
Mit Matthias Oborski unterhalte ich mich über unseren Angriff auf Spiegel Online, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und über Masturbation in jeder menschenmöglichenVariante, dann sind wir müde und haben Kopfschmerzen, machen aber weiter.

Mit Matthias Oborski unterhalte ich mich über unseren Angriff auf Spiegel Online, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und über Masturbation in jeder menschenmöglichenVariante, dann sind wir müde und haben Kopfschmerzen, machen aber weiter.
Kinder neigen bekanntermaßen zum Nerdtum und da ich als Kind selbst für Kinderverhältnisse nerdig war, habe ich als Doppelnerd die Maschinensteuer entwickelt. Aber vielleicht kurz ein wenig zurückspulen. Ich habe ständig Zukunftsszenarien durchgespielt. Woran ich aber gescheitert bin: Berufe zu entwickeln, die es noch geben könnte.
Dieses Problem speiste sich aus zwei Quellen: Meine Zukunftsvisionen hatten stets einen utopischen Einschlag, Kinderarbeit in Kambodscha kam also eher nicht vor und zum anderen blieb wegen der immer ausgereifteren Roboter (man bedenke, was C3Po konnte) nicht viel übrig für Menschen.
Wovon also leben?
Wenn natürlich jeder Mensch über die nötigen Maschinen verfügen würde, wäre man versorgt, die Alternative wäre eine Abgabe derjenigen, die über Maschinen gebieten.
Ich sehe also, dass man irgendwann einmal etwas brauchen könnte, das dem bedingungslosen Grundeinkommen entspricht.
Ich habe nur nicht den Eindruck, dass die Zeit schon gekommen ist. Denn das Hauptproblem ist ja momentan noch nicht, dass es keine Arbeit mehr gäbe, weil alles von Maschinen erledigt wird.
Das Hauptproblem der momentanen Krise ist, dass die Handelnden in der Politik und das Wahlvolk sie nicht verstehen.
Und das Grundproblem des deutschen Arbeitsmarktes ist ein gewaltiger Mangel an Innovationen.
Deutschland ist immer noch fantastisch bei den Ingenieursleistungen, gerade im Maschinenbau, aber es hat sich ein Totalversagen bei allem geleistet, was an moderner Elektronik direkt beim Konsumenten landet. Keine deutsche Playstation, kein deutsches Mobiltelefon, deutsche mp3-Player stammen von Franjo Pooth.
Und immer weniger Studierende fangen mit den harten Ingenieurswissenschaften an (Update: stimmt nicht mehr, Trendumkehr verpasst, es gibt allerdings immer noch zu wenige Ingenieure). Während man mit Deutschen, die einem deutsche Gedichte interpretieren können, die chinesische Mauer als Menschenkette nachbauen kann, aber kein Gedicht schreiben, gibt es immer weniger, die ein Windrad konzipieren können.
Außer der fehlenden Innovationskraft, die wie alles, was schief läuft, ihre Ursachen im für Idioten sicheren Schulsystem hat, ist natürlich auch der Geiz ein Problem für Arbeit in Deutschland.
Der völlig absurde Wunsch, Fleisch für Eineneuroneunundneunzig konsumieren, der kleptomanische Trieb, die billigste Elektronik nach Hause schleppen zu wollen, dieses Überhaupt-nicht-mehr-fragen, warum zum Teufel man überhaupt dieses Geld bei diesem Kauf sparen muss, damit man bei einem anderen Einkauf noch mehr Dreck raffen kann – dieser Geiz lässt mich doch sehr zweifeln, ob man mit einer Mehrwertsteuersteigerung allein das Grundeinkommen finanzieren kann.
Mit einer Bevölkerung, die allen Ernstes nach Polen zum Friseur fährt, will man 48% Mehrwertsteuer einführen?
Und wie verhindern, dass es Hamsterkäufe in der preiswerten Schweiz gibt?
Mit Mauern und Schützengräben?
Eine nette, eine menschenfreundliche Idee, die haarscharf an der Natur des Menschen vorbeigeht.
Dass man im Sozialamt nicht betteln muss – da prügele ich mich in der Unterschriftenliste für dieses Begehren nach vorne, weil ich als Praktikant erlebt habe, wie unfreundlich Hilfsbedürftige dort behandelt wurden.
Mich auf die Solidarität meiner in Grenznähe lebenden Landsleute verlassen?
Ha. Ha.

