kleines-scheusal.de war das Projekt einer PR-Agentur

Die mit dem Grimmepreis ausgezeichnete Jasna Strick hat auf der Open Mind-Konferenz in Kassel einen Vortrag über Hate Speech gehalten.
Im Rahmen dieses Vortrags wurden Tweets gezeigt, die Beschimpfungen und Drohungen enthielten. Einer dieses Tweets stammte vom Account @ochdomino. Die dort Twitternde, eine junge Frau, betrieb zudem ein Blog namens kleines-scheusal.de. @ochdomino wurde nach dem Vortrag Stricks (angeblich) ebenfalls bedroht.
Innerhalb der Piratenpartei wurde sehr kontrovers diskutiert, ob der Vortrag weiterhin im Netz bleiben könne.
kleines-scheusal.de ging offline, der Vortrag tauchte auf Youtube wieder auf, die Geschichte wurde gedeutet als Beleg dafür, dass Feministinnen und Piraten die wahren Hater seien.
Diese Umdeutung fand von maskulistischer Seite statt, fand aber auch Gehör in den Reihen derjenigen Piraten, denen ihre Partei zu sehr von feminstischem Gedankengut geprägt worden ist. In etwa also die Frontlinien der alten Postgender-Debatte.
kleines-scheusal wiederum war innerhalb weniger Monate zu einer Galionsfigur des deutschen Maskulismus geworden. Endlich zog der Vorwurf nicht mehr, Kritik am Feminismus käme nur von privilegierten weißen Männern, Geschlechterkriegsverlierern und Zuvielunterhaltszahlern. Hier war eine junge Frau, die sich auf zahlreichen Fotos auffallend in Szene setzte, gläubige Jüdin.
Glaubwürdiger konnte man den Antifeminismus kaum vertreten.
Tatsächlich existiert die junge Frau hinter kleines-scheusal.de nicht.
Die Bilder zeigen ein polnisches Model, die Texte stammen aus einer PR-Agentur.
Nachdem ich am Samstag auf Twitter darauf hingewiesen hatte, dass die Bilder ein polnisches Model zeigen, wurde ich als feministischer Verschwörungstheoretiker bezeichnet.
Zahlreiche Twitterer legten ihre Hand für die Echtheit @ochdominos ins Feuer. Sie hätten mit ihr geredet, niemand betreibe so einen Aufwand.
Nun habe ich mich für einen Text, der demnächst im SZ Magazin erscheint, sehr ausführlich mit Fakes beschäftigt.
Genau diese beiden Reaktionen sind dabei typisch: Man glaubt zum einen, man würde jemanden kennen, weil man mit ihm chattet. Zum anderen glaubt man, niemand betreibe so einen Aufwand.
Das mag naiv sein, aber es ist nachvollziehbar. Ich habe großartige Menschen auf Fakes hereinfallen sehen.
Die Motive für den großen Aufwand wurden mir heute per Mail von dem Betreiber des Blogs kleines-scheusal.de offenbart.
Es handelte sich demnach um ein PR-Projekt.
Da zumindest das Model wirklich unschuldig ist an der Geschichte, bitte ich darum, ihren Namen nicht weiter zu verbreiten.
Und wenn auch der Betreiber mit dieser Nummer (gerade mit dem vorgeblichen Judentum) nicht mehr zu meinen Lieblingsmenschen werden wird, werde ich ihn ebenfalls hier nicht outen.
Er schließt seine Mail folgendermaßen: “Es ist niemand zu Schaden gekommen; wenn man von dem verletzten Selbstwertgefühl der “Masku-Ecke” absieht, die sehr leichtgläubig auf eine Autorin hereingefallen ist, die ihnen absichtlich “nach dem Mund” geschrieben hat.”
Ich werde mir jedenfalls ein paar Tweets vom Wochenende ausdrucken, nachhäkeln und übers Bett hängen. Es war wie immer sehr lustig mit euch Trollen.

NACHTRAG:
Ich bin darauf aufmerksam gemacht worden, dass nicht die Rede davon sein könne, dass “niemand zu Schaden gekommen” sei. Noch am Wochenende wurde eine Feministin bedrängt, sie müsse den Selbstmord @ochdominos verhindern. Man kann sich vorstellen, was so eine Verantwortung auslöst. Zahllose Hassmails wurden aufgrund der om13-Kontroverse gegen Feministinnen gerichtet. Da wurde also ganz schön gezündelt, um ein paar Klicks zu generieren.

NACHTRAG 2:
Hier also die Mail:

Sehr geehrter Herr Welding,

nun haben Sie mich fast erwischt. Da Ihre öffentlichen Behauptungen trotzdem noch immer weit neben der Wahrheit liegen, möchte ich Ihnen die mühevolle Recherche sparen und den Schleier lüften.

Das “Kleine Scheusal” ist ein Projekt meiner Agentur, in dem es darum ging, einen Blog zu erstellen, der binnen eines Jahres eine möglichst hohe Leserzahl erreicht. Zweck dieses Blogs wäre letztlich der Vertrieb von Illustrationen gewesen; u.A. auch von und mit (…), die sich durch ihre Mitarbeit in unserer Agentur als “Gesicht” dazu bereit erklärte den Blog zu bebildern. Texte, sowie der Twitter Account, wurden von einer anderen Mitarbeiterin geführt. Es sollte der Eindruck entstehen, dass der Blog sich mit kritischen Themen ebenso auseinander setzt, wie den Übergang zu “Fashion und Fotografie”, respektive Illustration. (…) sorgte also “nur” für wirksame Bilder, während meine andere Mitarbeiterin sehr zielgerichtet auf aktuelle Themen einstieg. Mit Erfolg: Im Zuge von Aufschrei und anderen Themen erreichte der Blog bis zu 2000 Visitors täglich; und das ist ganz “ordentlich” für einen “privaten” Blog. Die Authentizität und “Echtheit” des Twitter Accounts war dadurch gegeben, dass meine Mitarbeiterin den Twitter Account, getragen durch den Erfolg, wie einen persönlichen Account handhabte. Wenn dort also stand, sie stünde betrunken an einer Bushaltestelle, dann war das durchaus “echt”. Dies gilt gleichfalls für Emotionen oder Empörung zu verschiedenen Themen.

Die Trennung von Autorin und “Gesicht” fand statt, um beide Personen zu schützen. Der Blog einer “jungen Frau” zieht in der Form Aufmerksamkeiten an sich, die etwas an der Zielgruppe vorbei laufen. Somit war es sehr praktisch, dass (…) in Polen aus dem Schußfeld möglicher Verehrer ist, und gleichfalls die Autorin hier nicht erkannt werden würde.

Der Hype und die Empörung um OM13 war so nicht geplant, da zuviel Aufmerksamkeit das Projekt vorzeitig beenden würde. Sie haben die FB Webseite(n) von (…) relativ leicht gefunden. Das galt es natürlich zu verhindern.

Trotzdem war das plakative Zitieren einer “theoretisch” echten Person auf diesem Vortrag nicht in Ordnung. Ich kenne Ihre Meinung dazu nicht aber wir sind uns hier einig. Gleichfalls verurteilen wir das “Hinterhergraben” und öffentliche Diffamieren einer “theoretischen” Privatperson. Das Kleine-Scheusal ist eine geplatzte PR-Aktion. Die nun stattfindende Verfolgung auf Twitter und das hämische öffentlich-machen immer mehr Details geht jedoch über dieses Maß weit hinaus. Das Gleiche gilt, bitte nehmen Sie das nicht persönlich, für die Art und Weise, wie Sie sich Informationen verschaffen wollten. Da Sie in diesem Moment wohl auch unser “Geschäftsgebahren” verurteilen, sehe ich uns damit als quitt.

Fazit: (…) hat mit dem Blog nichts zu tun. Meine “Familienverhältnisse” und Familienstammbaum ebenso wenig. Gleichfalls ist die namentliche Benennung der Mitarbeiterin für den Sachverhalt unwichtig. Ich trage die alleinige Verantwortung für dieses “Projekt”, da der Auftrag im Rahmen meiner Agentur stattfand. Es ist niemand zu Schaden gekommen; wenn man von dem verletzten Selbstwertgefühl der “Masku-Ecke” absieht, die sehr leichtgläubig auf eine Autorin hereingefallen ist, die ihnen absichtlich “nach dem Mund” geschrieben hat.

Sie können nun also in die Hände klatschen und die Nachricht verbreiten alle wären einem “dumm gelaufenen PR-Projekt” aufgesessen. Ich möchte Sie dennoch bitten, sich weiteren Spekulationen zu enthalten und mir, sofern gewünscht, nur Fragen zu stellen, die dem Sachverhalt dienen und nicht etwa in private Familienverhältnisse schwenken. Denn Privates hat mit Geschäft nichts zu tun; und um Geschäft ging es bei diesem Projekt.

178 comments

  1. Beweise?

  2. Kannst du noch Näheres zur Motivation der Menschen sagen, die das Blog betrieben haben?

  3. Es würde mich doch sehr interessieren, ob es dafür einen Auftraggeber gab. Sonst war das nämlich IMHO weniger ein Projekt einer PR-Agentur, sondern höchstens etwas, was Leute, die eine PR-Agentur betreiben bzw. in einer arbeiten, gemacht haben – aus welchen eigenartigen Motiven auch immer.

  4. Ich muss dich da enttäuschen. Ich habe heute mit der Familie gesprochen und zwar live und nicht nur per Twitter. Die behauptung es gäbe das kleine Scheusal nicht ist schlicht gelogen.

    • Beweise?

      • Ist das Beweis genug? http://kleines-scheusal.de/ schreibt: “Hiermit bestätigen wir die Richtigkeit der Angaben in dem Artikel von Malte Welding. Die Informationen wurden von uns genau so an ihn weitergegeben. Der zitierte Text ist also authentisch. …”

    • Ich muss dich da enttäuschen. Ich habe heute mit Gott gesprochen und zwar live und nicht nur per Twitter. Die behauptung es gäbe Gott nicht ist schlicht gelogen.

    • Dieser Text erscheint, wenn man jetzt auf http://kleines-scheusal.de/ geht.

      Das Kleine-Scheusal ist OffLine.

      Hiermit bestätigen wir die Richtigkeit der Angaben in dem Artikel von Malte Welding. Die Informationen wurden von uns genau so an ihn weitergegeben. Der zitierte Text ist also authentisch.

      Nachtrag: Da in der öffentlichen Diskussion immer wieder der Vorwurf einer vorgetäuschten “jüdischen Identität” auftaucht; es gibt Dinge, die sollte man nicht erfinden. Die meisten unserer Mitarbeiter, inkl. mir selbst sind Juden. Im Blog wurde nicht explizit gegen “Feministinnen” gehetzt, sondern JEDER allzu verbohrten Ideologie widersprochen. Viele der Blogposts beschäftigten sich mit Antisemitismus und Fremdenhass – aus “jüdischer Sicht”.

    • Nur so aus Neugierde.. jetzt wo die Katze offenbar aus dem Sack ist: Mit wem hast du noch gleich gesprochen?

  5. Lars Fischer (@Fischblog)

    Soso. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass außergewöhnliche Behauptungen außergewöhnlicher Beweise bedürfen.

  6. Das nenne ich mal einen Storytwist. Hut ab für die Recherche und das Dranbleiben an der Sache – ich hielt das schon wieder für beerdigt.

    Was mich allerdings wirklich interessieren würde: Für was für eine Sache wollten diese sauberen Personen damit PR machen? Wir können Menschen in Social Media zum Narren halten und instrumentalisieren? Mietet uns für einen ordentlichen Spin im Internet, egal worum es geht?

  7. Danke, ich dachte schon ich wäre der einzige Mensch der darauf kommt :) Wobei ich das mit PR Agentur nicht wusste. Aber dass da was sehr faul ist konnte man mit etwas Recherche feststellen.

  8. “filed under Schnellschüsse” schade. aber, … ach, ich bleib mal hier, das wird bestimmt noch lustig.

  9. Ähm was mir nicht so ganz klar ist: PR für was? Und was soll einem “wenn man von dem verletzten Selbstwertgefühl der “Masku-Ecke” absieht, die sehr leichtgläubig auf eine Autorin hereingefallen ist” sagen? Das erscheint mir etwas nebulös

  10. “Es ist niemand zu schaden gekommen”?!

    WTF?

    Ich muss mir seit knapp einer Woche in regelmäßigen Abständen anhören, dass ich mit dafür verantwortlich bin, dass ich das Leben einer jungen Frau ruiniert hätte. Ich werde blöde von der Seite angepöbelt. Die Openmind als Veranstaltung wird auf den einen Vortrag zusammengefasst. Und zu guter Letzt wird “die Piratenpartei” als Urheber einer systematischen Hetzkampagne verbloggt.

    Mich und weite Teile der Openmind-Orga haben diese Auswüchse und Attacken ziemlich mitgenommen! Aber es kam ja niemand zu Schaden…

    • So schauts es aus, Seb. Für mich ist da auch noch nichts in Ordnung.

      Es ist einfach unfassbar, wie da miteinander umgegangen wird. Ob Fake oder nicht… da sollten alle mal drüber nachdenken.

