Das Internet-Manifest, Addendum

Ubiquität setzt sich durch.
Wenn man keine Inhalte schafft, für die jemand bezahlt, dann berät man halt Leute mit Geld, um ihnen beizubringen, wie sie es verlieren.
Wir haben Recht, denn wir machen das schon seit 5 Jahren.
Ihr seid zu alt.
Ihr seid zu jung.
40 ist das neue Schwarz.
Haar ist überbewertet.
Wir haben eine Frau dabei.
Gebt uns endlich Geld.
Gebt uns endlich Anerkennung.
Wir wollen genau dahin, wo Ihr seid.
Wer nichts kann, der findet immer auch einen, der was kann, der es für ihn macht.
Unterschreiben Sie bitte hier.
Haben Sie dieses Werbebanner schon gesehen, mit dem wir nichts zu tun haben?
Hey Fans.
Wer Floskeln findet, darf sie behalten.
Man, sehen wir gut aus.

Mehr zum Thema von Julia Seeliger und von Felix Schwenzel

34 comments

  1. In mindestens 4 Punkten steckt eine persönliche Abrechnung.

  2. 1,4,5,6 würde ich sagen ;-)

  3. Da ja nun gerade gar nicht. Oder habe ich den Witz nicht verstanden?

  4. [...] This post was mentioned on Twitter by bastian koch. bastian koch said: "mann, sehen wir gut aus" – internet-manifest, addendum http://bit.ly/pW98Y & bei frau seeliger weiterlesen (by/via @maltewelding) [...]

  5. kann es sein, dass das mainfest-wiki auf nen sehr komischen link verweist? Hat hier im Büro auf jeden Fall für Erheiterung gesorgt…

  6. @nelder
    was meinst du?

  7. Klick da bloß nicht drauf, das meine ich ernst, da startet ein übelstes Script, das ständig ekelhaftesten Pron startet und das sich auch nicht durch nen Browserneustart wegmachen lässt. Hat mich grade zehn Minuten beschäftig.

  8. Was mir jetzt gerade leider erst einfällt:
    Am besten wäre das Manifest mit dem Satz “Kleinvieh macht auch Mist” beschrieben.

  9. @rene: wenn man kurz die internetverbindung trennt gehts schneller, aber das muss man erstmal übers Herz bringen ;)
    @malte: den hab ich erst beim zweiten Lesen verstanden, sehr schön!

  10. Aber jetzt weiß ich immer noch nicht, worum es geht.

  11. das manifestwiki verweist auf einen link der ein fieses script ausführt welches unendlich viele Ekelfotos öffnet und unter anderem auch eine Audiodatei abspielt: “I like gay porn”… wie gesagt, hier wars lustig. Da hilft dann nur den Browser killen, Internetverbindung unterbrechen, Browser neustarten….

  12. Danke! Hab mich köstlich amüsiert. (also nicht über den wiki-link sondern den text oben)

  13. der herr schroeder

    Gefällt mir. Vor allem dieses „Haar ist überbewertet“, und das „Gebt uns endlich Geld“. Machen Sie jetzt auch in Journalismus?

  14. Ich meine übrigens Punkt 3,6, 9, 10 und 12. Aber ich interpretiere vielleicht auch nur wild rum. Ist aber auch so schön.

  15. So etwas entsteht also in einer Gruppentherapie. Wenn sich die Internetmanie festigt.

  16. sehr schön den subtext der chefduzer, interneterklärer und arschblogger herausgearbeitet. manifest? malte, fester!

  17. Mir gefällt’s. Allein schon, um auch mal wieder was Nettes zu sagen.

  18. Das Internet-Manifest ist kläglich. Es tut mir leid aber es ist Mist. So etwas wie “Verantwortung” kommt überhaupt nicht vor, die Freiheit des Netzes ist nicht der aller erste oberste Punkt, das Blatt wirkt unernst – fast ironisch und es ist völlig unklar formuliert, forderungen, thesen, behauptungen, erklärungen. und das wie gesagt ohne einen satz zur verantwortung. Wer hat das geschrieben? Es ist mir völlig unverständlich wie Leute wie Niggemeier und Co. so etwas “ausarbeiten” können. Die Idee war super – die Umsetzung schusselig und schlecht.

  19. malte, du bist ein arsch/freak/recht_hast_du!
    suche es dir aus!

  20. Mich wundert immer wieder, dass so viele an sich nicht total dumme Menschen unbezahlte Loboarbeit betreiben.

  21. Ich weiss ja nicht… soviel Gewese um eine Sache, die Don Alphonso nichtmal nen anständigen Rant wert ist…

  22. christoph kratistos

    Das Positive: Endlich was, wo man DAGEGEN rufen kann. Dieses Konsens-Hirngewichse der “großen” Blogger wird nett herausgearbeitet. Das ist alles so unglaublich abgefuckt Realitätsfern… Der Don hat Recht, mit sowas:
    “Was ich amüsant finde: Die können nichts anderes. Ich mein: Man muss sich das Pack doch nur mal anschauen. Wann bitte hat einer von denen das letzte Mal eine Geschichte aus jenem Leben geschrieben, das diejenigen interessiert, die keine abgefuckten Netzjunkies sind? Wann hat nochmal der letzte auftragslose Freijournalistendarsteller mit Blog neben seinem Mediengedöns eine spannende Reportage ins Netz gestellt?”
    Oder anders – wenn das Internet als Riesenmedium, und Blogs als bedeutender Teil dieses Mediums Realität sind; wieso sind dann die MC Johnny Niggelobos nur D-Promis?

  23. Genauso aussagekräftig wie die 17 ” Thesen”, aber wesentlich lesbarer!

  24. Wenn eine Frau dabei ist, ist nächstes Mal hoffentlich auch der Redaktionshund dabei.

  25. [...] This post was Twitted by Bougie [...]

  26. @Holgi: Zu früh getönt. Fonsi musste sich erst noch eine passende Verschwörungstheorie zusammenklöppeln.

  27. Bin gerade via Techcrunch hierhergekommen. Sehr schön. Mein Favorit:

    “Haben Sie dieses Werbebanner schon gesehen, mit dem wir nichts zu tun haben?”

  28. gruebel_gruebel

    Also, ich schwanke noch zwischen

    “Wenn man keine Inhalte schafft, für die jemand bezahlt, dann berät man halt Leute mit Geld, um ihnen beizubringen, wie sie es verlieren.”

    und

    “Wer Floskeln findet, darf sie behalten.”

    Nicht einfach.

  29. [...] falschen Ort TechCrunch: German bloggers’ Internet Manifesto on journalism’s future makes waves Das Internet-Manifest, Addendum Guardian: The 'Internet Manifesto' bucks a trend and gets mainstream media attention Bloggen für [...]

  30. Internet-Manifest – Die Implosion der Medien-Kompetenz…

    Das Internet-Manifest also soll die Spitze unseres Wissens-Eisberges um Internet und Journalismus sein? Dieses Internet-Manifest ist weder Internet noch Manifest! Was nur hat sich Markus dabei gedacht, seinen guten Namen für dieses Manifest (1. Das In…

  31. [...] »Das Internet-Manifest, Addendum« — 10/09/2009 — Gelacht bei Malte Welding. Seine Anmerkungen zum viel diskutierten Internet-Manifest. [...]