
Die feigen Verkehrsbetriebe Berlin, München, Stuttgart, Dresden, Potsdam, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Regensburg und Bremen weigern sich, ihre Busse mit dem Slogan “Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott” herumfahren zu lassen.
Zwar gibt es auf der Seite der Aktion reichlich Beispiele mit weltanschaulicher Werbung in öffentlichen Verkehrsmitteln, aber eben auch keine Drohungen mit Selbstmordkommandos.
Verbreitet die frohe Botschaft:
Das Leben ist nicht bloß ein Test, es gibt keine Hölle und eure tote Oma sieht euch nicht beim Masturbieren auf Tiervideos zu.
Lobet den CERN!
hahaha. danke…
Vielleicht aber doch – und dann?
Ich hab dieses Blog gestern erst entdeckt, finde den Podcast aber unterhaltsam und unterstelle Dir aufs Geratewohl ein gutes Sprachgefühl. Solltest Du nicht zu erwähnen erwägen, dass die Adaption dieser Kampagne ins Deutsche völlig misslungen ist?
Ich hab keine Ahnung, ob das was an der ablehnenden Haltung geändert hätte, aber vielleicht hätte man sich einfach um eine Formulierung bemühen sollen, die ähnlich fröhlich und nett daher kommt, wie das britische Original.
@Rusty
Mit der Formulierung hat die Ablehnung nichts zu tun.
Ich finde “Es gibt keinen Gott. Entspann dich” auch besser, aber Verkehrsbetriebe neigen nicht zum Sprachpuristentum.
ich will mich von niemandem missionieren lassen, nicht von christen, nicht von muslimen, nicht von sikhs, nicht von agnostikern, nerds, atheisten oder sonst wem!
Oh, Du hast offensichtlich auch Maischberger gesehen, wo Jürgen Fliege etwas faselte von “einen Sinn sehen, auch im KZ” oder was in der Art.
Ich verstehe absolut nicht, warum die Kampagne im wahrsten Sinne nicht normal wie jede andere gefahren wird. Pro Reli ist ja auch Mist (meine Meinung) und die pflastern unsere schöne unsaubere Stadt mit ihrem Müll zu. Seit wann hat Religion was mit Freiheit zutun?;)
Noch besser wäre die Zeile “Es gibt keinen Gott” allerdings ganz ohne Klammer. Wäre auch hübscher wegen der Zeilenlänge. Aber den Cern trifft es ja auch so;)
@r0ssi
Eine verbreitete Haltung unter Agnostikern, klingt für mich aber wie: “Ich möchte mich nicht von Meteorologen missionieren lassen, der Donnergott ist eine ebenso gutte Erklärung für Gewitter”.
Aufklärung hat viel für uns getan, wir sollten uns langsam mal erkenntlich zeigen.
@Matti
Ja. Ja. Und: Ja!
:)
@malte: ich sehe einfach keinen mehrwert an der ganzen sache außer noch mehr religiöse streitigkeiten wenn sich auch noch die atheisten dazu aufschwingen ihre wahrheit als die einzig heilsbringende zu sehen. eher bin ich dafür: keinerlei werbung für weltanschauungen, echte trennung von staat und kiche (kirchensteuer abschaffen!), etc pp. alles andere ist privatsache.
nachtrag: das ganze sehe ich völlig unabhängig davon, dass ich religionen per sé für einen riesigen irrtum halte und die existenz eines höheren wesens eher für ausgeschlossen halte.
also gestern noch wäre mein Kommentar “ach, naja….” gewesen, nur hatte ich letzte Nacht in der S-Bahn eine Gotteserscheinung in Form eines sehr hübsch gemachten Flugblattes, mit bunten Bildern von Lachenden und Tanzenden Kindern. Im Inhalt wurde mir dann erklärt das, wenn ich mir nicht sofort diesen Jesus Cristus in die Bude hole, der Liebe Gott ein oder 2 drittel der Menschheit mit Atomwaffen ausrotten wird. den genauen Wortlaut habe ich leider vergessen, sinngemäß hieß es aber: Gott hätte wohl kaum zugelassen das wir Menschen Atomwaffen entwickeln wenn sie irgendwann im Museum verstauben, nein er wird sie dazu nutzen um die Erde von Ungläubigen zu reinigen…dazu ein netter Bibelvers mit Donner, Schwefel und Verbrennung.
Als ganz großes Übel und Grund warum er sowas machen muss, wurde das “Märchen der Evolution” angegeben, es sei schuld daran das wir unsere Kinder zu Huren und Amokläufern erziehen… ähm, der Absender war ein Evangelischer Missionars Dienst aus dem Schwäbischen…
ich konnte nicht anders, ich habe sämtliche Flugblätter eingesammelt und vernichtet, ich möchte nicht das einer dieser Missionar- Zombies meinen Kindern Angst macht, da ist es mir doch lieber sie laden sich ein paar Pornos aus dem Internet runter…und dieser Jesus dingens hat bis auf weiteres Hausverbot
Ahmen
Es tut mir leid, aber ich kann aus religiösen Gründen an diesem Fred nicht länger teilne
Also, mein Gott lebt noch und heißt Bazon Brock.