  11. Dazu wüsste ich auch gerne mehr.
    1. Wie sieht es mit der Glaubwürdigkeit der Person hinter dieser Mail aus? Ist es absolut sicher, dass das hier die wahre Geschichte ist?
    2. Gab es also nie irgendwelche Drohungen? Das kommt nicht klar raus bei dem Eintrag.
    3. Welchem “Lager” schreibt sich der Hintermann selbst zu und was waren seine Motive? Was wollte er zeigen?

  12. Wow, wenn das eine Agentur war, hat ochdomino sicher gute Chancen, auf den Grimmepreis!

  13. Hm, ich frage mich gerade, mit welcher Familie der politische Geschäftsführer der Piraten in NRW, Jens Ballerstaedt – wenn er denn tatsächlich derjenige ist, der hier unter http://www.malte-welding.com/2013/09/02/kleines-scheusal-de-war-das-projekt-einer-pr-agentur/#comment-9589 kommentiert hat – gesprochen hat, wenn doch das ganze eine PR-Nummer ist?! Ziemlich verwirrend das Ganze.

  14. Gibt es dazu auch Belege? Mich würde zum Beispiel der Name der PR-Agentur, die dieses Projekt durchgeführt haben soll, interessieren, sofern das nicht gegen Datenschutzgesetze verstößt und auch, wie man bei dieser Agentur selber nachfragen kann, damit man sich selber davon vergewissern kann, dass kleines-scheusal.de mitsamt Twitter-Account @ochdomino wirklich nur ein PR-Gag war.

    • Wenn man eine Whois- (oder Denic-)Abfrage für die Domain “kleines-scheusal.de” startet und die Namen und Adresse des Inhabers googelt, landet man fix bei einer PR-Agentur (und gleichzeitig einem Restaurator). In der Liste der Mitarbeiter ist auch eine Dame mit einer Mailadresse …@kleines-scheusal.de genannt.

      Das alleine heißt aber überhaupt nichts. Es sind zig Konstellationen denkbar, warum die Domain auf den Namen dieser Agentur läuft, ohne dass die Agentur zwangsläufig auch inhaltlich dahinter steckt.

      Kurz und gut: Eine derart brisante Anschuldigung ohne konkrete Belege in den Raum zu stellen, ist nicht nur fragwürdig, sondern auch feige. Da legt man entweder bitte direkt die Karten auf den Tisch oder hält die Klappe.

  15. Wenn jemand so viel Aufwand in ein Projekt steckt, stellt sich natürlich die Frage: »Cui bono?«

  16. Cui bono? Der Tochter.

  17. Herr Welding, ich schlage unbedingt vor, Sie machen um die Sache keinen Wind mehr. Ist besser so.

    • Klar Otla, weil auch zum Beispiel Du es warst, die auf den Fake von Ochdomino reingefallen sind. :-)

  18. Äh… kann mir mal bitte jemand ein Schaubild zeichnen…? Ich blick da nicht mehr durch.

  19. […] #om13gate geht in die nächste Runde: Nach einer Recherche von Malte Welding handelte es sich bei @ochdomino und kleines-scheusal.de um ein […]

  20. PR-Agentur-ception, oder was…?

    Ohne Beweise ist das ganze Phänomen für mich nach wie vor geprägt von F.U.D., so gerne ich auch glauben möchte, dass es vorbei sei.

  21. DENIC hat – wie für jede .de-Website – Angaben zur Inhaberin; in diesem Fall ein M. Sch. in Kiel. Falls das das ist, was Malte Welding oben nicht schreiben will, frage ich mich, warum nicht – steht ja öffentlich lesbar im Netz (vgl. z.B. die Tweets von @terrorzicke gerade eben). Oder steckt noch mehr dahinter?

  22. Das gezeigt ganz deutlich eine Schwachstelle der digitalen Kommunikation: Man kann sein Gegenüber leichter über seine eigene Person täuschen.

  23. Die Header dieser „Bekennermail“ wären interessant. Dass man sich nun zu einem PR-Gag bekennt, passt so gar nicht zu den Reaktionen des (vermeintlichen) Vaters von ochdomino, der bis zum 1. September noch völlig gegen Herrn Welding eingestellt war.

    Da die „Freunde von ochdomino“ Stimmung gegen die Piraten machen (bis hin zu : „würde ich nicht wählen, nach diesem Pranger“), wäre ein Kampf gegen die Piraten als Motiv nicht abwegig. Aber ich glaube noch nicht an die Authentizität dieser Mail. Spannend.

    • Die Mail von Herrn Schwarz ist authentisch.

    • “Da die „Freunde von ochdomino“ Stimmung gegen die Piraten machen (bis hin zu : „würde ich nicht wählen, nach diesem Pranger“), wäre ein Kampf gegen die Piraten als Motiv nicht abwegig.”

      Ok der Plan des Kampfes gegen die Piraten war also einen Blog zu starten und die Piraten solange zu reizen bis sie den Blog in einer ihrer Veranstaltung erwähnen? Das ist vor allem dann unglaubwürdig wenn man annimmt das sich wirklich soviele Leute gegen die Feministinnen unter den Piraten wenden wie immer gesagt wird. Wie wahrscheinlich ist es dann das ausgerechnet ein bestimmter Blog in dem Vortrag erwähnt wird? Und dass dann auch noch in einer Art und Weise die man als Pranger bezeichnen kann? Ehrlich gesagt der Plan klingt mir etwas sehr weit hergeholt. Also wenn es eine PR Agentur war, was ich nicht glaube, war das Ziel eher etwas anderes.

  24. Starkes Stück. Nicht die vermeintliche Enthüllung, vielmehr dieser Post der sich an der Hetze noch beteiligt. Wenn denn Beweise vorliegen, warum nicht online stellen, stattdessen einfach ein paar krude Thesen aufstellen. Ekelhaft und zynisch.

    • Und wenn hier die komplette Mail zu lesen wäre, würde es wieder heißen “Pranger”, “Hetzjagd”, “Datenschutz”, “Nachtreten” etc.

      Selbst ohne das genannte Schreiben gibt es genug Indizien für einen Fake.

  25. Das Blog “kleines scheusal” behandelte viele Themen. Wer es schafft sich mal zurückzulehnen und aufhört von wilden Anti-Piraten-Verschwörungen etc. zu spekulieren, kommt vielleicht der Wahrheit über diesen von einer PR-Agentur geschrieben Blog ein wenig näher.
    Dafür muss man allerdings entspannt sein – und fähig zur einigermaßen objektiven Betrachtung. Das ist, wie es in den letzten Tagen (und auch sonst) den Anschein hat, nicht jedermanns/jederfraus Sache im Digitalen Dorf der Überdrehten.

  26. […] bizarrer als eh schon, denn die angegriffene, aus dem web gemobbte frau scheint… ähm… ein produkt einer pr-agentur gewesen zu sein und existierte als person gar nicht. Das internetz: die offene form der geschlossenen […]

  27. […] ist es aus meiner Sicht relativ egal, ob Ochdomino nun ein Fake war oder […]

  28. Nicht zu vergessen, dass die openmind Orga sich ein paar Tage lang damit rumwerkeln musste. Die verlorene Lebenszeit ist durchaus auch ein Schaden.

    Es wurde von ochdomino Verteidigern unglaublich viele Verschwörungstheorien gegen den streamer seb und einen der Hauptorgas (Urbach) gerichtet, voll mit Falschbehautpungen.

    • Feuerwehrmann Bernd

      Oh , die arme Orga. Und die arme Jana erst. Sie musste sogar ihren Vortrag auf den Erfindungen der PR-Agentur aufbauen.

  29. Technisch gesehen ist das Geschriebene leider nur Hörensagen. Einen polnischen Modelavatar kann ich mir auch zulegen – bin dann aber noch keine PR-Agentur.

  30. Kontinentaldrift

    Kompletter Schwachsinn + null Recherche.
    Bisschen gegoogelt und bei FB rumgestöbert? Das kann jeder. Die PR-Theorie ist der Fake. Welding fällt drauf ein.

  31. Kindergarten. Feministen starten einen Fake, um Maskulinisten bloßzustellen. Die werden bald mit einer anderen Aktion zurückschlagen. Und so geht das hin und her. Einen tollen Geschlechterkampf habt ihr da. Nochmal: Kindergarten.

  32. Das Ganze ist recht verwirrrend.

    Neben dem ‘Wem nützt es?’, das man hier und jetzt mit: dem Journalisten Malte Welding und einer PR-Agentur, wenn man denn deren Namen kennen würde. Natürlich auch Frau Strick und Frau Banaszczuk, um diese nur beispielhaft zu nennen, denn auch das Buch wird so natürlich aufmerksam bekommen und gekauft werden.

    Allerdings ist den eben genannten auch ein beträchtlicher Schaden entstanden. Die Glaubwürdigkeit der ersten beiden ist ein irreversibel beschädigt; egal wie es sich im Nachhinein als ‘wahr’ herausstellt.

    Die weiteren agierenden Personen haben Anfeindungen bis in die Strafwürdigkeit hinein erdulden müssen. Auch hier würde ich von einem Schaden sprechen, denn wer außer irgendwelchen Hardcore-Feministinnen (wenn es denn so etwas gibt), wird diese in fernerer Zukunft noch zum Gespräch einladen, wenn der Veranstaltung eine solche Negativassoziation droht?

    Mir erschließt sich allerdings der zeitliche Ablauf und die sich einander bedingenden Geschehnisse überhaupt nicht.

    Das Blog gibt es nun schon einige Zeit (ich persönlich bin vor wenigen Monaten drauf gestoßen). Die nächste Handlung war der “Hipster-Fötzchen”-Tweet. Wenn dieser in Vortrag nicht aufgegriffen worden wäre, sähe es um das Agenturprojekt aber schlecht bestellt aus. Dann der Vortrag. Dann die Aufforderung ohne Namensnennung das Avatar (eines polnischen Models…) zu verpixeln. Dann die Weigerung, dies zu tun. Dann die Trittbrettfahrerei und Empörung der jeweiligen Kettenhunde. Dann die (vermeintliche) Eskalation. Und nun dieser Blogeintrag. Alle, allerdings von ganz unterschiedlich agierenden Personen, durchgeführten Aktionen bedingen einander.

    Wenn die PR-Agentur das so vorausgesehen hat und so geplant hat: Chapeau!

    Wenn nicht – dann stimmt aus meiner Sicht da etwas nicht. Auch nicht dieser Blogeintrag hier, weil er entweder nicht ‘wahr’ ist oder weil er ‘wahr’ ist, aber enorm viele Fragen aufwirft und Antworten schuldig bleibt.

  33. Da stellt sich mir doch glatt eine hypothetische Frage:

    Wer schließt aus, das diese Fakes nicht genauso anders herum existieren?

  34. Ich glaube du meinst maskulinistisch nicht maskulistisch!

  35. […] zu Dienstag nahm die Geschichte eine auch für mich etwas überraschende Wendung. Malte Welding hat hier einen Post veröffentlicht, in dem er sagt, dass der angebliche Vater ihm bestätigt hat, dass […]

  36. @N. Achdenklich Exakt! Danke für den Kommentar.

    kleines-scheusal.de lief längere Zeit ohne Attacken gegen Feministen; das gilt auch für den twitternden Vater (so er es ist).

    Schade, dass man hier keine in Polen geklauten Avatare nutzen kann.

  37. genau, ALLES TROLLE, kann gar nicht anders sein. legitim sind ihre anliegen daher schon mal gar nicht. legitim sind nur und AUSSCHLIESSLICH die der EINEN, GUTEN, wahren, schönen seite. alle anderen: schnauze!

    wir sollten lager schaffen für diesen abschaum, den maskutrollen. und bilder zeichnen, wie wir sie uns vorstellen: humpelnd mit schlechter haut, komischen nasen, schiefen, gelben zähnen, sabbernd. eine hohe stirn, ein fliehendes kinn, haare, wo sie nicht sein sollen und ein rezeptbuch für babies unter dem arm.

    fertig ist der „maskutroll“. schön, nicht?
    so einfach kann das sein.

  38. “Wenn die PR-Agentur das so vorausgesehen hat und so geplant hat: Chapeau!”

    Diese Entwicklung war nicht planbar. Denn sie fußt hauptsächlich auf der Auswahl der vermeintlichen Hass-Tweets durch Jasna Strick. Doch diese war weder zum Zeitpunkt der Bloggründung noch bei Erstellung der fraglichen Tweets absehbar.

    Die entscheidende Frage lautet: Wem soll diese angebliche PR-Aktion dienlich gewesen sein? Und zwar zum Zeitpunkt ihres Beginns, nicht jetzt, wo zahlreiche Kriegsgewinnler für sich einen Bonus geltens machen wollen.

    • Aber falls das 19-jährige Mädel doch real gewesen wäre:
      Für sie wäre das Ganze planbar gewesen, weshalb sie vorsichtshalber bei Blogeröffnung schon eine Agentur bei DEnic registriert hat?
      Merkst du, dass deine Argumente 1:1 auch auf die andere Seite übertragbar sind?