Gestern habe ich ein Bild bei Facebook gepostet, für das ich beschimpft worden bin.
auf dem foto wirkst du dreckig, fettig, stinkend
oder
ich frage mich, warum du mit absicht so pottige bilder von dir online stellst
Und das waren nur die zartfühlendsten Botschaften bei Skype. Im öffentlichen Raum war von Entsetzen die Rede, Beschwerden wurden an die Behörden geschickt, Staatsanwaltschaften eingeschaltet.
Aber Entschuldigung: Kann man wegen Entblößung in der Öffentlichkeit belangt werden, bloß weil man ein Arschgesicht hat? Ist nicht jede Schwanznase, jedes Glubschauge, jeder Winterpansch und jede Sommer-Cellulite es wert, beklatscht und bewundert zu werden? Ist nicht Hässlichkeit das neue Haus und Boot?
Oder habe ich etwas ganz Grundsätzliches am Web2.0 nicht verstanden?
(Ich wollte übrigens dazu aufrufen, hässliche Fotos von Euch zu posten, aber erstens seid Ihr dazu vermutlich zu hübsch und zweitens gibt es ja auch noch Xing.)
Am Dienstag wollte ich mit Batz eigentlich die nächste Ausgabe des Podcasts machen. Nun hat er vorgeschlagen, stattdessen eine Sendung bei blogtv.com rauszubringen.
Das hätte den Vorteil, dass wir live senden könnten und Ihr Fragen wie einst bei VIVA-Interaktiv direkt im Chat stellen könntet. Beschimpfen ginge auch. Der Nachteil wäre: Ihr seht uns Ich kenne die Technik nicht, weiß nicht, wie zuverlässig das ist und man kann es (vermutlich?) nicht auf dem iPod konsumieren.
Was meint Ihr?

Sagen wir mal, es gäbe keine Juden. Wie gut ginge es dann wohl Palästina?
Wäre es ein Land wie Syrien, wo seit 1963 der Ausnahmezustand gilt und “willkürliche Verhaftungen, Folter und das Verschwinden von Häftlingen (…) an der Tagesordnung (sind)”?
(Ein Hinweis aus der Wortspielzentrale dieses Blogs: Man kann in Syrien also durchaus von einer Entführungselite sprechen).
Oder ein Land wie der Jemen, wo Folterungen und Misshandlungen in Polizeigewahrsam Alltag sind oder vielleicht sogar wie das verhältnismäßig zivilisierte Jordanien, wo Ehrenmorde als Kavaliersdelikte gelten und der Mord an der Schwester mit 6 Monaten Haft abgegolten ist?
Wenn es keine Juden gäbe, dann würden die Menschen in Arabien vielleicht merken, dass Israel einfach nicht ihr Problem ist: Sondern ihr Verharren in Clanstrukturen, ihr Festhalten an menschenfeindlichen Traditionen, ihre korrupten Dauer-Präsidenten, Monarchen und religiösen Verführer.
Kritik an Israel wird natürlich nicht hinfällig dadurch, dass man sagt: “Ohne Israel wäre es genauso”. Hypothetische Ersatzursachen dürfen im Strafrecht nicht dazu gedacht werden und dementsprechend bleibt eine Menschenrechtsverletzung eine Menschenrechtsverletzung.
Jeder tote Zivilist ist ein Unglück und auch Hamaskämpfer würde ich lieber vor Gericht sehen als in ihrem eigenen Blut.
Aber die hysterischen Reaktionen gerade in linksliberalen Kreisen, die Forderung von Naomi Klein, dem Mensch gewordenen Swoosh der Globalisierungsgegner, man müsse Israel boykottieren wie man es mit Süd-Afrika gemacht habe, verkennen doch etwas:
Niemand von uns würde gerne in einem der genannten arabischen Länder leben.
Naomi Klein wäre in Syrien längst entführt worden und verschwunden, im Jemen wäre sie von ihrer Familie verstoßen worden und in Jordanien säße sie wegen Majestätsbeleidigung im Gefängnis.
Nur in Israel, dem faschistischen Israel, da könnten wir alle ganz vergnügt leben.
Bis die Raketen kämen.
Und wenn ich auf Reddit oder sonstwo noch einmal eine Gleichsetzung zwischen Holocaust und Nahostkonflikt, zwischen Israelis und Nazis lese, dann werfe ich mein Internet weg.

Fangen wir mit der Vorgeschichte des jetzt schon legendären Auftritts von Joaquin Phoenix bei David Letterman an.
Und nun der Auftritt selbst in voller Länge:
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Dieser Fisch heißt Riemenfisch, aber eigentlich müsste er Was-zum-Teufel-das-ist-doch-ein-Fake-Fisch heißen.
Einfach nur schauen und über die Evolution staunen, die halt manchmal nur spielen möchte. Continue reading →

Wenn Rainer Werner Fassbinder von der Schule geträumt hat, dann sah das exakt so aus wie diese Werbung.
Szenen kryptischen Befummelns wechseln sich ab mit Großaufnahmen suizidaler Schüler, deren Unglück offenkundig erwünschter Effekt der beworbenen Lernsoftware ist. Continue reading →

Mit Mathias Richel unterhalte ich mich über Liebe, Twitter, Liebe durch Twitter, ob wir bundesligatauglich sind, erste Schallplatten und Zeugs.
Alles hier gefunden.
Machen wir doch ein Ratespiel draus, der Gewinner hat Recht.
Also: Welche Lieder wurden aus diesen Samples gefertigt? (Das letzte Stück dürfte das Schwerste sein. Wer das weiß, bekommt einen digitalen Händedruck.)
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