitung.


3
Mrz 09

Nilz Bokelbergs “Die 90s – Der Song”: Download und Mash-Gelegenheit

Hier verschwinden nicht nur Artikel, hier werden auch Dinge doppelt gepostet.
Beim ersten Mal mögt Ihr ja noch gedacht haben: “Jaja, der Malte Welding mitsamt seiner Partyszene, der hängt doch sowieso immer beim Nilz Bokelberg auf dem Klo rum.”
Jetzt aber muss jedem klar werden: Ich mag dieses Lied wirklich. Oder anders gesagt: Es verklebt mir das Hirn.

Hier geht es zur mp3
Und hier kann man mashen.