  39. Danke für die Mail, auch wenn das immer noch nicht die Glaubwürdigkeit des Mailschreibers sicher stellt.
    Schlüsselsätze für mich: “Wenn dort also stand, sie stünde betrunken an einer Bushaltestelle, dann war das durchaus “echt”. Dies gilt gleichfalls für Emotionen oder Empörung zu verschiedenen Themen.”
    Das heißt für mich, dass es eine echte Person hinter dem Account gab, die auch frei raus ihre echten Meinungen getwittert hat. Sie hatte bloß eine Maske auf und war sonst sie selbst. Zum Sachverhalt der Drohungen sagt das immer noch nichts. Gab es sie nun oder nicht?
    Denn was ändert es, wenn ich eine Person bedrohe, die maskiert ist, aber ansonsten sie selbst? Nichts.

  40. TheGurkenkaiser

    war es diese agentur: http://inkommodus.com/team.html ?

  41. Spinnen wir doch einmal drei mögliche Szenarien zusammen:

    1. Die feministischen Protagonisten merken, dass sie zu weit gegangen sind, als sie eine 19-jährige jüdische Bloggerin aus dem Netz gemobbt haben und reparieren jetzt den Schaden mit Hilfe eines eilfertigen Alphabloggers, in dem sie das Blog als männlichen PR-Stunt darstellen, der in die Hose gegangen ist.
    Dagegen spricht, dass die Fotos im Blog ein polnisches Model darstellen (sollen), was aber bisher nicht belegt wird.

    2. Eine feministische PR-Agentur hat ein U-Boot gestartet, um den Maskulinisten ein Spielzeug in die Hand zu geben, das sie kurz nach einem vermeindlichen Sieg in einer Schlacht um einen denunziatorischen Vortrag vor ihren Augen kaputt machen.
    Praktische Folge: Alle ernst zu nehmenden Blogger für Männerrechte, die auf den Zug aufgesprungen sind, sind blamiert bis auf die Knochen.
    Dagegen spricht, dass die gesamte Eskalation zwischen Welding, der Faserpiratin und allen anderen Beteiligten abgesprochen sein muss, was schwer durchzuhalten ist, außer man ist wirklich fest verschworen, wonach es nicht aussieht. Welding ist eigentlich seriös.

    3. Ein Mann hat sich tatsächlich als 19-jährige Jüdin ausgegeben, um die feministische Seite, die im Zuge von #aufschrei enormen Auftrieb bekam, effektiver bekämpfen zu können als er dies als Mann könnte. Frau und Jüdin = schwer angreifbar. Je bekannter das Blog wurde, desto mehr bestand die Gefahr der Enttarnung. Und nach dem Piratenvortrag eskalierte es und es haben eine Menge Leute damit begonnen, zu recherchieren und tatsächlich was gefunden. Dann wurde es ihm zu heiß und der “Vater” musste eingreifen, aber es war zu spät. Das wäre ein klassischer Bärendienst, den der Mann hier geleistet hat.

    Sorry, aber dagegen spricht wenig. Das kleine Scheusal war mir immer zu glatt, zu aufgesetzt und die eitlen Fotos, die wirklich unter jeden Post gepappt wurden, zu unglaubwürdig. Ich werde immer misstrauisch, wenn alles zu gut passt und hier passte es zu gut.

    Da wird die nächsten Tage noch was nachkommen, doch was immer es sein wird: Es wird die Debatte nicht versachlichen.

    • “2. Eine feministische PR-Agentur hat ein U-Boot gestartet, um den Maskulinisten ein Spielzeug in die Hand zu geben, das sie kurz nach einem vermeindlichen Sieg in einer Schlacht um einen denunziatorischen Vortrag vor ihren Augen kaputt machen.”

      Dann wären die fiesen Maskus leider unschuldig und die Feministinnen blamiert.
      Auch blöd.

  42. Auf die Gefahr hin mich hier unbeliebt zu machen. Gibt es eigentlich irgend einen Hinweis darauf das der Mail Schreiber nicht selber ein Fake ist? Mal angenommen die PR Agentur merkt sie hat Mist gemacht und möchte weiteren Schaden abwenden. Wäre es dann nich am effektivsten as ganze direkt unter der Domain kleines-scheusal zu schreiben? Dann würde es jeder erfahren den es interessiert und es gäbe auch kein Glaubwürdigkeitsproblem. Villeicht können sie das Herr Welding der Agentur als Tip mitgeben.

  43. Ein Mensch macht etwas unüberlegtes das eine Gruppe von Menschen nicht ok findet. Ein paar Personen oder eine einzelne Person dieser Gruppe von Menschen, die das nicht ok findet, stellt diesen Menschen an den Pranger. Daraufhin eskaliert das ganze durch einen Mob der sich gegenseitig aufstachelt.

    Ob es ich bei dem an den Pranger stellen um diesen Fall und einen Fake handelt oder um http://www.taz.de/Schlampen-und-Helden/!122822/ sollte dabei egal sein. Die Methode Pranger ist und bleibt ein Problem und es wäre sehr zu wünschen wenn so einige sich mal darüber Gedanken machen ob nicht manche Methoden grundsätzlich abzulehnen sind, egal wie sehr man meint für das “Gute” zu kämpfen.

  44. […] Brief, den Malte Welding auf seinem Blog veröffentlicht, soll beweisen, dass seine Recherchen ins […]

  45. Was mich erschreckt ist, dass der Mailschreiber die gesamte Aktion immer noch als gelungenen PR-Coup bewertet. Und für eine erfundene Person, die ernsthafte Anliegen anderer ins Lächerliche sudelt, noch Persönlichkeitsrechte einfordert?!

    Es scheint eine bösartige Werteverschiebung in dieser Branche zu geben. Am Ende gewinnen sie noch so einen Menschenverachtungs-Award dafür.

    • “Es scheint eine bösartige Werteverschiebung in dieser Branche zu geben.”

      In welcher Branche? Wenn ich jetzt eine Mail verfasse, das die PR Aktion in Wahrheit von einem Mitglied der anonymen Knäckebrotesser initiiert wurde, dann glauben wir alle, dass Knäckebrot zu falschen Werten in einer ganzen Branche führt?

      Hier lassen sie wohl viele gern und schnell die Taschen vollhauen….

  46. der inhaber einer website muss noch lange nicht deren betreiber sein. zieht man logische schlüsse kann es auch genauso gut sein das teil des arbeitsvertrages von dominika n. war von der firma eine homepage gestellt und finanziert zu bekomen (was in werbebranchen nicht unublich ist). somit könnte man jetzt auch die vermutung aufstellen das sich der chef der agentur schützend vor seine angestellte stellt da er mitbekommen hat, das einige leute vermutet haben das es sich hierbei um einen fake handelt.
    nen bekennerschreiben das man die aktion organisiert hat kann jeder.

    • Welding hat ins Impressum geguckt und dort einen Mann gefunden. Denic war gar nicht nötig. Dann ein bisschen googlen, und schon hatte er Infos beisammen, die sich auch Lieschen Müller in Kürze beschaffen kann.
      Da stimmt doch was nicht! Eine Bloggerin mit einem Mann im Inpressum? Selbiger als ihr Arbeitgeber in einer Agentur, Link anbei, ganze 3 Klicks weiter? Die Facebookseite auf Polnisch? Polnische Model-Agentur? Polnischer Name? Die Person in der Modelagentur mit den Fotos existiert, nur eben in Polen? Da kann sie unmöglich ein Blog _in Kiel_ betreiben und _in Kiel_ twittern. Polen ist von Kiel fast so weit entfernt, wie Australien. Connections zu Polen hat dieser Mann nicht. Da braucht man nur mal auf der Seite der Agentur unter “Team” nachzusehen.

      Also muss das Ganze ein Fake sein. Da stimmt ja nix. Und Faker sind natürlich so damlich, völlig ungereimte Stories zusammen zu klöppeln, die man in 15 Minuten googlen aufdecken kann. Alles klar. Das Ding mit dem PR Gag passt natürlich perfekt, denn mit so einem heißen Blog, wie Kleines_Scheusal generiert man tausende Klicks pro Tag. Wenn nicht gar Millionen oder Milliarden. Wäre nicht die #om13 gewesen, hätte der Herr Schwarz über seine gefakte Seite in Kürze Unsummen an Kohle mit Illustrationen verdient, denn bekanntlich ist die Masku-Szene eine wahres El Dorado für Illustratoren.

      Amen.

      • Das Model ist die Tochter des Herrn S., entstanden aus einer früheren Ehe. So die Eigenaussage von S. auf Twitter.

        • Feuerwehrmann Bernd

          “Entstanden”? Wer solche Leser hat, braucht sich über Erfolg nicht zu wundern.

  47. […] Trolling! Irgendjemand hat ficken gesagt, es wurde wohl geweint. Ziemlich strange. Es stellt sich heraus, dass es nur eine PR-Agentur war, die meint damit mehr Illustrationen verkaufen zu […]

  48. […] kann und will ich zu diesem Teil, und was ich z. B. von Malte Weldings Rechercheergebnissen halte, momentan nicht schreiben. Es wird dazu demnächst einen weiteren Post geben, d.h. […]

  49. […] der Blog kleines-scheusal.de, der zusammen mit einem Twitter-Profil entweder von einer PR-Agentur oder aber einem Mann betrieben wurde, die/der vorgab, eine junge Frau stünde hinter Blog und […]

  50. Es sieht so aus, als wenn Maltes Recherchen stimmen. Auf kleines-scheusal.de steht jetzt jedenfalls eine Bestätigung:

    Hiermit bestätigen wir die Richtigkeit der Angaben in dem Artikel von Malte Welding. Die Informationen wurden von uns genau so an ihn weitergegeben. Der zitierte Text ist also authentisch.

    Nachtrag: Da in der öffentlichen Diskussion immer wieder der Vorwurf einer vorgetäuschten “jüdischen Identität” auftaucht; es gibt Dinge, die sollte man nicht erfinden. Die meisten unserer Mitarbeiter, inkl. mir selbst sind Juden. Im Blog wurde nicht explizit gegen “Feministinnen” gehetzt, sondern JEDER allzu verbohrten Ideologie widersprochen. Viele der Blogposts beschäftigten sich mit Antisemitismus und Fremdenhass – aus “jüdischer Sicht”.

    Ich finde, hier machen es sich manche jetzt zu einfach mit dem Vorwurf, das hätte man ja auch alles wissen können und das hätte man sich in 5 Sekunden zusammengoogeln können. Hätte, hätte – Malte hat’s dann aber auch getan. Danke dafür.

    • “Auf kleines-scheusal.de steht jetzt jedenfalls eine Bestätigung:”

      Das ist übehaupt keine Bestätigung. Es ist ein Text. Oder glaubst du alles, was irgendwo hingeschrieben steht?

      Hast du dich mal gefragt, ob es überhaupt möglich ist, über das private Blog einer 19-Jährigen Illustrationen zu verkaufen?
      Wer soll die kaufen, deren Follower vielleicht?
      Und warum macht ein Faker, der einen falschen Avatar und eine falsche Identität benutzt, so einen Aufstand wegen seiner Persönlichkeitsrechte, wo es gar keine Person gibt und das Ganze bei einem Rechtsstreit auffliegen würde? Da würde ich als Faker schön den Ball flach halten. Denn sollte diese Räuberpistole tatsächlich wahr sein, dann hätte er spätestens damit seinen “PR-Coup” in die Luft gejagt.

  51. “Malte hat’s dann aber auch getan. Danke dafür.”

    Danken kannst du ihm, wenn BEWIESEN ist, dass es ein Fake war. Die Mail und der Text auf der Seite belegen gar nichts.
    Vielleicht wollten diese Leute einfach ihre Ruhe haben und verhindern, dass weiter in ihrem Privatleben herumgestochert wird.

    • Nicht dein ernst?!
      Klar ist es hart, wenn man sich eingestehen muss, über längere Zeit von einer PR-Agentur an der Nase herumgeführt worden zu sein.
      Aber bei aller Eitelkeit – Ein Statement der entsprechenden Agentur als Briefveröffentlichung und als Eingeständnis auf der Website des Betreibers (vgl. DEnic – Registtration) nicht als “Beweis” anerkennen zu wollen ist ignorant und realitätsfern.

      Es sei denn @ochdomino hat sich vor Anmeldung der URL bei DEnic schon den Herrn Schwarz und seine PR-Agentur ausgedacht.
      Aber auch hier: Nicht dein (mein) ernst?!

      • “Es sei denn @ochdomino hat sich vor Anmeldung der URL bei DEnic schon den Herrn Schwarz und seine PR-Agentur ausgedacht.”

        Für eine junge Frau mit kritischen Ansichten, ist es regelrecht ratsam, ein Blog nicht über den eigenen Namen laufen zu lassen, sondern einen Strohmann einzusetzen. Ich hab selbst vor ein paar Jahren eine HP betrieben, die über den Namen einer Agentur lief.

        • Genau. Da kommt man natürlich als “kritische 19-jährige” als allererstes drauf, dass die URL-Registration auf einen anderen Namen laufen sollte, falls man mal in ein paar Monaten bei der Piratenpartei mit einigen Tweets aneckt.
          “Sie” konnte das ja alles im voraus wissen.
          /ironie

          Du unterstellst, und das ist häufig ein Problem, dass andere Leute so klug sind (klug im Sinne von “Bei einem bestimmten Thema extrem gut informiert” aka. “Fachidiot”) wie du und basierst deine Meinung auf der Tatsache, dass du das a) besser wusstest und b) besser gemacht hättest.