So, jetzt muss ich aber nochmal eingehen auf den “Re-Publica”(Knüwer)-Nachklapp. Apropos Tommy aus Deppendorf: In deiner Talkshow mit Matze Richel (ich hoffe, der Nachname stimmt) hast du behauptet, Thomas Knüwer nicht zu kennen (“wer ist das?”). Nun ist der Gute aber zufällig ein Top5-Freund auf deiner Facebook-Seite. Entweder hast du Knüwer verarscht oder deine Hörer-/Leserschaft. Wie auch immer. Du schreibst bei ihm, du seist kein re:publicaner gewesen, also kein partycipant. Das wusst ich gar nicht. Fonsi war auch außerhaeuslig, aber der wohnt ja etwas weiter vom Schuss, in Ingolstadt. Für jemanden wie dich, der in Berlin hockt und bloggt und letzteres sogar zu seinen Steckenpferden zählt, muss es hart gewesen sein, sich der Mischpoke zu entziehen. Hut ab dafür! Johnny Controllettis Nachlese ist fürchterlich. Er lobt sich eine Spur zu dicke und fordert gar durch die Blume ein Geschäftsführergehalt, das sich gewaschen haben dürfte. Anderfalls müsse er, so leid es ihm täte, den Laden wohl outsourcen. Zudem hat er mich mal wieder in der awaiting-Umlaufbahn geschickt, vulgo gesperrt. Der Grund will mir nicht so recht einleuchten. Doch schaut selbst:
http://www.spreeblick.com/2009/04/07/review-meine-republica-nachlese/comment-page-1/#comment-712953
Selbst aller höchste Wahrscheinlichkeit ist nicht genug.
Wenn ich einerseits keine Kreuze in Klassenzimmern haben möchte, möchte ich andererseits auch keine Atheismus-Werbung an öffentlichen Verkhrsmitteln sehen. Verkehrsbetriebe sind ja in der Regel in öffentlicher Hand. Ich finde es insoweit richtig, wenn diese sich in weltanschaulichen Dingen neutral verhalten. Meine Erwartungshaltung wäre allerdings auch, dass dies dann staatlicherseits konsequent in alle Richtungen so gehandhabt wird.
@Adi Zion
Falls dir das jetzt nicht zu Off-Topic ist: Joachim Lottmann hat Lotta mal zu einem Essen mit Bazon Brock genommen. Vielleicht macht der ja auch beim Podcast mit.
Ihr versteht euch bestimmt gut.
@Jorma
Aber es ist doch eben gar nicht üblich, im öffentlichen Raum auf Weltanschauliches zu verzichten (siehe die oben verlinkten Beispiele).
Außerdem: Wer würde im Ernst behaupten, eine Apple-Reklame sei nicht weltanschaulicher Natur?
@Malte:
Hm… ein Diederichsen-Epigone, gell? Kannte ihn bislang nicht. Bittermann find ich toll. Wie er den “Chinesengünstling Henlyk M. Blodel” anpisst, das hat was. Überhaupt alle seine Hinrichtungen:
http://www.live-magazin.de/rubriken/whoswho/whoiswho.htm
Lad den doch mal ein. Obwohl… könnte sein, dass ein RA die Sendung vorher abnehmen muss.
Achtung, ein Vorschlag: Geh doch mal bitte hier hin
http://www.bazonbrock.de/werke/werkansicht_einzel.php?wid=1998
und frag BB in einem kontrollierten Anfall von Größenwahn, ob er das nächste Mal, wenn er nach Berlin kommt, einen Tag früher kommen kann, um zu Podcasten. Termin ist mir egal. Ich würde 100-prozentig kommen und beim Fragen assistieren. Sei mutig, er ist total freundlich. Sag ihm, ich werde Camcorder, Stativ und Licht mitbringen. Es wird ein intimes Gespräch à la Kluge. Du kannst ihm sagen, dass jemand (ich) dazu stoßen wird, der mit ihm im Anschluss an einen Bonner “Bilderstreit” für ne Website eine Video-Station-ID gedreht hat (die allerdings, mit 25+ anderen, erst 2010 hochgeladen wird). Er erzählt darin den Witz über das politisch korrekte Verhältnis von… habs momentan nicht griffbereit. Es ging um Hemden. Er wird sich bestimmt erinnern. Dann hättest du einen Podcast und ich tu das Gespräch etwas später auf YouTube. Synergie halt. Hört sich doch gut an, gell?
> Camcorder, Stativ und Licht
Plus Mikro.
Es müsste doch (wenn überhaupt) heissen: ‘Angst der Atheisten’. Denn es geht doch darum, dass eine vermeintlich säkulare Gesellschaft fürchtet, dass die religiöse Kundschaft auf die Barrikaden geht, wenn sich die Wirtschaft auch noch in die sinnstiftende Dinge einmischt.
Ja, die BVG ist feige. – Ist nicht schlimm.
Die Kampange wird kontrovers diskutiert und hat einiges an Aufsehen erregt. Nicht immer positiv.
Nun denkt sich die BVG:
Hm, also, es gibt Kohle, denn wir vermieten die Werbeflächen schließlich nicht zum Spaß.
Andererseits.
Andererseits rufen dann dauernd Journalisten und so an und wollen was von uns. Unser Unternehmen wird bloß noch im Zusammenhang mit diesem blöden Kulturkampf genannt, und wir müssen wäschekörbeweise Briefe von besorgten und aufgebrachten Christen und so zum Papiercontainer bringen.
Ooch nöö, haben wir keinen Bock drauf.
Dann schreiben wir denen lieber was von wegen “Wir wollen keine Weltanschauungswerbung”.
Kann ich nachvollziehen, die BVG ist schließlich nur ein Verkehrsunternehmen.
Sind eben auf Ihre Außenwirkung bedacht und haben gar kein Interesse daran, auf ihren Bussen diese Auseinandersetzung zu führen.
Die hätten halt bloß ihre wahren Gründe mitteilen sollen.
Keine Panik Leute – Religion ist heilbar!
In Bremen ist im Mai evang. Kirchentag, da hätte ein Atheisten Bus wohl auch (im Vorfeld) für reichlich Verwirrung gesorgt. Obwohl, schön wärs gewesen…