Liebe FDP, sehr geehrter Herr Westerwelle!
Wenn ich hier einmal politische Selbstbezichtigung betreiben darf: Ich bezeichne mich nicht als Sozialdemokraten, nicht als Sozialisten, nicht als Konservativen und auch nicht als Umweltschützer. Ich nenne mich: liberal.
Nun sind zufällig Sie die Partei, die mein politisches Leitmotiv im Namen führt und daher möchte ich Sie fragen:
Warum binden Sie sich an die CDU?
Freiheit ist auch die Freiheit nicht hier geborener Menschen, Deutsche werden zu können. Freiheit ist auch die Freiheit politisch Verfolgter, in Deutschland Schutz zu finden. Freiheit bedeutet auch, frei zu sein von Ängsten: vor Verarmung, sozialem Absturz, dem Alter. Freiheit bedeutet, in der Schule frei zu sein von dem Bildungshintergund der Eltern. Freiheit bedeutet ein freies Studium. Freiheit heißt, nicht als Rabenmutter zu gelten, wenn man sein Kind in die Kindertagesstätte gibt. Freiheit bedeutet, nicht für 4,50 € anderen Leuten die Haare schneiden zu müssen. Freiheit bedeutet, einen Menschen heiraten zu können, den man liebt.
Freiheit bedeutet die Trennung der Gewalten. Freiheit bedeutet, nicht unter Verdacht zu leben.
Freiheit bedeutet alles, wofür die CDU nicht steht.
Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir Ihren Freiheitsbegriff erläutern könnten,
herzlichst, Malte Welding
Erheben wir uns nun für die Hymne der Jungen Liberalen
(via)
@paule: Ich kann am Neoliberalismus nichts Schlechtes erkennen. Kann es sein, daß Du Dich mit dem Begriff, seiner Geschichte und Bedeutung noch nie wirklich beschäftigt hast?
Die Mindeslohnforderer sind nicht konsequent. Am besten auch gleich noch Recht auf Arbeit einfordern und Unternehmer zwingen, dann auch Leute einzustellen, selbst wenn sie es sich nicht mehr leisten können… Wo kommen wir denn dahin, wenn wir dann nen Mindestlohn haben, aber die Gehälter keiner mehr zahlen will..
Am besten dann auch noch nen Höchstlohn dazu. Ach, am allerbesten wir verzichten aufs Vertragsrecht und schreiben ganz einfach vor, was wer verdienen muss und darf. Und dann noch die Grenzen zu und Firmenabwanderung verhindern, sonst kommen die bösen Unternehmer noch auf die Idee und ziehen in billigere Länder. Wobei… der Sozialismus wird ja dann eh international, dann haben wir ja überall bald die gleichen Bedingungen.
Ne, echt super. Wir fordern Freiheit. Aber nur für Angestellte und Arbeiter. Denn die sind ja die Guten.
Ganz Europa (und auch die USA) haben Mindestlöhne. Ganz Europa? Nein, eine kleine Insel names Zypern und das große Deutschland nicht. Nach den Mindestlohn-Kritikern dürfte in den Mindestlohn-Ländern die arbeitsmarktpolitische Welt untergehen. Tut sie aber nicht. Warum?
Und nochwas: CDU/CSU und FDP bekämpfen einen flächendeckenden Mindestlohn, fordern aber ein “Mindesteinkommen”. Sprich: Die Arbeitgeber können die Lohnschraube nach unten drehen, die Differenz zum festgelegtem “Mindesteinkommen” zahlt dann der Staat. Quo vadis, ihr Entbürokratisierer? Das heißt: Der Staat soll Lohndumping querfinanzieren.
Wenn Liberalität nur noch die Freiheit der Unternehmer bedeutet, wird der Begriff Freiheit vergewaltigt.
Warum versuchst du es statt mit liberal nicht als gemässigter Libertarier ;) so wie Penn & Teller und die Macher von South Park. Die haben im Gegensatz zu Schwesterwelle wenigstens Courage.
Wäre der Blogeintrag nicht einmal eine schöne Frage für abgeordnetenwatch.de?
Malte, ich nenne Dich: sozialliberal. Willkommen in der SPD! :)
frolueb sagt:
Am besten auch gleich noch Recht auf Arbeit einfordern
@frolueb
Why not?
Zeitarbeitsfirmen abschafen
(so wie schonmal angedacht, ….PSA ….)
Arbeitsamt übernimmt den Job der Zeitarbeitsvermitlung
Heute
100.000 Arbeiter machen Job XY via Zeitarbeit
700.000 Arbeitslose könnten den auch machen (haben vielleicht shconmal diesen Job gemacht)
Zukunft
800.000 Arbeiter im wechsel, jeder alle 8 Wochen für eine Woche, machend en Job
Ergebniss “Recht auf Arbeit”
Nebenefekt 1
Die Sozialschmarotzer die alle 6 Monate den Arbeitslosen zeigen wie man eine Bewerbung schreibt, verlieren ihren Job
Nebenefekt 2
Gute Arbeiter, die beim Bewerbungschreiben oder im Vorstellungsgespräch versagen, die können (und werden) sich durch Leistung beweisen und kriegen einen “echten” Job