          Was ist also nun wahrscheinlicher in deinen Augen?
          Dass ein PR-Profi, der wohl nicht ganz so professionell ist, wie er dachte, hinter der Sache steckt oder doch eine 19-jährige, die besser ist als jeder PR-Profi, da man ihr selbst jetzt noch nicht “auf die Schliche” kommt und die alles minutiös von ersten Minute an geplant hat um jetzt in der Anonymität unterzutauchen und eine PR-Agentur vorzuschieben?

          • “Da kommt man natürlich als “kritische 19-jährige” als allererstes drauf, dass die URL-Registration auf einen anderen Namen laufen sollte, falls man mal in ein paar Monaten bei der Piratenpartei mit einigen Tweets aneckt.”

            Heutzutage ist es völlig üblich, eine andere Person und eine c/o Adresse anzugeben, wenn man nicht belästigt werden will. Das wissen netzaffine 19-Jährige und ihre Eltern ebenso.

            “Dass ein PR-Profi, der wohl nicht ganz so professionell ist, wie er dachte, hinter der Sache steckt oder doch eine 19-jährige, die besser ist als jeder PR-Profi”

            Inwiefern soll sie besser ein, als ein PR Profi? Sie hat nichts gewonnen, auch nichts verkauft oder promotet. Sie hatte ein Blog, das lief auf ihren Vater, den konnte man im www so leicht finden, wie brigitte.de
            Ihre eigene FB-Seite kann man auch finden und von dort aus weiter surfen. Das wollte man verhindern, indem man Malte Welding einen Köder zu schlucken gab: Stimmt alles! Recht gehabt! Ist ein Fake. Dann recherchiert er nicht weiter.

            Hat geklappt.

          • Kann leider nicht auf deinen Beitrag direkt antworten – Button ist weg.

            Im Grunde lieferst du dir schon selbst die Begründung:
            “Sie hat nichts gewonnen, auch nichts verkauft oder promotet.”

            Richtig.
            Also, qui bono? Was sollte sie dann von der ganzen Aktion haben? Profilierungs-Neurose?

            Ist es so abwegig, dass eine PR-Agentur konzeptionell tierisch auf die Nase fällt?
            Ich persönlich gebe dir Recht bei dem Thema “Was hat sich die PR-Agentur von dem Blog versprochen?”
            Ein nörgelder Blog ist sicher nicht der optimale Vertriebskanal für Illustrationen.
            Andererseits kann man den Leuten auch nur vor den Kopf gucken – Ich habe schon viele vermeintlich sinnfreie PR-/Marketing-Konzepte gesehen, die dann aufgingen!

            Das “qui bono” stellt sich übrigens bei einer PR-Agentur als Agitator nicht – Es ist schlicht Geld.

  52. “Denn Privates hat mit Geschäft nichts zu tun; und um Geschäft ging es bei diesem Projekt”. Na dann hoffe ich mal, dass auch die Impressumspflicht ernstgenommen wurde.

    • “Denn Privates hat mit Geschäft nichts zu tun; und um Geschäft ging es bei diesem Projekt”

      Was für Geschäft will der Mann gemacht haben mit einem Blog, dass täglich vielleicht auf 50-100 Zugriffe kam und wo nichts angeboten wurde, keine Werbung, keine Links?

      • Lt. Auskunft der Websitebetreibers hatte die Website ca. 2000 Zugriffe am Tag. Es ging um den Verkauf von Illustrationen, nicht darum, Werbeeinnahmen mit dem Blog zu erzielen.

        • Und wenn der das sagt, stimmt es?
          Es wurden keine Illustrationen angeboten. Wie hat er die denn verkaufen wollen? Ohne einen einzigen Hinweis darauf?

          Die 2000 Zugriffe betreffend kannst du hier mal vergleichen, was ein ziemlich bekanntes Blog nach für Zugriffe generiert:

          http://allesevolution.wordpress.com/2012/08/25/1-000-000-zugriffe/

          Es kommt nach 3 Jahren auf 2.500 Zugriffe pro Tag. Und zwar durch rege Diskussionen. Das kannst du dir dort ansehen.
          Auf kleines_scheusal gab es kaum Diskusionen. Wo sollen nach einem halben Jahr 2000 Zugriffe pro Tag hergekommen sein?

          • “Also, qui bono? Was sollte sie dann von der ganzen Aktion haben? Profilierungs-Neurose?”

            Die Aktion sollte die Recherche von Welding beenden. Mehr nicht.

            “Ist es so abwegig, dass eine PR-Agentur konzeptionell tierisch auf die Nase fällt?”

            Es ist abwegig, dass eine Agentur eine Aktion startet, die jeder Logik und jedem Sinn entbehrt.
            Weniger abwegig ist es hingegen, wenn man einem neugierigen Journalisten das gibt, was er hören will, um die eigene Privatsphäre oder die eigene Tochter zu schützen.

          • Leider teilweise im falschen Thread geantwortet – nevermind.

            “Es wurden keine Illustrationen angeboten. Wie hat er die denn verkaufen wollen? Ohne einen einzigen Hinweis darauf?”

            Hier wäre jetzt natürlich ein Mirror der Seite hilfreich um das zu verifizieren. Ich weiß persönlich nicht, ob das stimmt, war ich nur zum Thema OM auf der Seite, ca. 2 Tage bevor sie geschlossen wurde. Ich hoffe du weißt es wirklich und mutmaßt nicht nur, dass es so ist.

            “(..) Wo sollen nach einem halben Jahr 2000 Zugriffe pro Tag hergekommen sein?”

            Deine Spekulationen und Vergleiche mit anderen Blogs sind völlig obsolet. Ich kann auch Ecosia mit Google vergleichen und sagen “Kann nicht sein, dass Ecosia weniger Zugriffe hat, ist doch auch eine Suchmaschine, wie Google”.
            Darüber weiß letztendlich nur der Websitebetreiber bescheid.

            “Die Aktion sollte die Recherche von Welding beenden. Mehr nicht. ”

            Das meine ich nicht. Ich meine die gesamte Aktion. Von der Eröffnung des Blogs mit dem einkalkulierten “fremden” Websitebetreiber, über die “Hater”-Kommentare, die OM-Diskussion und letztendlich den Brief des “Vaters”.

            “Es ist abwegig, dass eine Agentur eine Aktion startet, die jeder Logik und jedem Sinn entbehrt.”

            Die Frage nach Logik und Sinn kann dir nur die betreffende Agentur selbst beantworten (vielleicht). Du mutmaßt und setzt deine Einschätzung als Axiom voraus. So kann man nicht argumentieren.

            “Weniger abwegig ist es hingegen, wenn man einem neugierigen Journalisten das gibt, was er hören will, um die eigene Privatsphäre oder die eigene Tochter zu schützen.”

            Das wäre nicht abwegig, wenn man es ohne Kontext sieht, richtig.

          • Noch etwas:

            Unterstellen wir einfach Mal, dass die Blogbetreiberin wirklich existiert:
            Sollte die PR-Agentur, die auf kleines-scheusal.de als Verfasser der Nachricht genannt wird, dann nicht rechtlich gegen die Blogbetreiberin vorgehen?
            Hier stehen meines dann Erachtens Vorwürfe wie “Rufschädigung”, “Identitätsdiebstahl”, “Falsche Tasachenbehauptungen”, etc. im Raume.

            Wie wahrscheinlich ist es, dass eine 19-jähririge Blogbetreiberin sich freiwillig und vorsätzlich in einen rechtsstreit mit einer PR-Agentur begibt?

            Selbst wenn sie “Fotografin” bei der Agentur sein sollte und das Ganze mit dem Chef der Agentur abgesprochen ist:
            Wieso sollte der Chef (Herr Schwarz) dem Ganzen einwilligen?
            Nach dem Motto “Auch schlechte PR ist PR”?
            Oder weil er ein menschenfreund ist?

            Ich unterstelle Unternehmen immer zuerst den Willen zur Profitmaximierung, den ich in diesem Zusammenhang nicht erkennen kann.

          • @Max: Ein Mädchen betreibt einen Blog unter einer Domain, die auf den Vater registriert ist, in dessen Agentur sie auch arbeitet. Und jetzt schickt sie den Vater wieder vor, um aus der ganzen Nummer rauszukommen. Das Mädel kann ich zu so einem Vater, der sich schützend vor sie stellt, nur beglückwünschen. Und dabei sollte man es mMn jetzt belassen.

          • Na wenn das so einfach ist…

            Wie kommt dann Malte Weldings Aussage “Die Bilder zeigen ein polnisches Model, (…)”?

          • - “Wie”
            + “Woher”

          • @Max: Was weiss ich? Mädel wollte ihre Identität verschleiern, um genau solchen Angriffen nicht auch noch im RL ausgesetzt zu sein? Blog war ein Gemeinschaftsprojekt? KA, ist ja auch egal. Was ist denn schon passiert ausser einem zünftigen Flamewar, in dem alle Beteiligten auf einmal *mimimimi* machen?

  53. @Bratznknödel
    Ich habe doch nur den Betreiber zitiert, der sagt, dass es Geschäft war. Selber kenne ich das Ding gar nicht.
    Aber, wenn einer etwas als Geschäft betreibt (wie er selbst sagt), dann muss er auch die Impressumspflicht ernst nehmen.

  54. Wow, “Denn Privates hat mit Geschäft nichts zu tun; und um Geschäft ging es bei diesem Projekt” – die Unterscheidung zwischen aus geschäftlichen Gründen vorgetäuschter Privatheit und dem Schutz der Privatheit des Vortäuschenden ist geradezu phänomenal. Ich bekomme in letzter Zeit immer mehr Lust, mal wieder Günter Anders’ “Die Antiquiertheit des Menschen” Band II zu lesen.

  55. […] (Welding, Malte: “kleines-scheusal.de war das Projekt einer PR-Agentur”, Blog-Artikel, http://www.malte-welding.com/2013/09/02/kleines-scheusal-de-war-das-projekt-einer-pr-agentur/, abgerufen am 03.09.2013) geworden ist, zeigt sich zu welch drastischen Mitteln mittlerweile nicht […]

  56. “So kann man nicht argumentieren.”

    Doch, Max, so muss man sogar argumentieren, denn als einziger “Beweis” für einen Fake liegt ein “Geständsnis” des Vaters vor.

    Weder kann Malte Welding seinen Fakevorwurf belegen, noch hat der Vater ihn schlüssig widerlegt. Hinreichendene Indizien existieren nicht. Die Identität der Person ist nicht gestohlen. Der Name Dominika und das Foto stimmen mit den Angaben der poln. Modelagentur überein. Also existiert eine Frau mit diesem Namen, die in einer poln. MOdelagentur registriert ist. Das sie modelt, war konnte man ihrem Blog entnehmen. Die Agentur des Vaters hat Kontakte nach Polen, es existiert eine Version der Agenturwebseite auf Polnisch. Eine Frau, die sowohl in Kiel als auch in Polen unterwegs ist, vielleicht Verwandtschaft hat, die auch in Polen modelt, kann durchaus eine FB-Seite in poln. Sprache unterhalten und via FB Kontakte dorthin unterhalten. Dass der Vater als Seitenbetreiber ihres Blogs auftritt, ist nichts besonderes. Auch nicht, dass er nicht den gleichen Familiennamen führt. All das ist pausibel.

    Unplausibel ist hingegen, dass eine Agentur von langer Hand eine PR-Aktion plant, bei der relativ wahllos feminismuskritische Beiträge gemischt mit privaten Alltäglichkeiten dazu dienen sollen, Illustrationen zu verkaufen, auf die sich kein einziger Hinweis im Blog befindet. Unplausibel ist ebenfalls, dass ein solches Blog, ohne nennenswerte Debatten 2000 tägl. Zugriffe generieren soll.

    Hier sind viele auf einen Fake hereingefallen, und zwar auf das “Geständnis” des Vaters.

    • Das sind alles Mutmaßungen, “plausibel” liegt im Auge des Betrachters.
      Nein, so kann man nicht argumentieren – meine Meinung.

      Ich gebe dir nochmals recht, dass die Begründung, Illustrationen durch den Blog verkaufen zu wollen, mehr als schwammig ist.
      Das ist auch für mich nicht nachvollziehbar.

      Aber auch hier nochmals: Ich kann das nicht beurteilen, weil ich die Seite vor der Schließung nicht auf Illustrationsverkauf gecheckt habe.

      • “nicht auf Illustrationsverkauf gecheckt habe.”
        Das wäre aufgefallen, ich hatte mir die Seite auch mal recht flüchtig angesehen und keinen Hinweis gefunden – auch kein Link bei dem man irgendwas kaufen kann oder dergleichen.

        • Und genau das ist das gefährliche Halbwissen.
          Nur weil du keine offensichtlichen Hinweise auf einen “Verkaufsblog” beim “flüchtig ansehen” der Seite gefunden hast, ist das ein Beweis dafür, dass die Begründung der Agentur nicht schlüssig ist?

          Ganz dünnes Eis, auf das ich mich nicht begeben würde.

          • “Nur weil du keine offensichtlichen Hinweise auf einen “Verkaufsblog” beim “flüchtig ansehen” der Seite gefunden hast, ist das ein Beweis dafür, dass die Begründung der Agentur nicht schlüssig ist?”

            Ich kenne die Seite recht gut und habe sie seit Anfang des Jahres verfolgt. Es gab keine Verkaufabsichten. Es gab kein Angebot, keine Preise, keinen Webshop, keine Widerrufsbelehrung. Schlicht nicht, was auf eine Verkaufabsicht hindeutet. Gar nichts!

  57. “noch hat der Vater ihn schlüssig widerlegt.”

    Korr: Der Vater hat den Fake auch nicht schlüssig belegt.

  58. eS gibt keinen Grund, den Namen des Betreibers geheim zu halten oder zu schützen.
    Eine PR-Agentur ist ein Gewerbe mit dem Ziel Geld zu verdienen, egal ob direkt oder indirekt. Die Wahl der angewandten Stilmittel zum Erreichen dieses Zieles liegt im Ermessen des Unternehmers. In jedem Fall agiert er dann in der Öffentlichkeit bzw. in seinem Marktumfeld, verlässt also das Private.
    Es gab also beim Blog “Kleines Scheusal” keine private Zone, in der sich der Unternehmer flüchten könnte. Ebenso wenig im darauf basierenden Twitter Account.
    Es stellt sich ja dann auch die Frage nach dem Impressum bzw. der fehlenden U-St. Identifikationsnummer, nur so am Rande…(wollte er seine Illustratonen schwarz verkaufen?)
    Wäre der Betreiber ein Informant oder Kronzeuge Ihrer Recherchen, Herr Welding, könnte man den Schutz des Betreibers evtl. noch rechtfertigen. Aber ist er nicht, sondern ein Ergebnis Ihrer eigenen Recherchen.
    Viele mussten sich im Verlaufe dieses “Gates” nackig machen, waren ziemlich schutzlos den Reaktionen ausgeliefert. Und denjenigen, der nicht unerheblich daran beteiligt war….aus rein gewerblichen, nicht politischen Gründen, ausgerechent den schützen Sie?

  59. @Bratznknödel: Du hast mich nachdenklich gemacht… Das, was Du schreibst, ist wahrlich nicht absurd.
    Jetzt habe ich mal im Archiv gesucht und bin auf diese “Momentaufnahme” – http://web.archive.org/web/20130516231956/http://kleines-scheusal.de – gestossen. Wie gesagt, die Seite kannte ich nicht – also ich kann nicht glauben, dass das eine PR-Aktion einer Agentur war…

  60. Ich vermut sehr, dass Malte Welding selbst eine PR-Firma betreibt und den Herrn M.S. aus K. nur erfunden hat, um sein Blog zu promoten. Tatsächlich gibt es schon 100 Kommentare und jede Menge reblogs. Respekt! Geschickt eingefädelt! Aber mich täuschen Sie nicht! Verraten Sie mir noch, was Sie dann später mal verkaufen wollen?

  61. Ich glaube inzwischen, nachdem ich mich heute durch viele Blogposts und Links geklickt und gelesen habe, dass hier tatsächlich ein Vater seine Tochter schützt.

    Das würde erklären, warum die Domain auf die Agentur registriert war. Lief einfach auf den Namen des Vaters. Der zahlt die Rechnung. Nicht unüblich für eine 19-jährige.

    Das würde auch erklären, warum die Agentur so kampflos alle Schuld auf sich nimmt und sich zu einer “PR-Aktion” bekennt, die gar keinen Sinn ergibt. Welche PR-Agentur hat etwas von einem Nischenblog, der so etwas unpopuläres wie Feminismuskritik verbreitet, einem Thema, mit dem man sofort auf jede schwarze Liste kommt und nie wieder einen seriösen Geschäftspartner finden wird? Was will man damit verkaufen? Eben: Nix.

    Das Model namens “Dominica” ist auf der Internetseite der Agentur als Teammitglied verzeichnet. Also: Die Tochter arbeitet bei ihrem Vater in der Firma. Auch völlig normal. Gibt es zigtausendmal in diesem Land. Ihr Nachname, der nicht dem des Vaters entsprechen muss (uneheliche Kinder tragen in der Regel den Namen der Mutter), ist abgekürzt, um sie zu schützen.

    Das ergibt alles ein logisches schlüssiges Bild: Hier schützt ein Vater seine Tochter, die bei ihm in der Klitsche arbeitet und im Internet von einem Mob unter Feuer genommen wurde. Das darf er. Das muss er sogar.

    Wenn es so ist, dann wäre es die Schlimmste aller Erklärungen, denn dann hätte tatsächlich ein Internetmeute eine junge Frau aus dem Netz gemobbt.

    • Wenn es so ist, dann wäre es die Schlimmste aller Erklärungen, denn dann hätte tatsächlich ein Internetmeute eine junge Frau aus dem Netz gemobbt.

      Wer mit Ausdrücken wie “Hipster-Fötzchen” um sich schmeisst, sollte auf Gegenwind gefasst sein. So mancher muss das erst auf die harte Tour lernen.
      Das Mädel wird sicherlich nicht aus dem Internet verschwinden, aber das nächste Mal vielleicht dann bedenken, dass auch Hipster-Fötzchen Menschen sind, die sich nicht immer gerne dumm von der Seite anmachen lassen.

      • Echt blöd von “Maltefan” und ein weiterer Beleg für übles Mobbing und Menschenhatz:

        Der zitierte Ausdruck wurde völlig aus dem Zusammenhang gerissen!
        Allein mit diesem Zitat bereits hat sich die Jasna Strick mit ihrem Vortrag disqualifiziert.
        Wie auch die anderen Zitate, ist auch dieses keiner Weise geeignet, Hass-Sprache oder gar Drohungen gegen Aufschrei-Feministinnen zu belegen.

        Der Ausdruck
        “Da krieg ich imm Hass, wenn so Hipstaa-Fötzchen über “schwere” Arbeit reden und dabei fast ohnmächtig werden! oooaaaRRRRRRooaaRRR”

        bezog sich nämlich erkennbar auf gleichalterige offenbar demotivierte Arbeitskolleginnen und sollte wohl soviel bedeuten wie ein launiges “Kommt mal in die Puschen ihr Luschen”.
        Er hatte also mit Anlass und Thema des Vortrags nicht das Geringste zu tun!

        Dies gleichwohl zu präsentieren war eine echte Sauerei! Es diente allein dazu, die junge Ideologie-Kritikerin zu diffamieren.

        Im Übrigen hat sich die Falschbeschuldigte (unnötigerweise) sofort öffentlich für den Ausdruck entschuldigt.

        Ganz im Gegensatz zu Typen wie “Maltefan” hoffe ich sehr, dass sie sich bald wieder frei und ungezwungen und in der ihr angemessen erscheinenden Sprechweise im Internet äußert.

        Denen, die am liebsten alle Menschen gemäß ihrer jeweiligen Political-Correctnes gängeln und zensieren möchten auf diesem Wege ein herzliches FUCK YOU!!!
        Wenn ihr nicht so mies wärt, könntet ihr einem Leid tun!

        • Die eine soll sich so ausdrücken dürfen, wie sie will, während die anderen besser die Fresse halten sollen? Glückwunsch.

          • @Maltefan: Aber den Punkt in luggis Aussage, dass sich Hipsta-Fötzchen gar nicht auf die Aufschrei-Kampagne bezog und sie deshalb gar nichts “verdient” oder “zu lernen” hatte, den hast du schon verstanden?

          • Ach so … Wenn sich solche Ausdrücke auf andere Menschen beziehen, sind sie selbstverständlich in Ordnung, wa?
            Ich glaube mich allerdings zu erinnern dass auch Feministinnen beleidigt wurden, mit anderen Ausdrücken. Früher gab es da mal so einen Spruch: if you can’t stand the heat, stay out of the kitchen. Ich weiß nicht, was aus dem geworden ist.

    • @Frasier tl;dr Unsinn

      1. Dass die Domain auf eine Agentur registriert ist, soll ein Beweis sein, dass es um Vater/Tochter geht? Es gibt sicher mehrere Gründe, warum eine Domain auf eine Agentur registriert ist. Das ist kein Beweis, das ist noch nicht mal ein Indiz.

      2. “kampflos aufgeben” ist eine Wertung, die mehr von deinen Wünschen als der Realität verleitet wird. Ebenso ist völlig vorstellbar, dass die Agentur und ihr Betreiber den Blog glaubhaft (“bedeutet hier: innerhalb der Logik der erfundenen Geschichte”) abstellen wollten.

      3. Die Frau, die mit “Dominika N.” auf der Agenturseite geführt wird, lebt in Polen und war laut ihrer FB-Site zu mindestens zwei Terminen an anderen Orten als “sie” im Blog behauptet hat. Vielleicht solltet du statt “vieler Blogposts und Links” einfach mal die relevanten Sites wie z.B. das Blog “kleines scheusal” lesen.

      4. Ob die Person Dominika N. eine Tochter des Agentur-Betreibers ist, ist unrelevant. Den Blog und vorallem den Twitteraccount hat sie bestimmt nicht geführt.

      5. Der Blog “kleines Scheusal” behandelte nicht, noch nicht mal schwerpunktmässig “Feminismuskritik”, sondern war eine kunterbunte Mischung von Geschichten aus dem Alltag und einigen Meinungen der Kunstperson “Dominica”

      Also, einfach mal versuchen, sachlich die Fakten anzuschauen, statt sich vom eigenen Wunschdenken die Realität vernebeln lassen. #Keeptrying

    • Die schlimmste ist das noch nicht.

  62. […] gemeinen FeministInnen fertiggemacht worden sei. Mittlerweile hat der Blogger, Autor und Kolumnist Malte Welding die Behauptung in den Raum gestellt, besagte @ochdomino und alles drumherum seien der Fake einer […]

  63. auch einen Tag später stehe ich immer noch mit offenem Mund da. Aus den vorhandenen Puzzlestücken reime ich mir zusammen dass hier jemand auf sehr ungewöhnliche Art Berufliches und Persönliches miteinander verbunden haben muss:
    Die Mitarbeiterin blogte und twitterte unter einer Fake-Identität und mit Fotos des Models. Rein inhaltlich war sie dabei authentisch und gab ihre eigenen Ansichten wieder (anders würde sie das auch nicht durchhalten). Die Fotos gaben ihr Glaubwürdigkeit ohne ihre wahre Identität preiszugeben und verwundbar zu sein. So konnte sie es sich erlauben, die FemininstInnen hart anzugehen, um sich bei deren GegnerInnen einzuschmeicheln.
    Wie der Betreiber Tobias Raff gegenüber angab, war geplant das Blog nach einem Jahr auf ein Fashion-Blog umzustellen. Das hört sich so an, als wollte zunächst ein Publikum aufbauen und später mit Schleichwerbung für Klamotten (die vermutlich das Fotomodel in Polen auftragen sollte) Kohle machen. Astroturfing und Schleichwerbung sind in der Blogosphäre nichts Ungewöhnliches. Der Betreiber hat wohl geglaubt niemand würde je die Quelle der Fotos finden und die Verbindung zu dem Blog herstellen. Aber die Dynamik hat dieses Projekt dann ungewollt ins Zentrum der netzweiten Aufmerksamkeit gerückt, wo es kritischen und geschulten Augen nicht standhalten konnte.

  64. Wenn sie ein Fake war:
    Was ist mit den anderen Mitarbeiterinnen dieser Agentur? Sind die auch erfunden? Warum haben die keine ordentlichen/firmeneigenen Mailadressen?

    Ich tendiere aber zur Version von @Bratznknödel.

    Was mich wundert, ist der redegewandte Stil der Mail. Er passt gar nicht zu einem Mann, der eine winzige „Agentur“ hat, nebenbei illustriert, übersetzt und restauriert, der Fotos von sich und dem „Team“ nicht beim Fachmann machen lässt und somit unprofessionelle Privatfotos auf seine Firmenwebsite stellt, welche auch noch mit etlichen Rechtschreibfehlern glänzt. Und so weiter. Kurz: Malte Welding hat dem armen Mann womöglich selbst den Gefallen getan, für ihn einen eleganten Ausweg zu texten. ;-)

    Im Cache von KS gibt es doch einen Hinweis auf die Illustrationen:
    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:Kb5aubytiIEJ:kleines-scheusal.de/%3Fcat%3D2%26paged%3D4+&cd=12&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=firefox-a

    • @icke

      1. Dominika N. ist kein Fake. Auch nicht die anderen freien Mitarbeiterinnen, die auf der Website aufgeführt sind.

      2. Keine Firmenmailadressen: Es sind freie Mitarbeiterinnen. Oder deutlicher gesagt, der Betreiber will seine “Agentur” nach mehr als einem 1-Mann-Betrieb aussehen lassen. Deswegen werden “freie Mitarbeiterinnen” angeführt, die in Kassel, Paris, in Polen und in der Nähe von Rom wohnen.

      3. In nur wenigen Minuten lassen sich ausgehend von der Website der Agentur ein knappes Dutzend von Websites finden, deren Alter, Umfang (teilweise mit Steuernummern und anderen nachprüfbaren Elementen versehen) eine Einschätzung zulassen, dass es hier um keinen aufwendigen Versuch eines Cover-Ups durch einen Vater handelt, sondern um einen PR-Werbe-Fritzen, der mit dem Social Web und seiner unkontrollierten Männlichkeit augenscheinlich nicht zurechtkommt. Ockhams Rasiermesser in use…

      @all

      Ich glaube hier prallen zwei Welten aufeinander. In der einen Menschen, die mit allen möglichen Kleingeschäften (Kunsthandwerk, PR, Modeling, Reisebüro, Werbung & Texten, Sprachunterricht etc.) versuchen ihre Leben zu bewältigen. Dabei verwenden sie mit einer gewissen Experimentierlust die günstigen Tools des Webs und haben drei oder vier verschiedene “Businesses” auf eine Steuernummer laufen. Das Ausleben von reaktionären Ansichten und vulgären Ausdrücken und Beleidigungen ist eine merkwürdig “befreiende” Erfahrung, deren Wirkung im Web nicht eingeschätzt wird.

      Die andere Welt sind die Digital Na(t)iven, die sich, ihrem Alter/Haltung angemessen, den gesellschaftlichen und politischen Wandel mit Herzblut auf die Fahnen geschrieben haben. Gleichzeitig sind einige natürlich emotional unreif und können, oft auch hinter Pseudonymen versteckt, mit weder mit ihren Gefühlen noch dem Feedback auf ihr öffentliches Verhalten umgehen.

      • In nur wenigen Minuten lassen sich ausgehend von der Website der Agentur ein knappes Dutzend von Websites finden, deren Alter, Umfang (teilweise mit Steuernummern und anderen nachprüfbaren Elementen versehen) eine Einschätzung zulassen, dass es hier um keinen aufwendigen Versuch eines Cover-Ups durch einen Vater handelt, sondern um einen PR-Werbe-Fritzen, der mit dem Social Web und seiner unkontrollierten Männlichkeit augenscheinlich nicht zurechtkommt. Ockhams Rasiermesser in use…

        Haken wegschaben in use :D

  65. Erklär mir einer, warum das polnische Model Dominika N. auf der Facebook-Seite der Agentur Beiträge hinterlässt.

    https://www.facebook.com/pages/INKommodus/528109970587197

    • Kontinentaldrift

      na weil sie ein fäääääääik ist, du torte.

      scnr

      • @Kontinentaldrift

        Ein Fake, das 2011 angelegt wurde?

        Scheint der übliche Planungshorizont von Mikro-PR-Agenturen aus der Provinz zu sein.

        Get real. Recherche heisst auch nach Indizen & Beweisen zu suchen, die den eigenen Wünschen widersprechen.

        • Scheint der übliche Planungshorizont von Mikro-PR-Agenturen aus der Provinz zu sein.

          Ein frustrierter Weißer Heterosexueller Mann fürchtet um seine Belästigungsprivilegien, weil es in der Twitter-Welt einen Feminismus – build 0.23.1976 – relaunch gibt, baut in mühevoller Kleinarbeit eine umfangreiche, für junge Frauen übliche Twitterlegende auf, baut ein dazu passendes Blog auf mit einer “kunterbunte[n] Mischung von Geschichten aus dem Alltag” (Vanessa)

          Um nebenbei die (wohl kaum eines Beweises bedürftige) “Legende” zu schaffen, dass auch einer jungen Frau so einiges an so einigen Feminismen nicht passen _kann_?

          Das scheint der übliche Planungs- und Ressourcenhorizont mittelalter, frustrierter heterosexueller Männlichkeit , die sich selbst-ständig nur mühsam ökonomisch über Wasser hält, zu sein.

          Aber gottseidank ist so das feministische Kollektivsubekt ebenso gerettet wie das endliche Ende des finst’ren Mittelalters, durch eine historisch einmalige Generation von Feministinnen und digital Natives :D

  66. Jetzt wird aber alles noch verwirrender:
    - Blog kleines-scheusal.de gab es seit 2011?
    - Im Juli kündigt Dominika bei Inkommodus-Facebook ihren Fashion-Blog als fertig an
    - auf der Fashion-Blog-Seite sagt sie, dass sie seit einigen Monaten mit Inkommodus zusammenarbeitet…

    Und seit wann “schmückten” ihre Bilder die kleines-scheusal-Seite?

    Das passt doch alles vorne und hinten nicht.

  67. “Denn Privates hat mit Geschäft nichts zu tun; und um Geschäft ging es bei diesem Projekt.”

    Schön und gut, Herr S.. Was aber, wenn man sich mit seinem Geschäft ins Private anderer begibt und noch dazu sein Geschäft als privat tarnt?

  68. ach, ich fühl mich alt. früher(TM), in der blogosphäre, war es irgendwie einfacher: schwachsinn wurde als schwachsinn entlarvt und fertig. die spinner haben sich vor scham verkrochen und gut war. hier beharren jetzt die vollidioten darauf, zumindest halbidioten sein zu dürfen oder inszenieren sich als megaidioten, die vt über vt stöpseln.
    bei dem ganzen geschwätz geht leider verloren, was früher(TM) auch gewürdigt worden wäre: herrn welding gebührt dank. dank dafür, den offensichtlichen scheiss tatsächlich auch scheisse genannt zu haben. danke für diesen oldschool-eingriff eines erfahreneren in den mist, der auf den alten plattformen (spreeblick, wirres, blogbar, fixmbr, …) schon gar nicht mehr stattfindet, aber nach gleichen mustern abläuft: fake x wirbt für y, beleidigt z und fliegt auf. hatten wir das nicht schon? wo waren diese leute? ach, egal.
    danke für den real-journalistischen eingriff in diesen käse. http://www.myvideo.de/watch/5573137/Foo_Fighters_My_Hero

  69. Bei all dem Lärm kann ich eines nicht verstehen: weshalb diese Enthüllung eine Niederlage sogenanner “Maskus” sein soll. Masku ist offenbar jeder der kritisch zum Feminismus steht. Da bin ich auch ein Masku. Stehe auch kritisch anderen totalitären Ideologien gegenüber. Hat was mit dem Aufwachsen im real existierenden Sozialismus zu tun.

    Wie sagt der Betreiber derzeit: “es gibt Dinge, die sollte man nicht erfinden. Die meisten unserer Mitarbeiter, inkl. mir selbst sind Juden. Im Blog wurde nicht explizit gegen “Feministinnen” gehetzt, sondern JEDER allzu verbohrten Ideologie widersprochen.”.

    Und mit den Reaktionen die “Kleines Scheusal” von Feminismusbefürwortern erhielt haben diese ihre Verbohrtheit doch ziemlich klar gezeigt. Wenn hier also jemand vorgeführt wurde, Fake oder nicht Fake, dann die Damen und Herren Feministen. Ein kollektives Schulterklopfen ist daher fehl am Platz.

    • Bei all dem Lärm kann ich eines nicht verstehen: weshalb diese Enthüllung eine Niederlage sogenanner “Maskus” sein soll.

      Na, weil sie doch die “Galionsfigur” der “Maskus” war.

      AlleFrauen außer ochdmino sind für DenFeminismus, wie es die von Marx .. entliehene feministische Standpunkttheoie von 1976 vollkommen zutreffend vorhersagt. Nun kommt “Endlich” eine Frau, die gegen DenFeminismus ist, womit der feministschen Standpunkttheorie das gleiche Schicksal drohte wie der marxistischen Standpunkttheorie 1914, als Arbeiter frenetisch jubelnd in den bis dahin grausamsten Krieg zogen, um auf Arbeiter zu schießen.

      Nun ist der Traum aus, und DerFeminismus build 0.23.1976 hat bewiesen, dass er Recht hat und deshalb zurecht die Definitionsmacht für sein Kollektivsubjekt hat.

      Nun sind die “Maskus” total frustriert. Sie müssen ihre Farrell-Bücher neu kaufen, die sie schon weggeworfen haben um Platz für das Masku-Pinup zu schaffen. Bauarbeiter, Scheidungsverlierer und Kleinschwanz-Bettverlierer haben nun mal nicht viel Platz im Spind. Und die sind nun mal nicht so mutig wie erfolgeiche moderne Männer, die keine Angst haben vor den starken Feministinnen. Deswegen trauen sie sich nicht, ihre Devotionalien zuhause aufzubewahren.

      Weil sie so viel Angst haben jammern sie herum, wenn politische Parteien es endlich sich zur Aufgabe machen einzelne Bürger als Hater sichtbar zu machen. Erfolgreiche moderne Männer mit großen Schwänzen haben nichts zu verbergen, deshalb jammern _sie_ nicht herum und helfen den so mit institutioneller Stimmgewalt versehenen, starken Feministinnen im Kampf gegen frustrierte Bauarbeiter und Harz4ler.

      • Ich beginne zu verstehen. Trollende Maskulisten sind also Kurzschwänze die den Frust über ihr Verliererdasein im Netz auskotzen. In aufschreienden Feministen und Quotenfetischisten haben sie ihr passendes Gegenstück gefunden weil gleich und gleich gesellt sich gern. Na macht doch Sinn.

    • “Bei all dem Lärm kann ich eines nicht verstehen: weshalb diese Enthüllung eine Niederlage sogenanner “Maskus” sein soll.”

      Es ist weder eine Enthüllung, noch stammt sie von Maskus.
      Schau dir einfach diese Seite an. Der link ist seit gestern auf Twitter zu finden.

      http://dominikacityfashion.com/

      Was soll das für ein Fake sein, wo die betreffende Person selbst über sich angibt, in Polen bei einer Modelagentur zu sein? Genau das ist Weldings einziges Argument: Das Model ist nicht @ochdomino. Aber aus dieser Webseite geht unzweifelhaft hervor, dass @ochdomino auch das polnische Model ist. Das Impressum der Seite ist tadellos.

  70. Kluger Mann, der ist ein bisschen ausgeschlafener als die Papparazzi.

  71. Diese barbarossaeske Legendenbildung um @ochdomino ist wirklich köstlich.

    Selbstverständlich MUSS es die die blutjunge, vielseitig interessierte und mit Schönheit gesegnete tapfer Gegnerin der bösen Netzfeministinnen wirklich gegeben haben. Nun ist dieses Traumwesen leider auf der Flucht vor deren Regime, aber keine Sorge, gemeinsam mit ihrem Vater reitet sie auf ihrem Stahlross in den Sonnenuntergang.

    Saving muskus!
    Hunting feministen Hipsterfötzchen!
    The Family Buisness!

    Nur wir, die blind für die Wahrheit sind, haben sie vertrieben, aber der Kampf ist sicher nicht zu Ende!

    Eskapismus scheint offensichtlich in der Ideologie des Maskulinismus fest verwurzelt zu sein.

    • Selbstverständlich MUSS es die die blutjunge, vielseitig interessierte und mit Schönheit gesegnete tapfer Gegnerin der bösen Netzfeministinnen wirklich gegeben haben.

      Wozu müsste es sie gegeben haben?

      -Es gibt hinreichend Frauen, von jung bis alt, die von dem aus dem US-Feminismus wieder herüber geschwapptem MacKinnon-Reload wenig begeistert sind. Schwarzer mag vorübergehend erfolgreich gewesen sein, aber wir haben dann doch nicht eine so sehr vom Viktorianismus geprägte Geschichte. Das Ideologiegebäude der Aufschrei-Aktivistinnen war hierzulande Anfang der 1990er mangels Masse noch nicht einmal Konkurs, während es in den USA/GB durchaus einen Stellenwert hat. Dort zählt man Katie Roiphe zu den “Masku-Pinups”, was hierzulande vollkommen undenkbar wäre. Das Ideologiegebäude der Aufschrei-Aktivistinnen ist eine Totgeburt mit Verkaufsrang 183.887, aber an Piraten kann man es offenbar noch verkaufen.

      - Beispielsweise Katie Roiphe hat dat Janze etwas besser elaboriert als ochdomino, warum nur ist sie nicht die “Galionsfigur der Maskus”? Vermutlich ist wohl auch Elisabeth Badinter eine üble Haterin, was sie Inhaltlich zu dem Themenkomplex vertritt scheint mir nicht so weit entfernt zu sein. (Soweit ich als pöser Masku bei kleines-scheusal mal vorbei geschaut habe)

      - Wenn politische Parteien einzelne Bürger derart Angreifen dann ist das zu kritisieren, unabhängig davon ob die Person “echt” ist oder nicht. Ein solches Vorgehen wurde auch beim AfD (zu recht) heftig kritisiert (Hallo, Herr Raff)

      Es sind _alle_ davon ausgegangen, dass sie “echt” ist. (Das Anführen des Zitationsrechtes demonstriert in diesem Zusammenhang nur eine abendteuerliche Inkompetenz, in vielerlei hinsicht)

      (Sry, die Story mit dem frustrierten mittelaltem Mann ist wohl die absurdeste Version von allen. Da ist wohl in der Tat das gekränkte Ego der Vater des Gedankens)

    • “Selbstverständlich MUSS es die die blutjunge, vielseitig interessierte und mit Schönheit gesegnete tapfer Gegnerin der bösen Netzfeministinnen wirklich gegeben haben.”

      Hast du den Beseis des Gegenteils?
      Nicht?

      Dann schau dir mal diese Seite an und erklär mir, wie es sein kann, dass @ochdomino selbst einen Link zu ihrer polnischen Modelagentur veröffentlicht. Mit einem wasserdichten Impressum.

      Auf einen Fake oder gar eine PR-Aktion gibt es keinerlei glaubwürdige Hinweise. Bis auf Herrn Weldings rege Phantasie.

  72. […] Welding deckt auf, dass eine PR-Agentur via Twitter und Internetseite Antifeminismus mit merkwürdigem jüdischen […]

  73. “Das darf er. Das muss er sogar.”
    Nix da. Er performt damit hegemoniale Männlichkeit.

  74. Ich stelle aus Gründen der “journalistischen Fairness” einfach nur fest, dass die hier getroffenen Feststellungen nicht der Wahrheit entsprechen.

    http://www.nuklearsprengkopf.de/2013/09/pr-gag-ochdomino/

  75. Ich finde es hochinteressant, wie hier am tatsächlichen Problem vorbei diskutiert wird.
    Das tatsächliche Problem ist, dass Jasna Strick einen Vortrag gehalten hat, in dem sie entweder
    - Persönlichkeitsrechte verletzt hat. Ob sie das wissentlich getan hat oder ob es ihr nur egal war, sei dahin gestellt. Für eine Piratin ist das eine so indiskutabel wie das andere.
    oder
    - wissentlich einen Fake benutzt hat um ihre politischen Gegner zu diskrediteren.

    Dass es Herr Welding so einfach gelingen konnte, von diesem Kern des Geschehens abzulenken, ist … bemerkenswert.

    @seb666: Statt hier den sterbenden Schwan zu geben und dich aufzuführen, als habest du und das Orga-Team nichts falsch gemacht, solltet ihr euch einfach mal überlegen, welchem Gedankengut ihr Raum gegeben habt und dass der (vermeintlich) gute Zweck auch bei General Alexander die Mittel heiligt.

    • Es gibt da zwei Sachen, die muss man offenbar immer und immer wieder sagen, weil es anscheinend zum einen Ohr rein- und zum anderen rausgeht:
      1) Es gab keine Verletzung von Persönlichkeitsrechten. Im Vortrag wurden Tweets zitiert, mit Twitter-Nickname und Avatar (16×16), die in exakt dieser Form zuvor von der Urheberin selber veröffentlicht worden waren. Es waren screenshots. Pressekodex und informationelle Selbstbestimmung greifen nicht, weil das Material ja vorher schon öffentlich war.
      2) Der anschließende angebliche shitstorm gegen die Urheberin der Tweets hat höchstwahrscheinlich nie stattgefunden. Jedenfalls hat niemand Belege dafür gesehen, abgesehen davon, dass irgendein Scherzkeks sie zu seiner Liste “Speiseplan” hinzugefügt hat.
      Es gibt hier kein “beide Seiten haben Dreck an den Händen” und auch keine “lose-lose-Situation”. Deal with it.

      2)

      • Lieber Ctp. Obvious,

        du bist leider auf dem Holzweg. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht umfasst mehrere Dimensionen. Das Recht am eigenen Bild ( bei dir: 1) ) ist lediglich eine Facette davon. Hier mal eine kurze Auflistung:

        1. Schutz vor Indiskretion: Sozial-, Privat-, Geheim- und Intimsphäre
        2. Schutz der persönlichen Ehre
        3. Schutz vor dem Unterschieben von Äußerungen
        4. Schutz vor Unwahrheit
        5. Recht auf Anonymität
        6. Recht am eigenen Bild
        7. Recht am eigenen Wort
        8. Recht am eigenen Namen
        9. Recht auf informationelle Selbstbestimmung
        10. Recht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme

        Wenn du dir jetzt mal Punkt 2 und bedingt Punkt 3 etwas genauer anschaust, dann wirst du vllt. schon erahnen, dass ein Umfeld, das geeignet ist, ochdomino zu stigmatisieren, die allgemeinen Persönlichkeitsrechte von ochdomino verletzen kann. Denn ochdomino hat sich ganz klar, auch in ihrem Blog, kritisch gegenüber dem “radikalen Feminismus” positioniert. Auf der Veranstaltung wurde sie jedoch als bloße “Haterin” abgestempelt. Vor allem, da ja nicht lediglich kurze Beispiele von “Hatetweets” genannt werden, sondern eine Art Prangerstimmung erzeugt wurde, bei der mehrere Minuten Tweets, bei ochdomino sogar mit Bild, gezeigt wurden. Der Vorgang kann deshalb dazu geeignet sein, die Ehre von ochdomino zu verletzen.

        Und wenn du mir das alles nicht glauben willst, dann empfehle ich dir “Fechner – Medienrecht: Lehrbuch des gesamten Medienrechts unter besonderer Berücksichtigung von Presse, Rundfunk und Multimedia. 14. Aufl. 2013″. Dort kannst du das, was ich gerade gesagt hab, auch nochmal selbst nachlesen.

        • 1) kein Verstoß, da die Inhalte bereits von der Urheberin selber unter ihrem (Nick-)Namen veröffentlicht worden waren
          2) Die Ehre wird nicht verletzt wenn man eigene, selbst veröffentlichte Äußerungen vorgehalten bekommt (“Hipstaa-Fötzchen…” / “…faschistoide Hipster-Feministinnen sind auch so ein widerliches Volk”). Damit muss man rechnen, wenn man solche Ausdrücke öffentlich in die Welt trägt.
          3) Keine untergeschobenen Äußerungen, sondern wörtliche Zitate
          4) keine Unwahrheit, wörtliche Zitate
          5) nein; siehe 1)
          6) kein Verstoß, da öffentlich zugängliche Quelle, und Zitatrecht
          7) kein Verstoß, Zitatrecht
          8) den macht ihr niemand streitig
          9) kein Verstoß, siehe 1)
          10) kein Verstoß, siehe 1)

          Damit bleiben von Deiner Liste Null Punkte übrig.
          Ich hoffe, dieses ganze mimimi hört irgendwann mal auf.

      • “die in exakt dieser Form zuvor von der Urheberin selber veröffentlicht worden waren.”

        Eine Veröffentlichung tangiert die Rechte am Bild nicht. Sprich: Man darf ein Bild nicht weiterverbreiten mit der Begründung, es wäre bereits veröffentlicht worden.

        • Gesundes halbwissen ist echt was tolles. Zitationsrecht sagt euch allen nichts, oder? Man darf ein Bild in einem eigenen Werk zitieren. Von einer Weiterverbreitung kann in einem solchen Vortrag keine rede sein.

          • Wenn du den Vortrag nachher öffentlich stellst, kann es schon problematisch sein, weil das als Weiterverbreitung zählen kann.

          • Entweder die Zitation ist in Art und Umfang zulässig oder nicht. Das hat nichts damit zu tun, wie das eigene Werk dann verbreitet wird.

            Ich bleibe dabei:
            1) Wer nicht will, dass seine öffentlichen Äußerungen auch zitiert werden, sollte sie einfach besser nicht tätigen!
            2) Wenn man sich dann allerdings dafür entschuldigt und um anonymisierung und verpixelung bittet, dann sollte das antsändigerweise auch passieren!

          • Gesundes halbwissen ist echt was tolles.

            Persönlichkeitsrechte leiten sich aus der Unantastbarkeit der Menschenwürde ab und haben deshalb prinzipiell einen höheren Rang als das Zitierrecht.

          • Wer nicht will, dass seine öffentlichen Äußerungen auch zitiert werden, sollte sie einfach besser nicht tätigen!

            Für die Strafverfolgung sind die Strafverfolgungsbehörden zuständig. Eine Mißachtung von Persönlichkeitsrechten mit der Begründung eines Fehlverhaltens _ist_ eine Strafverolgung. Feministische Konzepte wie “Definitinmacht” haben in einem Rechtsstaat keinen Raum.

            Es ist ein Raum für dieses Konzept, den besagte Aktivistinnen beanspruchen und verteidigen.

            Darum ging es in diesem Streit schon von Anfang an.

          • Seufz

            Wenn du dich nicht damit abfinden magst dass Rechtsgüter nicht nach deinem Moralverständnis abgewogen werden dürfen, dann musst du dir einen anderen Staat suchen.

          • Das eigene Werk muss allerdings eine Schöpfungshöhe und einen eigenen Werkcharakter aufweisen. Wenn der Vortrag auf youtube läuft, ist es Weiteverbreitung.

          • (Rassismus, Hate Speech, blah)

            Zu behaupten, eine bestimmte _Äußerung_ sei rassistisch, von Hass getrieben etc. wäre ja noch zulässig. (Dann stellt sich noch die Frage ob die dazugehörige Person effektiv anonymisiert werden müsste)

            Hier wurden allerdings _konkrete Personen_ als “Hater” _bewertet_. Ein solches Werturteil über Personen ist in meinen Augen ganz klar eine Persönlichkeitsrechtsverletzung.

        • ..ein Bildzitat wäre im Übrigen nur gestattet, “sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist” (§51 UrhG)

          Jenseits einer “Sichtbarmachung als Haterin” sehe ich hier keinen Zweck, schon gar keinen besonderen. Eine “Sichtbarmachung als Haterin” ist wohl ganz klar eine gezielte Ehrverletzung.

          • Rechtsgüter werden vom Gericht abgewogen, nicht vom “Internetmob” (see what I did there?.)

          • Hört doch endlich mal auf, an dem Foto zu klammern. Es geht hier nicht um die Veröffentlichung/Verbreitung des Fotos (dessen Recht auf Verbreitung das Urheberrecht regelt). Es geht darum, dass eine Person in identifizierender, ehrverletzender Weise in ein schlechtes Licht gerückt wurde (Rassismus, Hate Speech, blah). Damit wurden die allg. Persönlichkeitsrechte der Person verletzt. Hierfür kommen dann die §§ 185 ff. StGB infrage.

          • Rechtsgüter werden vom Gericht abgewogen,

            Eher nicht, welches Rechtsgut mehr wiegt ergibt sich meistens aus dem Gesetz. Was hier abgewogen werden müsste sind Tatbestände. Das steht natürlich Rechtsgültig nur einem Gericht zu.

            nicht vom “Internetmob”

            Es darf jeder eine Meinung haben, allerdings sind dabei Persönlichkeitsrechte zu wahren. Auch dann, wenn Bürger z.B. die Persönlichkeitsrechte anderer angeblich verletzt haben.

            Da kommt man natürlich in einen Konflikt: Es muss auch zulässig sein zu berichten, wie andere agiert haben.

            Medienrecht ist ziemlich kompliziert, und man sollte sich als Partei lieber ein bischen schlauer machen als es die Piratenpartei offenbar ist.

            Darüber hinaus gibt es natürlich so etwas wie Streitkultur und den sog. guten Ton. Wie gesagt, als “good practice” finde ich deinen Punkt brauchbar, nach dem Motto: “Denk daran, dass du dich hier nicht in deinem stillen Kämmerlein äußerst”

  76. habt ihr eigentlich alle nichts besseres zu tun? get a life… a real one…

  77. Ich stelle mir gerade vor, die Piratenpartei säße im Bundestag mit all ihren Intrigen, Shitstorms, Mobbereien, Sandkastenspielchen und menschlichen Abgründen. Hoffentlich kommen sie am 22. nicht rein und fliegen im Laufe der nächsten Jahre aus allen Landesparlamenten. Diese kurze Phase des Erfolgs war schlimmer als Schill- und Statt-Partei zusammen.

  78. Die Agentur steht im übrigen auch nach Auffliegen des Fakeaccounts weiterhin dazu, dass es Drohungen gegen diesen gegeben hat.
    Damit ist die moralische Überlegenheit der piratigen feministischen Bewegung meines Erachtens nach am Boden zerstört.

    • Und warum gab es NICHTS, keine Beleidigung, keine Drohung, auf Twitter zu lesen? Mehrere Twitterer haben gefragt, wo man denn all die üblen Dinge mal lesen könne. Keine Antwort. Man sollte doch meinen, dass ein solcher shistorm alle Kanäle betrifft, inklusive Twitter (besonders wenn das alles mit einem zitierten Tweet überhaupt losging!)
      Also: große Skepsis.

  79. domain: inkommodus.com
    created: 2013-03-15

  80. Ich bin jetzt schon ein bisschen sprachlos. Über die Moral dieses Agentur-Herren, seine Argumentationsweise bezüglich seiner eigenen Aktionen und auch jene, mit denen er die Aktionen anderer be-wertet.

    Was genau hat er an “Öffentlichkeit” nicht verstanden?

  81. Sprachlos bin ich über mancher Leute anhaltende Begriffsstutzigkeit.

  82. Mit Erfolg: Im Zuge von Aufschrei und anderen Themen erreichte der Blog bis zu 2000 Visitors täglich; und das ist ganz “ordentlich” für einen “privaten” Blog.

    Bitte, was?? Jemand in einer PR-Arschentur finanziert eine Vollzeitkraft, um damit den “Erfolg” von unter 50.000 Visitors im Monat zu erzielen? Das kann so nicht stimmen, jedenfalls unter Berücksichtung der Grundrechenarten und eines gewissen Verständnisses dafür, was a) wirtschaftlich ist und b) was nicht.

    Die Motive müssen deutlich andere sein, als sie dieser Email-Schreiber kund tut.

    Das in Verbindung mit:

    ich möchte Sie bitten, sich weiteren Spekulationen zu enthalten“:

    Das ist schon sehr dreist.

    Immerhin hat diese PR-Agentur bewiesen, dass die Verbreitung von Hate Speech ziemlich einfach ist. Jeder Trottel kann das.

  83. eine weitere Folge aus der Serie “Psychos” im Netz…

    Manchmal bin ich einfach sprachlos. Andererseits wundert mich nichts (ich
    habe selbst schon mit einem Menschen zu tun gehabt, der mit sehr viel
    Aufwand Fakes entworfen hat, Zielscheibe waren meine politischen Beiträge
    bei Neon.de).

    am besten finde ich die Mail von dem Typen! ohne Worte

    danke fürs aufdecken. beinahe hätte ich davon gar nichts mitbekommen – das ist echt schön, wenn man sich nicht mehr mit diesem twitter rumschlagen muss :D

    beste Grüße

  84. […] d00d hat mich auf einen sehr guten Kommentar von sich hingewiesen, der bei “Meister Malte” unter einem Artikel […]

  85. “danke fürs aufdecken.”

    Nicht alles glauben, was irgendwo steht.

    Es soll schon falsche Geständnisse gegeben haben.

    • “Nicht alles glauben, was irgendwo steht.”

      Das trifft auch auf Brazenknödel zu.

      • Ich glaube, du verwechselst da was.
        Dass bei dem Vorgang etwas faul ist, ist wohl offensichtlich. Ich empfehle, weder den Fake oder die PR-Aktion zu glauben.

        • Ne, ich verwechsele nichts.
          Ich wollte nur anderen Lesern nahelegen, auch deine Pille nicht einfach so zu schlucken.

  86. hm.
    was jetzt?
    anscheinend war femen auch ein “fake”?
    aus eher unidealistischen gründen von einem herr svyatski finanziert und im verborgenen gesteuert?
    unter anderem mit dem ziel, so frauen zu treffen? wie er selber sagte?
    aber sicher haben sie den entscheidenden unterschied zur agentur des herrn m.sch. schon ermittelt? der mode und meinungen vermengte und töchter und models?
    oder seine tochter schützte? was ja ehrenwerter ist als das ziel des femengründers?
    teilen sie u n s diesen entscheidenden unterschied auch mit?
    und dem herrn sch.?
    oder gibt es keinen?
    und femen ist nicht besser als #ochdomino?
    oder als polnische models, die in ihrem heimatland halbnackt auf dem tisch tanzen und in deutschland feminismuskritik üben, wie sie so schön anmerkten?

    guter gruß

    @meleksgrafitto

  87. […] die Probleme des Internets keine technischen sind, wir sehr schön deutlich, wenn man sich Malte Weldings Rechercheergebnis zu einem Themenkomplex anschaut, dem ich gar keinen Namen geben kann. Diese Geschichte ist auf […]

  88. […] Das hat die Agentur, die das ganze zu verantworten hat, schließlich selbst zugegeben, wie bei Malte Welding zu lesen ist. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ihr entsprechende Aufmerksamkeit zuteil kommen […]

  89. Habe gerade gestern erst von dem Fall erfahren und finde ihn ziemlich merkwürdig. Habe nun einiges dazu gelesen, Blogeinträge und Kommentare von beiden “Seiten” und für mich ergibt sich folgendes Bild:

    a) Da hält eine Netzaktivistin bei der Piratenpartei einen Vortrag über Beleidigungen und Drohungen, die feministische Netzaktivisten (m/w) erleben.

    b) Dabei stellt sie einige Screenshots vor. Zwei (!) der kritisierten Seiten gehen am nächsten Tag offline (die Info über zwei Seiten stammt von Männerrechtler-Blogs und Kommentaren).

    c) eine der kritisierten Personen (laut Selbstaussage eine junge Frau, die ihr Blog reich bebildert) behauptet daraufhin, auf den Vortrag hin ihrerseits bedroht worden zu sein, allerdings nicht öffentlich . Ein Nachweis wird nicht erbracht. Nach einiger Zeit meldet sich der angebliche Vater auf dem Blog und verstärkt nochmals die Aussage, die kritisierte Bloggerin wäre bedroht worden, wieder gibt es für diese Bedrohung aber keinerlei Belege (gibt es eine Anzeige?).

    d) Viele Aktivisten aus der Männerrechtler-Szene, die sonst alles andere als zimperlich ist mit dem Veröffentlichen von Klarnamen, persönlichen Daten und Fotos “missliebiger” Personen, springen sofort auf den Zug auf und befürchten, plötzlich ganz Beschützer, dass da eine junge Frau fertiggemacht werden soll.

    e) Herr Welding recherchiert und bemerkt, dass die Fotos des Blogs der “jungen Frau” von einem polnischen Modell stammen und einige andere Ungereimtheiten.

    f) Damit konfrontiert schreibt der Betreiber des Blogs stante pede ein “Geständnis” wonach das Ganze eine PR-Aktion sein sollte, schreibt selbiges auch in dem Blog und taucht ab. Nicht ohne vorher ziemlich auffällig alle Schuld auf sich genommen zu haben und ebenso auffällig darum gebeten zu haben, der Geschichte doch bitte nicht weiter nachzugehen.

    Da drängen sich mir doch weitere Fragen auf.

    1. Qui Bono? Wohl zunächst ganz deutlich der von der Netzaktivistin im Vortrag kritisierten Szene. Diese musste sich nun nicht mehr mit dem eigentlichen peinlichen Vorwurf auseinandersetzen, dass aus ihren Reihen heraus beleidigt und bedroht wird. Guckt man sich das Video zum Vortrag an, ging es dabei u. a. darum, dass sogar eine Schwangere teils drastisch bedroht und beschimpft wurde. Davon war nun plötzlich keine Rede mehr, jetzt ging es andersrum um die angebliche Bedrohung einer jungen Frau durch Feministen (m/w), auch wenn es dafür bis heute, außer den Aussagen der “jungen Frau” und ihres “Vaters” keine Beweise gibt. Imageschaden umgelenkt. Sehr praktisch.

    2. Warum gibt der angebliche Besitzer der PR-Agentur so rasch alles zu und fordert derart auffällig dazu auf, der Geschichte doch nicht weiter nachzugehen? Die PR Geschichte kligt nämlich etwas sehr unrund (siehe unten)

    3. Warum beschwichtigt er (keiner zu Schaden gekommen), wenn er oder seine Mitarbeiterin doch angeblich bedroht wurden?

    Für die Kommentatoren auf einigen Männerrechtler-Seiten ist klar, warum: Die Dame ist doch echt und der Papa schützt sie nun. Ob das, angesichts der Fotos eines polnischen Modells so realistisch ist, nunja …

    Für den aufmerksamen Beobachter aber stellen sich die Fragen:

    Kann es sein, dass hier schlicht nicht gewollt ist, dass der Sache etwas weiter nachgegangen wird?

    Und weiter:

    Gibt es den besagten Auftrag der Agentur wirklich?

    Wenn ja, wer hat ihn gegeben?

    Gibt es die Mitarbeiterin wirklich?

    Wenn ja, hat sie tatsächlich die Inhalte des Blogs und des Twitter-accounts alle verfasst?

    Für mich, ganz ehrlich, ist es in der Gesamtschau nicht unwahrscheinlich, dass da jemand aus dem radikaleren Männerrechtler-Umfeld (kann ja durchaus trotzdem eine PR-Agentur beteiligt sein, auch die haben Privatansichten und/ oder können entsprechende Aufträge erhalten) ein “Fake-Blog” eröffnet hat samt zugehörigem Twitter-Account, der anti-feministische Aussagen so glaubhafter machen wollte (hübsche junge Frau zieht immer). Oder zumindest u. a. anti-feministische Aussagen. Wenn es stimmt, dass gleichzeitig mit dem “kleinen Scheusal” ein weiterer Blog ähnlichen Inhalts down war, dann ist das ein Indiz in die Richtung. Und als alles rauskam wurde dann eventuell mehr oder weniger panisch eine halbwegs glaubhafte Geschichte aus einigen Rahmendaten gezimmert und rasch alles “zugegeben”, damit nicht weiter nachgefragt wird?
    Kann es nicht sein, dass die Ansichten der dahinterstehenden Person kein “Fake” sondern ganz real waren, nur lediglich die Person “kleines scheusal” eine Kunstperson zur besseren “Vermarktung” der Ideen und Ansichten war (so wird es ja durchaus auch in der Mail angedeutet)?

    Geklärt finde ich die Sache gar nicht, weil auch überhaupt nicht klar ist, was genau man über diesen Blog dann eigentlich verkaufen wollte. Dezidierte und radikale politische und gesellschaftliche Ansichten sind einem Verkauf normalerweise eher hinderlich – aus diesem Grund sind die meisten Designblogs, die (auch) kommerziellen Interessen dienen, immer sehr glatt und niemals negativ oder angreifend. Letzeres war dieser Blog aber anscheinend sehr wohl. Insofern wäre das Ganze eine sehr ungeschickte PR-Aktion. Im Zusammenhang mit obengenannten Dingen v. a. mit der so auffälligen Aufforderung nicht weiter nachzuforschen, ist das doch richtig komisch.

    Und nochwas: Ich beobachte nun schon seit einiger Zeit frauen- und männerrechtliche Seiten, aber auch Kommentarspalten in ganz normalen Medien. Und bin schon erschrocken über den Hass, der da teilweise Feministinnen aber auch Frauen ganz im Allgemeinen entgegenschlägt. Vergewaltigungsdrohungen, Aussagen, dass Vergewaltigungsopfer sich mal nicht so anstellen sollten, im Prinzip hätten sie doch “nur Sex” gehabt, explizite Drohungen, Falschinformationen, Veröffentlichungen von persönlichen Daten mit Klarnamen, Adresse, Fotos missliebiger Personen, egal ob weiblich oder männlich … Harmlos finde ich da gar nichts. Vor diesem Hintergrund weiß ich immer nicht, ob man da wirklich von “Trollen” sprechen kann (mit denen sich Ihr Artikel in der SZ ja beschäftigen wird). Ich habe vielmehr die Befürchtung, dass hinter diesen “Trollen” ganz reale Personen mit ganz realem hasserfüllten Gedankengut stehen, die sich allerdings hinter falschen Identitäten verstecken. Und noch was: Anders Breivik war auch mal so ein “Troll” mit hasserfülltem frauenfeindlichen Gedankengut. Im englischsprachigen Raum wird da viel mehr und deutlicher drauf verwiesen. Und der war leider letzen Endes alles andere als harmlos. Ich weiß nicht, ob Sie in Ihrem Artikel auch darauf eingehen? Also auf die Unterschiede zwischen Trollen (die nur provozieren wollen) und Trollen (die echt so denken, aber dafür gefakte Identitäten benutzen).

    • Ich befürchte auch das es sich um so ein Projekt gehandelt haben könnte. Sozusagen eine Art der Vermarktung der eigenen Ideologie.

      Ich teile aber nicht ihre Einschätzungen über die sogenannten Trolle Der angeführte Breivikvleich musste ja auch gleich wieder kommen :/

      Der Feminismus und der Maskulismus haben einfach ein gewaltiges Verständigungsproblem, obwohl ich denke, das beide Richtungen im Kern das gleiche Ziel haben: Gleichberechtigung. Es bringt nichts, die Gegenseite völlig auszublenden, und nur die eigene Realität zum Maß aller Dinge erheben.
      Problematisch sehe ich die extremen und radikalen Auswüchse auf beiden Seiten. Verallgemeinert man soclhe Extreme so ergibt sich ein perfektes Feindblid. Ob das nun der Feminismus ist oder der Maskulismus. Keine Seite ist dann mehr bereit auf die Grundsätzlichen Anliegen der Gegenseite einzugehen.
      Und dann wird es sinnlos überhaupt noch zu Versuchen seine Argumnte hervorzubringen. Weil man dann plötzlich nur noch ein ‘Feminazi’ oder ein ‘Maskutroll’ ist.

  90. “Der Feminismus und der Maskulismus haben einfach ein gewaltiges Verständigungsproblem, obwohl ich denke, das beide Richtungen im Kern das gleiche Ziel haben: Gleichberechtigung.”.

    Ich gebe Ihnen da teilweise recht (allerdings nicht, was den konservativen Flügel der Männerrechtsbewegung angeht, die Parolen wie “Männer sind Frauen von Natur aus überlegen” posten) und finde es auch oft schade, weil man ja auch an einem Strang ziehen könnte bei Themen wie beispielsweise Anerkennung von Männern in “Frauenberufen” (und umgekehrt), familienfreundliche Arbeitszeiten, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle in denen beide Partner sich ähnlich um die Kinder kümmern können, familien- u .v. a. kinderfreundliche Möglichkeiten der Zeit nach einer Trennung …

    Finde es auch schade, dass es oft auf ein “Ihr seid schuld!”, “Nein, ihr!” rausläuft und würde das gerne ändern. Allerdings möchte ich mit Aktivisten, die mit Vergewaltigung drohen oder fröhlich reale Namen und Adressen im Internet posten, gerne garniert mit “zeigt’s denen mal”, eher wenig zu tun haben (Und Breivik finde ich dem Zusammenhang wichtig, denn er hat solche Positionen einfach auf die äußerste Spitze getrieben).

    Zu meinem obigen Fragenkatalog ergänze ich noch:

    Hat jemand eigentlich das Modell gefragt, ob sie tatsächlich ihr Einverständnis gegeben hat? Und wenn ja, wofür? Wäre auch interessant ob hier Persönlichkeitsrechte verletzt wurden.